Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von Applied
    Jemanden einer Straftat (hier Betrug) zu bezichtigen ist allerdings keine geschützte Meinungsäußerung.

    Es hilft, einfach mal zu lesen, was er schrieb:


    "Ich finde das nicht nur eine starke Unverfrorenheit, sondern lege es persönlich schon als vorsätzlichen Betrug aus!"


    Wo genau hat er hier die Firma einer Straftat bezichtigt? Er schrieb lediglich, dass er persönlich diesen Vorfall als Betrug auslegt.


    Da er aber kein Richter ist, kann er keinerlei Straftaten feststellen. Demzufolge bleibt es bei einer rein subjektiven Bewertung eines Verhaltens ihm gegenüber.


    Er hat niemanden bezichtigt, sondern ein Verhalten bewertet. Nicht mehr und nicht weniger. Da ein Verhalten jedoch nicht vor Gericht gehen und ihn wegen Verleumdung anzeigen kann, ist ihm hier nichts vorzuwerfen.


    Anders sähe es aus, wenn er geschrieben hätte, dass es sich bei der Firma um Betrüger handeln würde.


    Es ist nunmal etwas anderes, ob ich dich als Lügner bezeichne oder ich das, was du gesagt hast, persönlich als Lüge auslege.


    Aber diesen subtilen Unterschied scheinen einige hier nicht zu verstehen.

    Ich hab mir den Artikel der Basler Zeitung auch durchgelesen und musste ein wenig schmunzeln.


    Ja, normalerweise dauert es sehr, sehr lange, bis Untersuchungsergebnisse vorliegen. Das ist völlig richtig.
    Aber woran kann das nur liegen? Doch bestimmt nicht daran, dass in der Regel die Piloten von dem Unglück überrascht werden und statt wie im vorliegenden Fall agieren nur reagieren können und die Ermittler anhand dieser Reaktionen und den z.T. spärlichen weiteren Daten eine Ursache für das plötzlich eingetretene Ereignis finden müssen?


    In den meisten Flugzeugabstürzen ist es eben nun einmal nicht so, dass man schon bei der Auswertung des Voice-Recorders einen ziemlich offensichtlichen Tathergang rekonstruieren kann.


    Es ist keine Notlage eingetreten. Die Bordelektronik hat keinen Alarm ausgelöst, auf den der Pilot reagieren musste. Der Pilot hat das Cockpit verlassen, darauf hat der Copilot ohne Anlass den Kurs geändert und den Piloten an der Rückkehr ins Cockpit gehindert.


    Klar, die Ermittler der anderen Flugzeugunglücke wären froh, wenn es immer schnell eine in sich schlüssige Erklärung gäbe. Denn das ist ja der Punkt: Im Normalfall gibt es keine schlüssige Erklärung. Man muss viele Varianten "raten" und sie mit den Daten vergleichen.


    Und noch etwas zu dem Zeitungsartikel: Immer wird kritisiert, dass insbesondere die Angehörigen im Unklaren gelassen werden, was die Ursache war, wie es passiert ist. Dabei bemühen sich die Ermittler, so schnell wie möglich auch Zwischenergebnisse zu veröffentlichen.


    Das ist auch hier geschehen: Das Zwischenergebnis hat der Staatsanwalt präsentiert. Warum hätte er dies zurück halten und bis auf das Endergebnis waren sollen?


    Soll dass tatsächlich ein Indiz für eine große Verschwörung sein?


    Insgesamt finde ich es aber dennoch amüsant, wie bei praktisch jedem Unglück diese Verschwörungstheorien ins Kraut schießen. Klar, es kann alles mögliche dort passiert sein. Doch wie wahrscheinlich ist es?


    Ich möchte nicht nochmal mit dem Zebra anfangen müssen.

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    Original geschrieben von Timba69
    Im Übrigen: Wie lässt sich eigentlich in einen zerfetzten Wrack jetzt schon feststellen, ob die Tür nicht normal gelockt, sondern "Antiterrorverriegelt" ist/war? Gibt es ein akkustisches Signal dafür?

    Warum sonst sollte ein Pilot auf die Idee kommen, die Cockpit-Tür mit einer Axt einzuschlagen, während sein Kollege drinnen keinen Finger rührt?

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    Original geschrieben von a101
    P.S.: Gerade wird übrigens im ZDF gemeldet, dass die fränzösischen Behörden mittlerweile auch in Richtung technisches Versagen ermitteln ...

    Ahja... Und das siehst du als "Beweis" für deine amüsante Theorie?


    Da muss ich dich aber leider enttäuschen. Die Behörden ermitteln mitnichten "mittlerweile" in diese Richtung, sondern tun dies schon seit Anfang an und haben es bislang nur noch nicht eingestellt.


