Beiträge von Gallium

    Gestern lief auf arte die Dokumentation Täuschung - Die Methode Reagen
    Darin wird beschrieben, wie Reagen durch Ölpreis-Dumping und Rüstungswettlauf Russland bekämpfte.
    Auch die vermeintlichen U-Boote vor Schwedens Küste waren alle im CIA-Auftrag dort, um Olof Palmes Friedensinitiative zu hintertreiben :flop:
    BTW: Er wurde 4 Wochen vor seinen geplanten Friedensverhandlungen mit der damaligen Sowietunion ermordet. Der Mord wurde bis heute nicht aufgeklärt.


    Der damalige Wirtschaftskrieg ist faktisch die Blaupause des aktuellen Wirtschaftskrieges gegen Russland...mit einem entscheidenden Unterschied:
    Heute wissen die Russen, was die Nato antreibt. Zudem sitzen sie immer noch auf einem riesen Haufen Dollars, wogegen die Nato-Staaten mit 'Schuldenkriesen' zu kämpfen haben.


    BTW: Der Ölpreis steigt seit einiger Zeit wieder kontinuierlich an. Beim aktuell künstlich gedrückten Euro-Kurs werden uns an den Tankstellen bald ungeahnte Preis-Rekorde begegnen :eek:

    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Das ist vor allem eine politische Kampfparole.


    Parole (lt. Wikipedia) = Slogan, Wahlspruch.... das ist sicher auch zutreffend.
    Es ist darüber hinaus aber mehr als nur ein Slogan oder Wahlspruch. Es ist ein Argument, da es sich leicht mit Zahlen belegen lässt:
    Das durchschnittliche Bruttoeinkommen ist seit 2000 gesunken - bei gleichzeitiger Erhöhung der Zahl der Beschäftigten. Dass das nur durch mehr Niedriglöhner geht, ist banale Mathematik.
    Ausgerechnet zum Zeitpunkt des Höhenflugs des Euro (1Euro=1,60$) hatte die Bruttolohn-Entwicklung ihren absoluten Tiefstand - was aber auch zufällig determiniert ist.
    Das Einzige, was Löhne anhebt, ist der Kampf um bessere Löhne :p


    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Warum sollen die Rohstoffpreise sinken - und wie lange noch?


    Sehr gute Frage :top: Da kommen wir nämlich zum Kern des Problems ;)


    Fakt ist zunächst, dass die Rohstoffpreise in jüngster Vergangenheit massiv sanken. Ausgelöst wurde das im Wesentlichen durch den Fall des Ölpreises, der in keiner Weise marktbedingt, sondern politisch bedingt war. (alle anderen Rohstoffe preisen den Ölpreis ein - oder besser gesagt den Energiegehalt ihrer Herstellung)


    Rein zufällig wurde das 'Gelddruck-Programm' der EZB auf dem Tiefstand der Rohstoffpreise begonnen und wird *glaskugelschau* mit dem Ende des Ölpreis-Dumping enden.... so ein Zufall aber auch ;)


    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Der sinkende Wert des EUROs verteuert ceteris paribus ja gerade den Einkauf von Rohstoffen!


    Nur für den Binnenverkehr.
    Für den Export ist das ein durchlaufender Posten, der immer kostenneutral bleibt, da Einkaufs- und Verkaufs-Währung identisch ist.



    Beim Käufer der produzierten Waren.


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    zum aktuellen Griechenland-Problem:

    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Sie können die Kredite ja nur teilweise nicht bedienen.
    Das ist nicht unüblich.


    Genauso wenig, wie man nur teilweise schwanger sein kann, kann man auch nicht teilweise pleite sein. Bei Zahlungsausfall gibt Dir niemand mehr Kredit und Du kannst keinen Deiner Kredite mehr bedienen.
    Nochmal zur Erinnerung:
    Kein Land der EU zahlt irgendwelche Kredite zurück, sondern prolongiert diese nur immer wieder (aka schwarze Null) oder vergrößert das Volumen nominell weiter (aka jährliche Neuverschuldung)


    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Doch, natürlich. Wie schon gesagt: Indem man das Schuldenvolumen bis zum fälligen Staatsbankrott immer weiter aufbläht.


