Beiträge von Gallium

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    Original geschrieben von rmol
    Ach so, dann entspringen Begriffe wie Donezker bzw. Lugansker "Volksrepuplik", die dazugehörigen Fahnen, die Verhinderung der Teilnahme an nationalen Wahlen und das ganze Noworossia-Gewäsch wohl meiner Fantasie... :rolleyes:


    Wann sind denn diese Begriffe erstmals entstanden?!
    Zunächst gab es im Osten Demonstrationen für die Gleichstellung der russisch-stämmigen Bevölkerungsteile. Da hat man einfach gemacht, was zuvor auf dem Maidan gemacht wurde. Zur Erinnerung: Die Kiewer offenbarten schon damals einen unverhohlenen Russenhass:
    Abschaffung Russisch als zweite Amtssprache, Vertreibung von Abgeordneten aus der Rada, Timschenkos Hasstiraden usw.
    Die Russen im Donbass waren für die polnisch-stämmigen Ukrainer schon immer die Underdogs, wie auch von hier Anwesenden damals unverblümt zum Ausdruck gebracht:

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    Original geschrieben von saintsimon
    Wirtschaftlich gesehen wären weder die Krim noch der Donbass ein Verlust für die Ukraine, da sowohl die Halbinsel als auch der international nicht konkurrenzfähige "Rostgürtel" im Osten reine Zuschussgeschäfte waren

    Damit sei wieder in Erinnerung gebracht, dass die Menschen im Osten zunächst gleiche Rechte gegenüber Kiew einforderten. Statt dessen forcierten die Kiewer weitere Ausgrenzung und Diffamierung. Irgendwann wird dann wahr, was man herbei redet....
    Es sei auch daran erinnert, dass der Begriff 'Separatisten' zunächst von westlicher Presse als Diffamierung eingeführt wurde. Sie selbst bezeichneten sich damals als Aufständische - ganau, wie die Maidan-Aktivisten.

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    Original geschrieben von rmol
    Dass du sowohl gegen die westliche Presse als auch die Banken, ja das ganze westliche System überhaupt was hast, hat ja inzwischen jeder begriffen - tut hier aber höchstens am Rande was zur Sache.

    Ist Dir aufgefallen, dass Du die Pauschalisierung die Du mir unterstellst, gerade selbst betreibst - nämlich mir gegenüber ;)
    Vllt ist Dir entgangen, dass ich zu einem großen Teil auch westliche Presse hier zitiere :p
    Auch Banken, die ihrer originären Aufgabe nachkommen, Geldverkehr abzuwickeln und die Real-Wirtschaft (von der wir leben) mit Geld zu versorgen, halte ich für genauso bedeutsam, wie meinen Bäcker um die Ecke. Sie alle leisten einen Beitrag für die Gesellschaft.


    Banken und Medien, die jedoch glauben, über den Dingen zu stehen und ganze Staaten und Völker sich zu Diensten machen wollen, leben in einer virtuellen Welt, die ich strikt ablehne - Je suis Isländer :p ;)
    Es sei nochmal daran erinnert, dass ganz Europa einschließlich Griechenland (!) den größten Teil der Schulden aus einem 'Sponsoring virtueller Zocker-Welten' übergestülpt bekam - aus 'Bankenkriese' wurde in bestem Neusprech 'Schuldenkriese' :(
    ...haben aber auch schon wieder viele vergessen :gpaul:


    Felsen2000
    Es entbehrt nicht eier gewissen Komik, dass Du als 'Argumente' gerade die Quellen bemühst, die Du im Pagida-Thread der Propaganda überführt hast ;)
    Da Du hier noch nicht lange mitliest und das 'Studium' von 248 Seiten nur bedingt zumutbar ist ;) möchte ich exemplarisch nur einige Punkte hier wiederholen:


    Der ukrainische Generalstab selbst hat erklärt, dass es kein russisches Militär in der Ukraine gibt. Wäre dem so, wäre der Krieg nach General Kujats Einschätzung in 48h vorrüber... und selbst Poroschenko hat dies indirekt auf der Münchner Sicherheitskonferenz bewiesen, indem er russische Pässe vorzeigte.
    Auf der Krim war das etwas anderes, da dort schon immer 25.000 russische Soldaten der Schwarzmeerflotte stationiert sind.


