Beiträge von Senfdazugeber

    Tübingen, Funkturm am Drosselweg (STOB-Nr.: 751819, LAC 50949, eNB ID 90296)


    Nach meinen ernüchternden Messungen des neuen LTE2600-Standorts in Tübingen von vergangener Woche (erreichte nur 1 MBit/s down), habe ich gestern mal den Bereich von Lustnau via Wilhelmstr. und Stadtgraben bis in die Innenstadt mit dem NetMeterClient erfasst und in Lustnau einen erneuten Speedtests mit stattlichen 42378/20054 MBit/s durchgeführt. Da scheint nun wohl die Anbindung zu stimmen.
    Aufgrund des deutlich höheren Signalpegels im Tal (gegenüber der vorigen Messung vom Österberg, auch bei größerer Distanz) gehe ich außerdem davon aus, daß die Antennenpanels einen ordentlichen downtilt haben.


    Wie ich sehe war gesern zufälligerweise auch ein anderer Teilnehmer am Netmeterproject unterwegs und zwar auf mehr oder minder derselben Strecke, der auch noch zwei ordentliche Speedtests durchgeführt hat (19 und 38 MBit/s down). War das einer von Euch, ambus oder DC01?


    Leider bringt der Funkturm am Drosselweg aber effektiv nur outdoor Versorgung, denn gerade in der Innenstadt samt Unigebäuden ist der Pegel zu niedrig. Ich fürchte, daß man indoor Versorgung erst erreicht, wenn der Standort auf dem Kelternturm (STOB-Nr: 752096, Hintere Grabenstraße 30, WGS84: 48.522813,9.052545 ) sowie jener auf der Telekom Ortsvermittlungsstelle in der Wilhelmstr. (Standortbescheinigungs-Nr.: 275095, Wächsterstr. 37, WGS84: 48.528890, 9.064811) auf LTE aufgerüstet werden.

    Habe gestern mit Entsetzen festgestellt, daß O2 am Stuttgarter Flughafen LTE-mäßig miserabel aufgestellt ist. Abdeckung erfolgt über offenbar recht weit entfernte LTE800-Standorte und der Durchsatz war katastrophal (~1 MBit/s, siehe auch meine zwei Speedtests auf netmeterproject von den Parkpositionen aus). Wird höchste Zeit für LTE2600 und v.a indoor-Versorgung.
    Außerdem gibt es bei netmeterproject jetzt noch ein paar grüne Punkte auf bzw. über der Startbahn 25 und dem Rollweg via Exit D dorthin. ;-)

    Zitat

    Original geschrieben von ambus
    Da sind wir schon drei ;)

    Da müssen wir fast schon einen Stammtisch machen.


    Zitat

    Ich hab auch eine deutliche Verbesserung erlebt, auch wenn noch nicht alles auf HSPA+ ist. In der Südstadt z.B. wechselt das noch immer wieder hin- und her.

    HSPA+ ist nicht dauerhaft aktiv, sondern wird erst bei der Datenübertragung genutzt. Daher der Wechsel zwischen H und H+, der ständig auch innerhalb derselben Zelle erfolgt.


    Das hier ist übrigens der theoretische Versorgungsbereich, den man vom Funkturm auf dem Sand mit LTE2600 aus 51m Höhe mit drei Sektoren abdecken könnte. Cloudrf.com verwendet allerdings ein recht gering aufgelöstes topographisches Modell der Erde weshalb u.a. die Abschattung durch Fauna und Bebauung unberücksichtigt bleibt. Dadurch ist die Prognose stets zu optimistisch:

    Das Telefon Symbol zeigt meinen gestrigen Messstandort.

    Zitat

    Original geschrieben von DC01
    Hallo Nachbar :D ...also hier gibts noch andere Tübinger, interessant.

    Grüß Gott auch! :top:


    Zitat

    Also der Sender in der Kelternstr. hat bisher als einziger von der Telekom LTE umgerüstet bekommen, war zufällig bei der Montage dabei.. ( Antennen schon dran aber noch nicht aktiv)

    Neben der Telekom und O2 hat sich dort auch eplus LTE genehmigen lassen; Vodafone fehlt dagegen. Aktuelle STOB liegt vor. Bin allerdings nicht so im Bilde, von welchen Standorten eplus schon LTE einsetzt - sehe nur gelegentlich bei Freunden, daß sie im eplus LTE-Netz funken wenn wir in der Stadt unterwegs sind.


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    Der Sendemastauf dem Sand ist natürlich extrem exponiert, da geht einiges an Abdeckung , selbst mit LTE2600 denke ich mal. Wie es indoor aussieht , keine Ahnung.

