Was Murmelchen anspricht, empfinde ich auch als befremdlich in unserer Gesellschaft:
Je spektakulärer ein 'Unglücksfall' ist, umso wilder wird die 'Betroffenheitsmaschinerie' betrieben.
Es gibt so viele vermeidbare Todesfälle in DE, die zahlenmäßig um Potenzen höher ausfallen als alle Flugzeugabstürze zusammen. Murmelchens Beispiel der Toten im Straßenverkehr ist auch immer noch spektakulär genug, dass sich gelegentlich journalistische Aasgeier darauf stürzen.
Es gibt aber den alltäglichen, stillen Tod, der jeden von uns treffen kann:
Ein Beispiel wären vermeidbare Infektionen in deutschen Krankenhäusern, an denen jeden Tag (!) so viele Menschen sterben, wie deutsche Opfer in der abgestürzten Maschine waren... und die wären sogar vermeidbar !
Nur ein Bruchteil der Mittel, die für 'Terrorismus-Bekämpfung' eingesetzt werden und wir könnten jedes Jahr tausende Menschenleben bewahren. :apaul:
Ich verstehe diesen Hype um spektakuläre Unfälle echt nicht. Bei aller Anteilnahme für die Opfer im vorliegenden Fall: Wo ist die Anteilnahme für die unzähligen 'stillen' Todesfälle, die vielfach vermeidbar wären.
Wem nutzt dieser Betroffenheitsjournalismus und das mediale Ausschlachten der Toten eigentlich? Den Betroffenen sicher am aller wenigsten ![]()