    Auch zum Beschuss aus russischem Territorium hatten wir bereits in Erinnerung gerufen, dass sich damals ganze ukrainische Truppenteile nach Russland absetzten und die ihnen gegenüber stehenden Separatisten 'im Eifer des Gefechts' kaum Zeit hatten, nach verborgenen Grenzsteinen Ausschau zu halten (so es die überhaupt gibt). Zudem hätte Russland damals tatsächlich das Recht gehabt, die über ihre Grenze eindringenden ukrainischen Verbände zu bekämpfen - was sie zum Glück aber nicht taten.


    Zur gleichartigen Vorgehensweise der Ostukrainer in Kopie des Maidan hatte ich auch bereits geschrieben. Beim Maidan-Aufstand wurden Regierungsgebäude nicht nur besetzt, sondern auch in Brand gesteckt. Warum ist das Eine sakrosankt und das Andere nicht?

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    Original geschrieben von Felsen2000
    Als Nascherei zum Schluss noch eine Zusammenfassung der wichtigsten russischen Thesen zur Ukraine und die Antwort des Auswärtigen Amts darauf Klick)

    Sehr guter Link, den ich hier gern nochmal in ungekürzter, unredigierter Form zur Disskussion stelle. Eigentlich müsstest doch gerade Du als DDR-Erfahrener Dich über eine so 'verordnete Neusprech-Anordnung' echauffieren - zu Recht übrigens bei einer so Parolen-lastigen Geschichts-Klitterung :apaul:

    Du vermengst hier Begriffe, die so nie in einen Topf geworfen wurden.
    Zur Erinnerung:
    Die Separatisten hatten zunächst dasselbe in der Ost-Ukraine gemacht,
    wias den 'EU-Anhänger' vorher auf dem Maidan zugebilligt wurde:
    Regierungsgebäude besetzen, um eine andere Politik zu erreichen.
    Danach haben die EU-Anhänger mit EU-Hilfe Truppen in den Osten geschickt, um dort ihr System mit Gewalt durchzusetzen. Das widerlegt damit auch die Behauptung, dass niemand eine militärische Lösung wollte.
    Die Separatisten fühlen sich Russland genauso zugehörig wie die Maidan-Kämpfer der EU - beide sind also parteiisch.


    Eine Abspaltung war nie das Ziel, auch wenn die deutsche Presse das häufig kolportiert. Solche Ideen kamen bisher nur von Jazenjuk, der einen neuen eisernen Zaun bauen wollte. Bisher waren föderale Lösungen ins Auge gefasst worden, die aber duch Propaganda in der Ukraine mittlerweile in völliig falschem Licht gesehen werden
    ...obwohl DE eigentlich sonst immer als Vorbild genommen wird. Aber wie schon kürzlich geschrieben, haben die Ukrainer teils recht bizarre Vorstellungen von der EU :gpaul:

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    Original geschrieben von Felsen2000
    ich kann gar nicht genug essen, um so viel ko...zu können, wenn ich solche Sprüche höre.

    Im Pegida-Thread hattest Du zumindest noch Argumente... schade, dass das nur eine vergängliche Episode war.

    Na das ist aber nicht ganz dasselbe: In Deinem Link wird Poroschenko wie folgt zitiert

    Zitat

    "Das beste Format wäre eine von der Uno beauftragte Polizeimission der Europäischen Union"

    Dass die Russen nach den bisherigen Erfahrungen Vorbehalte gegenüber EU-Militär haben, ist wohl kaum erklärungsbedürftig. Das käme faktisch einer Stationierung von NATO-Truppen mit Schießerlaubnis in der Ukraine gleich :flop:
    Der SPON-Titel macht daraus eine generelle Ablehnung von UNO-Missionen, was natürlich eine böswillige Unterstellung ist.

    Zitat

    Original geschrieben von Chris
    Der ist sehr witzig, gefällt mir :D :top:

    Bedeutet dieses Tripple-A-Rating, dass er damit Anspruch auf einen Platz auf den TT-Servern bekommt... im sogenannten 'Hempels-unterm-Sofa'-Verzeichnis http://www.telefon-treff.de/images/smilies
    Der einsame Weihnachtsmann dort würde sich sicher über lustige Gesellschaft von Hoppel und Funkenmariechen freuen ;)
    ...und wir müssten nicht frankies Datei-Hoster mit Meta-Daten füttern :p ;)


    Apropos Funkenmariechen:
    Ist ER nun eine SIE oder ist es ein ES :D
    ...nicht dass es da noch unabsehbare Folgen, wie hoppelnde Weihnachtsmänner oder tanzende Hasen gibt :cool:

    Zitat

    Original geschrieben von IGGY
    Weil schau dir an wie es den Ostblockländern unter den Russen erging, ich sehe keinen der freiwillig ein Bündnis mit den Russen nochmal eingehen würde.