    2600MHz wird vermutlich an jeder Fensterscheibe kleben bleiben und daher indoor nur schwach durchkommen, v.a. scheint die Sendeleistung des Funkturms auf dem Sand gering eingestellt worden zu sein, denn ich habe vorhin bei 1,2km Entfernung und freier Fresnelzone gerade mal -90dBm gemessen.


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    Dein Speedtest sieht ja eher so aus, als würde der von der Anbindung her noch mit E1-Leitung laufen.
    Ich denke mal der RIchtfunk wird noch aufgebohrt bzw montiert , anders kann ich mir das Ergebnic nicht erklären

    Ja, was für ein Scheiß! O2 wird vom Sand vermutlich eine RF-Verbindung runter in die Wilhelmstraße zur Telekom-Vermittlungsstelle (WGS84: 48.528867,9.064791) haben - von dort aus sollten sie ja hoffentlich genug Kapazität haben. Und Glasfaser der Stadtwerke liegt in Tübingen auch genug rum. Daß o2 diese benutzt wissen wir ja seit dem [URL=http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/tuebingen_artikel,-Schaden-an-Glasfaserkabel-legt-Teile-des-Tuebinger-Mobilfunknetzes-lahm-_arid,233395.html]Bagger-Mißgeschick im Oktober 2013[/URL].


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    Übrigens nochmal zur Tübinger Innenstadt....vor allem der Standort Kelternstr. ist von ALLEN Anbietern extrem runtergeregelt, da für die Innenstadt mal sehr strenge Emissions-Grenzwerte ( grüne Stadt halt ;) )festgelegt wurden. Daher auch die geringen Sicherheitsabstände dort...

    Das dachte ich mir schon, denn schon rund 400m vom Kelternturm entfernt hat man indoor mit o2 kaum bis gar kein Netz (z.B. in der Sofienstraße).


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    Hier haben sehr viele Leute O2 oder Eplus daher ist es so wichtig , dass O2 mal in die Hufe kommt und LTE ausbaut.

    eplus hat ja schon an einigen Standorten LTE angeknipst, sodaß sich die Situation in der Stadt schon gebessert hat.


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    Da laufen viele HSPA-Sender am Limit... :flop:

    Bandbreite liefert o2 meiner Beobachtung nach seit der HSPA+ Aktivierung ausreichend (schau mal die ganzen Speedtests in Tübingen auf netmeterproject.com (blaue Punkte auf der Karte) - alle, die aktuell aus diesem Jahr stammen, sind von mir), allerdings beobachte ich in Tübingen ein Überlastungs-Phänomen, das ich noch aus den übelsten Zeiten von eplus kenne und zwar, daß im UMTS-Netz trotz bester Signalqualität viele ankommende Anrufe nicht durchgestellt werden. Anrufer erhalten dann eine Abwesenheitsansage und ich eine SMS-Benachrichtigung.

    Anja
    Der Standort auf dem Kelternturm mit den 3,84m horziontalem und 0,72m vertikalem Sicherheitsabstand wird alleine schon wegen der Topographie LTE2600 verwenden, da er ringsum von Hügeln umgeben ist und man mit LTE800 kaum mehr rausholen kann. Da O2 vermutlich auf einigen der exponierteren Standorten in und um Tübingen (z.B. Österbergturm) LTE800 einsetzen wird, werden sie auf dem im Tal gelegenen Kelternturm sicherlich LTE2600 verwenden um Interferenzen und die einhergehenden Performanceeinbußen zu vermeiden.
    Habe das mal in cloudrf.com auf die Schnelle simuliert:



    Grundsätzlich kann man aber aus den Sicherheitsabständen nicht hinreichend auf das eingesetzte Frequenzband schließen, denn es ist durchaus denkbar, daß man stellenweise aufgrund der baulichen Situation eben nicht die volle Sendeleistung nutzen kann und sich dann beispielsweise LTE800 mit 10W statt 100W Sendeleistung genehmigen läßt, was von den Sicherheitsabständen her auch eine LTE2600 eNodeB sein könnte.

    Zitat

    Original geschrieben von ambus
    Huh?! Warum denn LTE2600 als kleiner Punkt in der Stadt, wo sonst noch praktisch kein LTE da ist, und nicht LTE800 zur FLächenabdeckung? Wohl ein Vorbote auf die Verdichtung des E-Plus-Netzes, das in Tübingen läuft. Oder ein Geschenk an die Informatik der Uni, die ja genau auf dem Sand ihre Gebäude hat.

