Der Kauf von Mannesmann Mobilfunk (D2 Privat) durch Vodafone hätte nie stattfinden dürfen. Aber das lässt sich heute nicht mehr zurückdrehen. tempora mutantur.
Ja, die Übernahme war ein Fehler.![]()
Vor allem der Kulturbruch, hab ich gelesen.
Anscheint waren im traditionellen deutschen Modell Arbeitnehmer, Region und Management gleichberechtigte Partner ( Stakeholder).
Durch den Vodafone Deal soll der Shareholder Value ( der reine Nutzen für die Aktionäre) zur absolut dominierenden Leitwirkung im Denken des Management geworden sein.
- Deutschland AG
Konsens auf Langzeit, Banken Netzwerk, soziale Partnerschaft
- Angelsächsischer Stil
Shareholder Value, aggressive Übernahme, Fokus auf Aktienkurs
In so einem Klima was nur den Fokus auf den Aktienkurs hatte fehlte vielleicht das was Mannesmann stark machte?!![]()
ZitatWir sind Innovator, wir laufen vor der Welle, nicht hinter der Welle, daher der Erfolg von Mannesmann in seinem Bereich Telekommunikation, der in Europa der beste Erfolg ist.
Für Herrn Esser soll Mannesmann kein Träger Großkonzern gewesen sein, sondern das weltweit am schnellsten wachsende Start up der Telekommunikation.
Stichpunkt: flache Hierarchien, ausgeprägter Teamgeist, Mitarbeiter- Wertschätzung, Fehlerkultur.
https://www.deutschlandfunkkul…bernahmeschlacht-102.html
Bei allem guten an Herrn Esser, find ich aber eklig, wie er sich noch schnell die Taschen von Vodafone hat vollmachen lassen, er hätte auch Nein sagen können, wenn er so ein Ehrrenmann gewesen wäre.
....................
Das Schicksal von Vodafone ist wohl das die neue CEO Frau Della Valle quasi genau wieder zur Mannesmann-Kultur zurückkommt.
Die Rede ist von kompletter Änderung der Kultur hin zum Kunden.![]()
Ihre Stichpunkte: radikale Vereinfachung, Abkehr von der Matcho-Kultur, inklusive Diskussionskultur.
Was soll man sagen: diese Frau ist offensichtlich genau passgenau für Vodafone, erkennt alle Problempunkte, hat genau die richtigen Strategien und wird aus meiner Sicht Erfolge einfahren.
Noch wird Sie wegen Ihrer zurückhaltenden, pragmatischen Art und weil Sie eine Frau ist wohl unterschätzt. Ja richtig, Sie wirkt mehr wie eine einfache Bankangestellte, als wie ein CEO.
Aber ein bisschen weniger Show in der Branche find ich sehr erfrischend.