    Spannend, wie du gerade selbst zeigst, wie schön man Tatsachen verdrehen und zum eigenen Vorteil verwenden kann. ;)

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    Original geschrieben von Daniel_23
    So ein Quatsch. Es gibt Piloten die fast Aschenbecher vor den Augen haben.

    Ab einem bestimmten Grad der Sehschwäche verliert der Pilot seine Lizenz.


    Es gibt im übrigen sogar eine eigene "Loss of Licence"-Versicherung für Piloten und Fluglotsen, da die Gefahr in der Tat recht groß ist, dass man aus medizinischen Gründen seine Lizenz verliert.

    Zitat

    Original geschrieben von SunnyStar
    Eben nicht, er schrieb "Also: Finger weg von ........."

    Kann ich nirgendwo finden. Und selbst wenn er das geschrieben hatte, auch das ist nur eine Meinungsäußerung. Aus dem Kontext ist klar ersichtlich, dass es eine persönliche Erfahrung ist.


    Meine Güte...


    Scheint schwerer zu sein, als ich befürchtet habe.

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    Original geschrieben von SunnyStar
    Zunächst einmal halte ich die Füße still, wenn ich es für angebracht halte und nicht wenn Du das sagst.

    Ach, Gottchen... :rolleyes:


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    Zum anderen macht es sehr wohl einen Unterschied, ob man nur seine schlechten Erfahrungen postet oder
    schlichtweg jeden dazu auffordert, eine Firma zu meiden. (siehe sein Posting)

    Stimmt, es ist in der Tat ein Unterschied, aber hier irrelevant, da beides vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt ist.


    Selbstverständlich darf jeder öffentlich Empfehlungen aussprechen, so lange er keine falschen Tatsachen behauptet.


    Er schreibt klipp und klar: "Ich muss vor Fa. Rebuy warnen" ... "Ich kann Rebuy keineswegs empfehlen". Dies untermauert er mit einer detailliert geschilderten persönlichen Erfahrung.


    All das darf er.


    Wo kämen wir denn hin, wenn man nicht mehr öffentlich seine Erfahrung und daraus gezogenen Schlüsse kundtun dürfe... ?


    Etwas anderes wäre, wenn er sinngemäß schreiben würde: "Fa. XY ist ein übler Verbrecherverein, der seine Kunden betügt." Aber genau das hat er nicht getan, sondern nur seine persönliche Erfahrung aus seiner subjektiven und nicht verallgemeinerten Sicht geschildert.


    Ich weiß, dass es leider zu viele Menschen gibt, die diesen Unterschied nicht verstehen. Aber nur deshalb schränkt man in diesem Land die Meinungsfreiheit nicht ein.

    Re: Re: Warnung vor der Fa. Rebuy!


    Zitat

    Original geschrieben von SunnyStar
    Ich will überhaupt nicht näher auf Dein Posting eingehen, aber mit solchen Äußerungen in einem öffentlichem Internetforum wäre ich an Deiner Stelle äußerst vorsichtig!


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    Original geschrieben von Applied
    Betrug ist immer vorsätzlich. Diese öffentliche Anschuldigung ist allerdings schon ganz, ganz starker Tobak. Und rechtlich höchst problematisch. Beweisen kannst du es nicht, und es gibt auch meines Erachtens nichts, was darauf hindeutet.


    Er hat eine persönliche Meinung und subjektive Einschätzung des Vorfalls geliefert. Das darf er. Wenn mir jemand auch nach Nachfrage versichert, dass das Gerät in einem schlechteren Zustand als beschrieben ist, dies aber nicht der Fall ist, und sich genau dies zum finanziellen Nachteil auswirkt, dann werte ich dies aufgrund der Vorfälle als Betrug.


    Er hat weder den Anbieter nicht beleidigt, verleumdet oder über ihn falsche Tatsachen verbreitet.


    Insofern: Haltet mal schön die Füße still.

    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Ich muss z.B. die Bilddatei, an der ich täglich arbeite, mit dem Stand jedes einzelnen Tages innerhalb des letzten Jahres wiederherstellen können. Die Bild- Datei selber dokumentiert leider nicht von sich aus jede Änderung.

    Das nennt sich Versionsverwaltung.


    Wir sprechen hier die ganze Zeit jedoch von Backups, die zur Sicherung vor unerwartetem Datenverlust angefertigt werden. Und da speichert man nur wenige Generationen, da das Ziel nicht ist, einen Zustand von vor einem Jahr herzustellen (und die Änderungen zu dokumentieren), sondern den Zustand vor dem Datenverlust.