    Alle Länder der EU vergrößern ständig ihr Kreditvolumen. Das ist das Grundprinzip unserer aktuellen Finanzwirtschaft, weil damit Geld geschaffen wird.
    Bei 0% Zinsen spielt das zunächst auch keine Rolle. Diese 0-Zinsphase muss aber dazu genutzt werden, um das Bruttosozialprodukt zu steigern und damit den Realwert der Verschuldung zu senken; zzgl Wertsenkung durch Inflation (der Nominalwert wurde und wird niemals gesenkt)
    Das ist auch für Griechenland die einzige Lösung, damit es zahlungsfähig bleibt. Denn nur so bedient es die Schulden weiterhin.


    Ob das eine grundsätzlich sinnvolle Finanzpolitik ist, sei dahin gestellt. Es ist aber die einzig funktionierende im derzeitigen Wirtschaftssystem.
    Da Deine Kanzlerin alle Privatinvestoren aus der Haftung entlassen hat, muss die GR-Pleite verhindert werden, damit dem Steuerzahler nicht noch mehr Schaden zugefügt wird.


    Schon mal drüber nachgedacht, warum niemand über einen Grexit spekuliert hatte als die Schulden Griechenlands noch in der Hand privater Investoren lagen? :apaul:

    Zitat

    Original geschrieben von 200prokdzufriedh
    Na ja, IIRC war da doch ein klitzekleiner Schuldenschnitt von IIRC klitzekleinen 130 Milliarden... ;) *)

    Wir reden hier über die neue griechische Regierung, die noch nicht mal 100 Tage im Amt ist, die aber dennoch von den Möchtegern-Leitmedien unter ständigem Beschuss gehalten wird.
    Nur mal so zum Vergleich: die jetzige deutsche Regierung hat afair 80 Tage gebraucht, um sich zu konstituieren - wogegen man von den Griechen ab dem ersten Tag quasi Wunder erwartet.
    ...und ich würde es fast schon als Wunder ansehen, dass sie bisher alle Kredite bedient haben. Obwohl ihnen einige Zahlungen vorenthalten werden, die eigentlich verabredet waren (zugegeben unter Bedingungen der Vorgänger-Regierung)
    Warum gibt man denen nicht einfach mal etwas Zeit zum Gestalten!?



    Wenn wir hier den Betrachtungshorizont bis in die Zeiten der korrupten Regierungen erweitern, dann müssen weitere Fragen im Zusammenhang mit dem letzten Schuldenschnitt gestellt werden:


    Warum, lieber handyman1981 hat denn Deine liebe Kanzlerin damals die faulen Kredite mit Steuergeld aufgekauft? Warum sind die Kredite nicht bei den privaten Investoren verblieben? Die hatten schließlich in der Hochzinsphase satte Gewinne damit gemacht :eek:
    ....aber kaum platzt die Blase, musste da der Steuerzahler wieder einspringen - warum eigentlich?

    Zitat

    Original geschrieben von handyman1981
    Mit dem Geld von.........Deutschland.....?


    .... weil Deine Kanzlerin das so wollte :mad:


    Ohne diese Risiko-Übernahme durch die europäischen Steuerzahler hätten wir das Problem gar nicht. :rolleyes: Dann müssten jetzt die ehemals kreditgebenden Banken sich mit GR einigen und müssten einen Teil der Gewinne für den Schuldenschnitt einsetzen :cool:


    Genug der Polemik ;) Fakt ist:
    1. Der bisherige Ausverkauf des Landes kann so nicht weiter gehen, denn die Staatsschulden steigen damit unaufhaltsam weiter. (so wie in den letzten Jahren)
    2. Ein Bankrott des Landes führt zum Totalausfall aller Kredite (die teuerste aller Varianten)
    3. Die gleichen 0%-Zinsen für die GR-Kredite, wie für andere EU-Länder würden der Regierung Handlungsspielraum geben. Viel mehr Schaden als bisher kann doch gar nicht mehr angerichtet werden :p


    PS: Vllt kauft ja auch die deutsche Rüstungsindustrie die überteuerten Leopard-Panzer, U-Boote etc zurück....
    ....wir könnten die ja auch einfach pfänden :D Die Griechen hätten sicher nichts dagegen ;) :p

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Das ist leider das Niveau, auf dem der TT zwischenzeitlich angelangt ist.

    Unbestritten...
    aber haben nicht ALLE einen gewissen Anteil daran ;)
    Ich wage mal die Vorhersage, dass Du bei rein technischen Threads kaum befüchten musst, von schwadronierenden Propagandisten o.ä. behelligt zu werden O:-)
    Andererseits finde ich es durchaus sinnvoll, wenn sich manche Teilnehmer in Threads, wie bspw dem Ukraine- oder Pegida-Thread durch ihre Postings quasi selbst entlarven :apaul:
    ...oder fühlst Du Dich dadurch beeinträchtigt, dass man deren Aussagen einfach zur 'Abschreckung' stehen lässt?

    Zitat

    Oder aufgrund verbleibender Sendekapazitäten abgelehnte Bewerber werden von den Redaktionen hierhin verwiesen ...

    lol :D


    Wolfgang Denda
    Das ist vermutlich bei allen Dingen so, wenn sie zum alltäglichen Gebrauchsgegenstand werden. Auch bei einer Bohrmaschine wird sich kaum noch jemand über deren technische Handhabung in Foren austauschen.


    Interessant sind Foren als Treffpunkt der wenigen (schon) 'Versierten' immer beim Übergang in neue Technikklassen und -bereiche.
    ...und dass da viele andere User einfach nur 'zuschauen' ist gar nicht so unsinnig, um die Nerds ggf aus dem Elfenbeinturm zurück zu holen auf die Erde, wo das grüne Gras wächst und nicht die Trompeten-Engel :D

    Deshalb sollte der Schwerpunkt dieses Forums imho nicht mehr so sehr auf Dingen liegen, die heute nahezu jeder nette Nachbar von nebenan beherrscht:
    >Telefon< ist heute nur noch zum geringen Teil ein Kommunikationsgerät.... und gerade für die wachsenden, neuen Verwendungs- und Einsatzgebiete gibt es weder DEN Hersteller, noch den netten Nachbarn an jeder Ecke, der weiter helfen kann ;)


    Daher mein Vorschlag, gemeinsam einen Schwerpunkt-Thread für diese entstehenden Einsatzgebiete zu gründen...
    ...und wie schon erwähnt, wäre mein persönlicher Vorschlag:


    Hausautomatisierung...
    ....zum Zweiten....

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Wo ist denn Griechenland zahlungsfähig? Sie können nur dann zahlen, wenn sie neue Kredite bekommen.

    Das ist doch in allen europäischen Staaten so. Was glaubst Du denn, was die vielgepriesene 'schwarze Null' bedeutet? Alle Länder der EU lösen ihre Kredite nur durch neue Kredite ab... und im Augenblick kommen gerade jeden Monat noch ein paar Milliarden von der EZB hinzu.
    Für die meisten EU-Länder ist die steigende Neuverschuldung derzeit (!) kein Problem, da sie kaum oder keine Zinsen zahlen müssen.
    Griechenland bezahlt dagegen gegenwärtig einen signifikanten Zinssatz.

    Zitat

    Dass du das echt noch anzweifelst, spricht Bände. Selbst die Wirtschaft, unsere "Wirtschaftsweisen", der IWF und die Weltbank sagen das; sogar ganz öffentlich.