    Die Zeit der Sowjetunion wird fälschlicherweise immer wieder mit dem heutigen Russland verwechselt. Es gab zwischenzeitlich nicht nur den Zerfall des Imperiums sondern auch einen, von Oligarchen befeuerten wirtschaftlichen Kollaps um 1998 (Soros,Chodorkowskij etc). Das reicht bis hin zu Hungerkatastrophen in einigen Gegenden. Man kann sicher alles mögliche an Putin kritisieren aber er hat aus Sicht der Russen das Land danach wieder wirtschaftlich stark gemacht. Das hat jeder Russe auch massiv im eigenen Portemonaise gemerkt. Auch darum hat der Mann einen so breiten Rückhalt über alle gesellschaftlichen Schichten hinweg (wird auch gern übersehen) Die ehemaligen Sowjetführer mussten dagegen ihre Macht stets gegen die Bevölkerung durchsetzen.


    Im Gegensatz dazu gibt es in der Ukraine dieses Oligarchen-System bis heute. Das war immerhin auch die Motivation für die Mehrzahl der Maidan-Demonstranten... wird heute auch gern vergessen.
    Dass der 'polnisch-orientierte' Westen die Beendigung des Oligarchen-Systems im EU-Beitritt, der russisch-orientierte Osten dagegen im Putin-Modell sieht, ist wohl eher politisch geformt.
    Im Rückblick wird gern auf den EU-Beitritt reflektiert, obwohl er für viele Demonstranten nur von sekundärer Bedeutung als ein Mittel zum Zweck gesehen wurde. Das vorrangige Ziel einte ursprünglich alle Demonstranten:
    Abschaffung der Oligarchie/Korruption - aber davon wollen die aktuell wieder herrschenden Oligarchen natürlich nichts mehr wissen :flop:

    Offensichtlich wird das in den verschiedenen Städten/Landkreisen sehr unterschiedlich gehandhabt.
    Der Link in Gregus Post listet alle sehr übersichtlich auf und hält alles auch noch up-to-date.
    Da hat sich jemand unglaublich viel Mühe gemacht :cool: :top:

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    Original geschrieben von Gregu
    Schaue auf http://harald-thome.de/oertliche-richtlinien.html die für den Ort festgesetzte Mietobergrenze nach. Je nach Kommune ist das ausschlaggebende Kriterium nur die Höhe der KdU.

    Das sollte man sich wohl am besten dauerhaft im Browser verlinken, denn heutzutage kann irgendwann jeder davon betroffen sein. :apaul:

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    Original geschrieben von skyrimimi
    Man stelle sich nur mal die ganzen Vermieter vor die plötzlich Rechnungen für Handwerker zahlen sollen, die ihre Mieter bestellt, aber nicht bezahlt haben.

    Die Rechnung wurde im vorliegenden Fall bereits beglichen

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    Klingt nach ganz normaler Stellvertretung.

    Darauf wollte ich mit der möglichen Vollmacht hinaus, von der der AN berechtigt ausgehen konnte.


    HochImNorden
    Ein Werkvertrag nach BGB sollte Dir zum Vorteil gereichen. So etwas ist bei 'echten Handwerkern' eigentlich eher unüblich (schon wegen 5 statt 2 Jahren Gewährleistung usw)
    Bevor Du ggf vor Gericht ziehst, versichere Dich aber erst, ob bei Deinem AN überhaupt 'was zu holen ist'. Auch wenn Du hinterher vllt ein vollstreckbares Urteil in der Hand hälst, kann es sehr gut sein, dass Du trotzdem auf allen Kosten sitzen bleibst.

    Mit der Duldung der Bauarbeiten an seinem Haus hat der Eigentümer sogenanntes 'konkludentes Verhalten' gezeigt. Das bedeutet, er hat stillschweigend sein Einverständnis gegeben und somit in eine vertragliche Einbeziehung eingewilligt. Damit ist sozusagen ein mündlicher Vertragsschlus der handelnden Parteien bewiesen.
    Insofern ist der Werksvertrag definitiv erst mal rechtswirksam.


