Beiträge von Senfdazugeber

    mario.meininger
    Danke für das Feedback aus Bulgarien. Da ich mich bald beruflich viel in Bulgarien aufhalten werde und mir die kostenlose Erreichbarkeit auf meiner Handynummer (egal ob per GSM oder SIP) wichtig ist, plane ich bereits meinen Wechsel zu simquadrat.
    Roaming bei Vivacom wäre praktisch, da sie als einziger MNO flächendeckend UMTS900 einsetzen, aber für Daten werde ich sowieso eine bulgarische SIM besorgen.

    Re: LTE als Überbrückung von UMTS


    Zitat

    Original geschrieben von julian.heuri
    Anders gefragt: Ist es denkbar, dass man Orte findet, die mit GSM und LTE versorgt sind, nicht aber mit 3G?

    Ja, das ist denkbar und zwar vor allem deshalb weil GSM, UMTS und LTE überwiegend auf unterschiedlichen Frequenzen laufen, die unterschiedliche Reichweiten und Ausbreitungscharakteristiken besitzen. Grundsätzlich gilt die physikalische Gegebenheit, daß höhere Frequenzen eine geringere Reichweite besitzen.
    UMTS wurde ursprünglich nur auf 2100MHz eingesetzt, was zu einer ziemlich geringen Reichweite führte und den Netzausbau in dünn besiedelten Regionen unwirtschaftlich machte, da es nun einmal nicht lohnt hunderttausende in einen neuen Funkmasten zu installieren, wenn sich im Versorungsbereich zu wenig Nutzer bewegen. U.a. deshalb hat man später auch UMTS auf 900MHz spezifiziert, was inzwischen auch von swisscom und sunrise eingesetzt wird und eine deutlich höhere Reichweite ermöglicht. Da man mit UMTS900 etwa 3-4 mal mehr Fläche abdecken kann, erlaubt diese Frequenz auch den UMTS-Ausbau in sehr ländlichen Regionen.
    In Deutschland wird UMTS900 allerdings wegen der Fragmentierung des 900MHz-Bandes sowie des Bedarfs für GSM900 nicht eingesetzt (ein Feldversuch von eplus einmal außer Acht gelassen).
    Für LTE gilt dasselbe: Je niedriger die Frequenz, desto höher die Reichweite.


    In Deutschland gibt es inzwischen sehr große Bereiche, wo man dank LTE auf 800MHz LTE-Versorgung hat, wo UMTS (auf 2100MHz) schon lange nicht mehr verfügbar ist.
    In der Schweiz dürfte allerdings durch die Einführung von UMTS900 der Flächengewinn bei der Netzabdeckung gegenüber LTE800 nicht so dramatisch ausfallen wie hierzulande, wo UMTS (2100MHz) und LTE (800MHz) frequenzmäßig viel weiter auseinanderliegen.


    Übrigens besitzen alle drei schweizer Mobilfunkanbieter je 2*10MHz LTE800-Frequenzen und verfügen damit über dieselben Frequenzresourcen wie Telekom, Vodafone und O2 in Deutschland.

    Zitat

    Original geschrieben von collegeblock
    Gibt es irgendwelche Nachteile?

    Wären mir nicht bekannt.


    Zitat

    Ich habe nur gesehen, dass es keine Datenpakete für toggle gibt, aber das wäre wirklich sekundär....

    Doch, für UK gibt es Datenpakete: http://www.togglemobile.co.uk/toggle-bundles/en


    Und aktuell gibt es für jede Aufladung 3GB Datenvolumen gratis (das dann nur in UK gilt): http://www.togglemobile.co.uk/unlimited-uk/en


    Zitat

    Welcher Provider ist denn toggle? Also welches Netz in UK, bzw. Schottland?

    O2

    Daß postpaid Kunden in anderen Netzen roamen als prepaid liegt meistens daran, daß nicht alle Roamingpartner CAMEL (zumindest nicht mit der gewünschten Phase unterstützen) und daher kein real time billing (zumindest nicht für alle Dienste) möglich ist. In solchen Netzen läßt man nur postpaid Kunden roamen, da man sonst das Risiko trägt die Forderung mangels Guthaben des prepaid Kunden nicht einbringen zu können.


    Aber selbst wenn CAMEL unterstützt wird, gelten oft unterschiedliche Präferenzen für bestimmte Kundengruppen oder MVNOs. Gründe hierfür können z.B. sein, daß man Vertragskunden eher in besseren Netzen, prepaid Kunden dagegen in den günstigeren roamen läßt. Angesichts simquadrats aggressiver Roamingtarife ist anzunehmen, daß sie ihre Kunden eher in den günstigsten Netzen roamen lassen. Häufig sind auch Roamingabkommen, bei denen Netzbetreiber Gesprächsminuten tauschen statt sie monetär zu entgelten. Wird ein solches Minutenkontingent aufgebraucht und sind die Einkaufskonditionen für überschießende Airtime ungünstig, kann man seine Kunden mittels Roaming Steering einfach in ein anderes Netz lenken. Ein weiteres denkbares Szenario, in dem ein spontanes Umlenken der Roamingkunden ist, daß ein Netzbetreiber aufgrund geringer Auslastung kurzfristig besonders günstige Einkaufskonditionen anbietet und man dann möglichst viele Kunden zu diesem umlenkt.


    Das interessante am Roaming Steering ist jedenfalls, daß man erstens jeden Teilnehmer bzw. Teilnehmergruppen anders behandeln kann und zweitens man hochflexibel und kurzfristig Teilnehmer in andere Netze lenken kann.

    Dein Gesprächspartner in Schottland soll sich eine Toggle SIM-Karte besorgen, für diese eine deutsche Rufnummer aktivieren und Du kannst ihn dann mit jeder Allnet-Flat unbegrenzt und ohne Zusatzkosten auf der deutschen Rufnummer anrufen.
    Eine Flatrate-Tarif, der Anrufe auf ausländische Mobilfunknetze beinhaltet, ist mir jedenfalls nicht bekannt.

    Zitat

    Original geschrieben von vodafrank
    E-Plus SIM Karten wechseln den Roaming Partner auch bei vollem Empfang aller vier existierenden Netze selbstständig auf Wind. Demnach muss auf der SIM Karte eine Netz-Favoritenliste hinterlegt sein, die zumindest bei meinen SIM Karten weder einseh- noch änderbar ist.

    Nein, über die PLMNsel Liste auf der SIM-Karte kann man das Handy nicht zum Netzwechsel bewegen. Diese Liste beeinflußt nur die Netzwahl beim erstmaligen Einbuchen.
    Wenn ein Handy trotz Empfang das Netz wechselt, dann geht das nur per Roaming Steering. Daß simquadrat SIM-Karten nur das Heimatnetz (262-03) in der PLMNsel Liste führen, liegt mit Sicherheit daran, daß man heutzutage nur noch das viel flexiblere Roaming Steering einsetzt.