    Nein sagen sie nicht, denn es ist ein Fakt:
    Griechenland hat bisher alle seine Zahlungsverpflichtungen erfüllt - einschließlich Zinsen.
    Ergo: Bisher hat niemand auch nur einen Euro verloren - ganz im Gegenteil.


    Richtig ist, dass Griechenland damit in der Zukunft Probleme haben wird
    ...und warum?
    Bspw
    ....weil GR keine Einnahmen mehr aus mittlerweile privatisierten Staatsunternehmen hat
    ....weil GR im vergangenen Jahr wegen der Russland-Sanktionen 400Mio Einbußen hinnehmen musste
    ....weil GR eine der größten Armeen der EU unterhält


    und nicht zuletzt auch weil GR, wie alle EU-Staaten seine Banken mit Steuergeld 'retten' musste, diese aber anschließend auf Druck der Troika an ausländische Investoren verscherbeln musste, ohne die Rettungskosten einbeziehen zu können.

    Zitat

    Ja, Investoren haben ihr Geld bekommen, aus den "neuen" Krediten, die jetzt durch die öffentliche Hand finanziert sind. Scheinbar ist dir das entgangen.

    Übersehen? ;)

    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Dass diese Investoren nun diese notleidenden Kredite ohne Risiko-Abschlag an den Steuerzahler verscherbeln konnten...

    In Bankenkreisen wird üblicherweise ein Risiko-Abschlag bei der Veräußerung solcher Kredite abgezogen (siehe auch Swaps,CDS)
    ...nur bei der 'Übergabe' an den Steuerzahler wurde zu 100% abgelöst.... eigentlich müssten die ehemals kreitgebenden Banken für ihr Versagen in Haftung genommen werden :rolleyes:

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Wieso meine Regierung? Ist die Bundesregierung nicht auch deine Regierung?

    Ich habe die nicht gewählt :D scnr

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    Das ein schwacher Euro gut für den Export ist, ist ein Märchen, das gerne erzählt wird. Das erkennt man ganz leicht daran, dass die Wirtschaft das selbst nicht gut findet. Zunächst bricht nämlich ein großer Teil der Binnennachfrage weg, die im Zweifel ähnlich wichtiger ist.

    Wir hatten noch nie eine tragfähige Binnennachfrage - selbst jetzt nicht bei 0% Zinsen. Auch deshalb haben wir die ständigen Außenhandelsüberschüsse. Diese Überschüsse (Guthaben) gibt's aber nur, wenn sich andere dafür verschulden (Haben bedingt immer ein Soll)

    Zitat

    Die Verbraucher profitieren leider auch nicht davon, da viele Dinge des täglichen Bedarfs teurer werden: Dazu gehören im übrigen auch Saatgut (und die Produkte daraus), Maschinen, Zucker, Kakao, Kaffee, Öl, etc. Nur zur Erinnerung.

    Unbestritten ...und wenn der Ölpreis wieder steigt, werden sich die Leute die Augen reiben, wo überall Energie- und andere Rohstoff-Kosten drin stecken :eek:

    Zitat

    Die Euroschwäche ist künstlich; wir befinden uns nur einen Schritt vom Währungskrieg entfernt, den wir a) nur verlieren können und b) keiner ernsthaft will.

    Unbestritten, wobei der Wirtschafts- und Währungs-Krieg bereits in vollem Gange ist und mit TTIP an Schärfe und Brutalität gewinnen wird.

    Der Luftstrom in einem Laptop ist auf Grund der Enge genauestens kalkuliert. D.h. der Lüfter kühlt nicht nur die CPU sondern auch die übrigen Bauteile des Systems.
    Eine Heatpipe hat nur Sinn, wenn sie die Wärme selbstständig nach außen transportieren kann (z.B. auf das Gehäuse mit seiner größeren Fläche überträgt)
    Die Heatpipe zu benutzen um die Wärme innerhalb des Gehäuses zu verteilen, führt nicht zur gewünschten Kühlung. Auch ein paar Löcher helfen da nicht, da es zur Kühlung immer einen Luftstrom geben muss, der die Wärme nach außen abtransportiert. Unter engen Verhältnissen funktioniert Kühlung nur mit Konvektion. Bei großer Fläche kann auch die Wärmeabgabe durch Strahlung mit hinzugenommen werden, die jedoch erheblich weniger wirkungsvoll ist.