    Interessant wäre in diesem Zusammenhang noch, ob die Bauleistungen nach BGB oder VOB vergeben wurden.
    Wie die genaue Auslegung der Dreiecksbeziehung dann zu betrachten ist und ob damit bspw eine Vollmachtshandlung stattgefunden hat, müsste jemand anhand der Details klären.

    Zitat

    Original geschrieben von john-vogel
    Nachdem ich im Gespräch von meinem Erasmus-Aufenthalt in Spanien erzählt hatte, hatte er mir gesagt, dass er sehr für ein Stipendium hier in Deutschland kämpfen musste und das er auch gerne die Möglichkeite hätte, europäische Programme wie ERASMUS nutzen zu können. Natürlich kann man jetzt behaupten, dass es sich hier nur um eine einzelne Person handelt, aber für mich ist es aber die Bestätigung, dass es mitnichten so ist, dass der Großteil der Bevölkerung in der Ostukraine/Krim gerne näher an Russland heranrücken möchte, sondern dass es durchaus europafreundliche Gesinnungen dort gibt.

    Das bestreitet doch niemand. Zudem macht die Regierung sogr damit Werbung, dass man in diesem Falle mit dem ukrainischen Pass in der EU arbeiten dürfe, was ohnehin viele Ukrainer längst machen.... trotzdem herrscht auch dort vielfach noch ein seltsames verklärtes Schlaraffenland-Bild von der EU... und damit meine ich nicht nur die naiven jungen Mädchen, die mit eine Babysitter-Karriere o.ä. hergelockt werden.
    In diesem Sinne gehörte Dein 'Vorzeige-Student' aber zu einer sehr privilegierten Gruppe.


    Ob es überhaupt sinnvoll ist, die Zukunft eines Landes im Export seiner besten Leute zu suchen, sei mal dahin gestellt :rolleyes:


    Dass wir im Falle der Reisefreiheit in der Ukraine derzeit mit einem Exodus aus Kriegsgründen rechnen dürfen, ist mittlerweile auch den Kiewern klar. Die Reisefreiheit wurde erst kürzlich massiv beschränkt, da ihnen die Leute weglaufen... naja, als 'Ersatz' bekommen sie jetzt immerhin die Flüchtlinge aus anderen Kriegsgebieten, die sie aber auch einsperren müssen, damit sie ihnen nicht weglaufen


    Was Deinen Link zum Guardian angeht, so sollte man dabei im Hinterkopf behalten, dass zu dieser Zeit sich ganze ukrainische Truppenteile nach Russland abgesetzt hatten. Dass das nicht immer so eindeutig ist, wie es auf den ersten Blick scheint, sollte man auch unter Kriegsbedingungen betrachten. Da wird schon mal eine 'strategische Anhöhe' im Eifer des Gefechts erobert oder genutzt, deren genauer staatlicher Zuordnung man sich nicht bewusst ist. Die haben bei ihren 'Geländspielen' sicher mehr mit dem Überleben zu tun gehabt, als auf unsichtbare Grenzen zu achten.
    Andersherum hätte die russische Armee sicher auch alle Rechte gehabt, die in ihr Territorium eindringende Ukrainische Armee zu bekämpfen - haben sie aber zum Glück nicht gemacht.

    Mit der Frage nach dem Sinn bist Du bei Hartz IV völlig falsch :p :D
    Habe ein wenig gesucht und noch folgendes gefunden:
    Ein-Personenhaushalt = max.45qm
    Personen unter 25 Jahren haben überhaupt keinen Anspruch, da die Eltern noch in der Pflicht sind.
    Ein Mietnachlass ist eine geldwerte Zuwendung, die dem H4-Empfänger auf seine Ansprüche angerechnet werden kann - der Gebende kann dies dabei allerdings von der Steuer absetzen, muss im Gegenzug aber die ehemalige volle Miete zur Versteuerung anrechnen, was also nur Sinn macht, wenn man mehr als 25% EkSt zahlt.


    Auch sonst sollten die verwandschaftlichen Beziehungen bei einer Schwägerin nochmals genauer abgeklopft werden, da auch andere Verwandte in bestimmten Fällen zum Unterhalt herangezogen werden können.