    Das wird wohl der Funkturm am Drosselweg (STOB-Nr.: 751819, Datum der letzten Erteilung: 28.10.2014, WGS84: 48.534944, 9.073444) sein. Der sollte aber aufgrund seiner exponierten Lage auf einem Höhenzug und seiner stattlichen Höhe von rund 50m weit über den winzigen Stadtteil "Sand" hinaus zu empfangen sein.


    Bin auch mal gespannt, wann O2 LTE auf dem Kelternturm (STOB-Nr: 752096, Hintere Grabenstraße 30, WGS84: 48.522813,9.052545 ) anknipst. Dort sind seit 29.04.2014 drei LTE-Sektoren mit 3,84m horziontalem und 0,72m vertikalem Sicherheitsabstand genehmigt.


    Interessanterweise hat sich o2 auf den beiden wichtigsten Standorten für den Südosten Tübingens bis heute kein LTE genehmigen lassen; das wären:
    STOB-Nr: 751547 in 72072 Tübingen, Eisenhutstraße 6 (Verwaltungsgebäude der Stadtwerke), WGS84: 48.510847,9.071190
    STOB-Nr: 752289 in 72072 Tübingen, August-Bebel-Straße 18 (Gewerbegebiet Schaffhauserstr.), WGS84: 48.519708,9.083349


    P.S.:
    Habe gerade noch einen nächtlichen Schneespaziergang über die Österbergwiese unternommen, von wo aus ich eine freie Fresnelzone zum 1,2km Luftlinie entfernten Funkturm auf dem Sand hatte und tatsächlich ist da eine eNodeB im Band 7 (LTE2600) mit 20 MHz Bandbreite on air. Sie trägt die LAC 50949, eNB ID 90296 und ich wurde vom Sektor mit der Cell ID 14 versorgt:



    Der Speedtest war trotz mehrerer Wiederholungen allerdings mehr als ernüchternd und das wohlgemerkt um Mitternacht.

    Ich habe über befreundete Anwohner der jeweiligen StO'e letzte Woche eine und drei StOBesch'en angefragt, die anstandslos zugesandt wurden. Mir selbst hatte Frau K. nach der vierten Anfrage binnen weniger Monate, die alle beantwortet wurden, vor 2-3 Jahren erklärt, daß man nur Anspruch auf Zusendung der StOBesch'en in unmittelbarer Nähe zur eigenen Wohnung hätte und ich künftig nur diese bekäme.

    Re: Umstellung von T-ISDN und DSL Anschluss auf IP Anschluss inkl. Telefonanlage


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    Original geschrieben von chris80
    Ist so ne Umstellung mit Beibehaltung der EUmex 628 "problemlos" möglich?

    Grundsätzlich ist das problemlos möglich. Du wirst aber vermutlich in der Eumex eine Kleinigkeit an der Konfiguration ändern müssen, denn damit die bei einem All-IP-Anschluß per VoIP bereitgestellten Rufnummern auch den entsprechenden MSNs (Rufnummern) zugeordnet werden können muß die "Internetrufnummer" (so nennt die FritzBox die einem VoIP-Account zugeordnete Rufnummer) der ganzen VoIP-Accounts identisch sein mit den in der Eumex konfigurierten MSNs. Allerdings hat man in ISDN-Zeiten die MSN stets ohne Ortsvorwahl (also z.B. 1234567) konfiguriert; bei Telekom VoIP-Accounts ist hingegen die Verwendung der Rufnummer samt Vorwahl als "Internetrufnummer"erforderlich. Da "Internetrufnummer" und MSNs in der Eumex damit abweichen, wirst Du höchstwahrscheinlich in der Eumex alle MSNs um die Ortsvorwahl Deiner Eltern ergänzen müssen.
    Im übrigen wirst Du eine FritzBox mit S0-Bus, also beispielsweise 7390 oder 7490 besorgen müssen.


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    Und wie realistisch ist es, dass dann DSL 16000 möglich ist, obwohl bisher nur DSL 3000 drin war?

    Falls bei Euch Outdoor DSLAMs aufgebaut wurden und sich somit die Leitungslänge zum DSLAM verkürzen läßt, ist so eine Steigerung möglich. Ist das nicht der Fall, wirst Du durch Annex J allenfalls etwas mehr Uplink-Bandbreite erreichen - die Downlink-Performance bleibt von Annex J jedenfalls völlig unberührt. Wenn die Leitungslänge bzw. die einhergehende Dämpfung bislang nur 3 MBit/s zuließ, dann wird auch Annex J nichts daran ändern, denn Annex J unterscheidet sich vom bislang verwendeten Annex B lediglich in der Frequenzbandbreite für die Uplink-Träger:

    Quelle und Legende: https://commons.wikimedia.org/…e:ADSL_annex_overview.svg