    Gegen das laute Lüftergeräusch ist ein besserer Lüfter die bessere Wahl. Meist nimmt die Lautstärke auch wegen Verschmutzung im Gerät zu (Behinderung des Luftstroms) oder einfach nur wegen Abnutzung des Lüfter-Lagers.

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Nun, es wird wieder Steuerzahlergeld sein. Und wieder wird es weg sein.

    Solange ein Kredit bedient wird, ist kein Geld weg. Geht der Kreditnehmer pleite ist alles Geld weg.
    Jetzt beantworte mir bitte, was aus Gläubiger-Sicht besser ist: Den Kreditnehmer pleite gehen klassen oder ihn (ggf unter Kompromissen) zahlungsfähig zu erhalten.
    Zur Erinnerung: Griechenland bedient seine Kredite bisher ohne jeden Ausfall ...und zahlt sogar beachtliche Zinsen :cool: Bisher ist also nicht ein Euro Steuergeld gezahlt worden :eek: sondern viele Investoren haben damit viel Geld 'verdient'.
    Nur zur Erinnerung: DE 'zahlt' negative Zinsen (oder besser gesagt bekommt Geld für seine Schulden)


    Von den 'Gewinnern', die mit diesen Krediten Waren finanzierten, die Griechenland eigentlich gar nicht braucht, mal ganz zu schweigen.... (z.B. die deutsche Rüstungsindustrie)


    Dass diese Investoren nun diese notleidenden Kredite ohne Risiko-Abschlag an den Steuerzahler verscherbeln konnten, liegt an Deiner Regierung, die das ermöglichte :rolleyes: ..aber wie ich schon sagte: Jeder verdient die Regierung....

    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Wohlstand für die Leute, die diese Exportüberschüsse erwirtschaften.
    Wie sah denn die Entwicklung der Reallöhne in den letzten Jahren in Deutschland aus?
    Antwort: Die stagnierten, sanken sogar einige Jahre lang.

    Das ist unbestritten hat aber zunächst nichts mit der Stärke der Währung zu tun. Auch während der Zeit des 'Höhenflugs' des Euro sind die Löhne nicht gestiegen.
    Im Gegenteil: Die Gesamheit aller Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung ist seit Ende vorigen Jahrhunderts nahezu unverändert ...während die Zahl der Beschäftigten stieg.... an dieser Stelle darf jeder selbst weiter rechnen :p
    Das erklärt, warum DE ein Niedriglohn-Land geworden ist und 25% der Arbeitnehmer in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind.

    Zitat

    Ich will nicht sagen, dass die Reallohnentwicklung nicht auch positive Effekte hatte bzw. haben könnte ...

    So? Welche denn?

    Zitat

    Aber das Mantra, dass Deutschland Interesse an an einem schwächeren EUR hat/hätte, ist jedenfalls deutlich zu kurz gedacht - es ist eine Volksverdummung.


    Dann erkläre bitte, was an folgender Aussage falsch ist:
    Eine schwache Währung macht Export-Produkte für stärkere Währungen billiger oder (bei unverändertem Verkaufspreis) den Gewinn größer. Sinkt gleichzeitig der Preis der Rohstoffe um den Abwertungssatz der Währung (wie aktuell), wird der gesamte Kursrückgang zum Gewinn.


    Zitat

    Im Gegenteil! Der chinesische Yuan hat gegen EUR und USD in den letzten 10 Jahren massiv aufgewertet!

