-
Zitat
Original geschrieben von chefkoch01
Was spricht für Telefonica dagegen LTE Roaming frei zu geben ?
Vermutlich die fehlenden eigenen Fähgikeiten und/oder Organisationsmängel. Telefónica hat im wholesale-Bereich (und dazu zähle ich ihre IPX-Lösung, die sie ja auch anderen Anbieter zu verkaufen versuchen) keinen sonderlich guten Ruf. In Lateinamerika muß es z.B. ganz übel aussehen, wie mir letzte Woche erst wieder geschildert wurde.
Großunternehmen haben alle ihre Organisationsschwierigkeiten, die bei Paarung mit südländischer Mentalität und emotionalisierter Führungskultur schnell zum Stillstand führen.
-
Und weil es in Spanien noch kein LTE-Netz auf dem Lande gibt, brauchen wir kein LTE-Roaming oder wie?
Fahrt mal nach London, Amsterdam oder einfach in die schweizer Berge - da ist man mit LTE weitaus besser versorgt und zwar was die Netzabdeckung angeht, als auch die Bandbreite.
-
mfshva
Wenn ich kein UMTS2100 reinbekomme, dann erreiche ich auch keine 1 MBit/s. Und wenn die UMTS2100-Zelle voll ist, dann ebenso wenig.
-
vodafrank
Wir reden hier vom LTE-Roaming, nicht von der inländischen LTE-Versorgung von Vodafone. Die Situation hierzulande und insbesondere in Franken ist nicht repräsentativ, da erstens der LTE-Ausbau in Deutschland nicht bedarfsgetrieben war, sondern politisch diktiert wurde (weiße Flecken) und zweitens Vodafone mit den zuhause-Produkten die LTE-Zellen verstopft hat. Im Ausland baut man LTE primär dort aus, wo es Kapazitätsengpässe und/oder ein hohes Datenaufkommen auftretent.
Im übrigen ignorierst Du das Argument der besseren Netzabdeckung dank niedrigerer Frequenz - flieg mal nach London und gehe die erste Treppe in eine U-Bahn-Station hinunter und schau mal, was da dann los ist.
-
Vodafrank, Du bist doch hier lang genug dabei und liest genug mit um den wahren Nutzen von LTE kennen zu müssen. Auch wenn uns das Marketing der Netzbetreiber immer suggerieren möchte, wir bräuchten mehrere hundert MBit/s in der Hosentasche, so ist der wahre Nutzen ein anderer: erstens höhere Netzkapazität und dadurch auch bei hoher Last brauchbare Datenraten (gerade bei im Sommer überlaufenen touristischen Zielen hochrelevant) und zweitens - zumindest wenn niedrigere Frequenzen verwendet werden - eine bessere Netzversorgung und zwar auch mitten in den Agglomerationen, nämlch indoor. Dazu kommt theoretisch (praktisch umgesetzt habe ich das noch nie gesehen) noch die reduzierte Latenz und ggf. höhere und stabilere Bandbreite durch local breakout - dabei wird der Internet-Datenverkehr nicht erst wieder ins Heimatnetz geschickt, sondern vom Gateway des Roamingpartners direkt ins Internet geschickt.
LTE Roaming ist also auch bei moderatester Datennutzung absolut sinnvoll.
Aber zu xeno6 Frage:
In den letzten vier Wochen war ich in den Niederlanden und Großbritannien, wo meine O2 postpaid Multicard nirgends in ein LTE-Netz durfte. In Chicago letzte Woche konnte ich es mangels geeignetem Endgerät, das die amerikansichen LTE-Frequenzbänder unterstützt, nicht ausprobieren.
Es ist übrigens kein Wunder, daß Telefónica ihre IPX-Plattform so schlecht verkauft, wenn sie nicht mal in ihren Kernmärkten für ihre eigenen Mobilfunknetze LTE-Roaming auf die Reihe bekommen.
-
Grundsätzlich geht das schon, nur muß die Portierungsanfrage auch korrekt gestellt werden. Bei Firmenkunden sind das Firma und Kundennummer, bei Privatkunden Vor- und Nachname und Geburtsdatum. Meist scheitert das schlicht an der Unfähigkeit der Sachbearbeiter.
-
Hat denn Telefonica noch zwei oder mehr zusammenhängende, völlig ungenutzte 2100MHz-Blöcke? Mit ungenutzt meine ich, daß sie auch nicht für Femtos eingesetzt werden.
-
Interband carrier aggregation mit drei Blöcken geht seit 3GPP Rel. 12 - das ist schon LTE-A.
Hier eine Tabelle mit dem möglichen Frequenzbandkombinationen und -bandbreiten, die von http://niviuk.free.fr/lte_ca_width.php stammt (die Seite ist derzeit unerreichbar, aber hier archiviert):

Für Deutschland kommt derzeit wohl nur das fünfte Profil von unten in Frage (3A -7A - 20A).
-
flamesoldier
Das verrät der Screenshot doch bereits.
Dazu mußt Du die EARFCN (1575) hier umrechnen und erhältst dann folgende Downlink-Frequenz, die aufgrund des fixen Duplex Spacings von 95 MHz bei LTE1800 sogleich auch die Uplink-Frequenz verrät:
(phone to base station) 1747.5 MHz
(base station to phone) 1842.5 MHz
Dieser Träger liegt innerhalb des originär an O2 zugeteilten Frequenzblocks (1735.1 – 1752.5 MHz gepaart mit 1830.1 – 1847.5 MHz).
john-vogel
Verrät denn der Field Test vielleicht auch irgendwo die Trägerbreite? Ich vermute ja, daß es 10MHz sind, denn bis zum oberen Ende des Blocks verbleiben noch 5MHz und da der EARFCN die Mittenfrequenz beschreibt, müßte der Träger meiner Vermutung nach 1837,5 bis 1847,5 belegen. Man wird ja den LTE-Träger wohl kaum in GSM-Kanäle betten, sondern an das Ende des Blocks setzen.
-
Die Rufnummer zu sipgate oder einem anderen kostenlosen VoIP-Provider zu portieren ist mit Abstand die einfachste und sauberste Lösung. Damit ist die Nummer dann provider- und ortsunabhängig nutzbar und man muß sich nie wieder mit Portierungen auseinandersetzen, wenn der ISP gewechselt wird.