    Trotzdem ist er immer noch stark unterbewertet. Warum kaufen wir denn heute überwiegend chinesische Produkte in unseren Supermärkten? Sicher nicht weil die Produkte besser sind, oder? Die bisherigen, unzureichenden Kursanpassungen wurden nur wegen des Drucks von IWF & Co gemacht.


    Zitat

    Nicht unbedingt. Ein Unternehmen kann auch "Vermögen" bzw. Kapital aufbauen, ohne dass es dafür Schulden aufnehmen muss.

    Das hat niemand bestritten. Es muss aber eben auch jemand im gleichen Moment Schulden in gleicher Höhe aufnehmen. Zu jedem Haben MUSS es ein Soll geben. So funktioniert nun mal unser derzeitiges Wirtschaftssystem. Geld 'entsteht' bei uns nun mal dadurch, dass Kredite vergeben werden.

    Zitat

    Original geschrieben von Braindead
    Das sie uns die schwache Währung als Gut verkaufen wollen ist eh der Gipfel der Dreistigkeit.

    Es hat niemand behauptet, dass das für alle gut ist. Es ist immer eine Frage der Perspektive: Für die Exportwirtschaft ist es gut (wie beschrieben). Für die Käufer von Import-Produkten ist es schlecht.
    Nun schau Dir die Dinge an, die Du einkaufen musst und Du kannst einschätzen, ob Du zu den Gewinnern oder Verlierern gehörst.


    Was die Lohnentwicklung angeht, so verdient jeder soviel, wie er erkämpft. Warum nehmen eigentlich so viele Leute an, dass ein Unternehmer freiwillig den Gewinn mit den Arbeitnehmern teilt :confused:
    Dass Gewerkschaften und Co in den letzten 20 Jahren das Kämpfen 'verlernt' haben, liegt sicher auch an der HartzIV-Verräter-Partei... aber jeder verdient schließlich die Regierung, die er wählt :p

    Ein Lehrsatz für alle, die glauben, dass Geld arbeiten geht :top:
    BTW: Die EU-Wirtschaftsleistung ist aktuell auf das Niveau von 1930 'gespart' worden und die Inflation ist auf einem Tiefststand. Wo sollen da also Zinsen verdient werden?
    ... außer durch 'Geld drucken' ;)


    Apropos Zinsen:
    Deutschland bekommt für seine Staats-Schulden derzeit Geld (Negativ-Zins).
    Griechenland zahlt derzeit 1 - 1,5% für die aktuellen Liquiditätskredite

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Klare, deutliche Worte, warum der Euro so schwach ist und warum er (gerade in Deutschland) stark sein müsste:

    Warum sollte gerade Deutschland als zeitweiliger Exportweltmeister an einem starken Euro interessiert sein? Was hat denn China zu den zweistelligen Wachstumsraten in den letzten Jahren verholfen? Was hat denn die USA aus der Depression geholt?


    Solange der Ölpreis (und damit auch die meisten anderen Rohstoffe) so billig sind, kompensiert das doch einigermaßen die Nachteile für den Binnenmarkt. Ein Schelm wer da Zufall unterstellen will :p :apaul:


    Gern wird auch immer übersehen, dass unser Geldsystem darauf beruht, dass es für jeden 'Spargroschen' immer auch jemanden geben muss, der dafür Schulden aufnimmt. So funktioniert bei uns nun mal die Geld-Entstehung :rolleyes:
    Dass der Wert einer Währung nichts mit den Schulden zu tun hat, kann jeder gern an praktischen Beispielen nachvollziehen (Staatsverschuldung in Prozent des BIP)
    Japan 243%
    Griechenland 175%
    USA 106%
    China 22%
    Russland 13%


    Wenn jemand also Schulden abbauen, Vermögen aufbauen oder Handelsüberschüsse erzielen will, muss woanders der Schuldenstand steigen :eek:
    Wer etwas anderes will, fordert de facto die Abschaffung des Kapitalismus in seiner gegenwärtigen Form - ist das gewollt :confused: