Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von Jannis71
    Das wäre kein Problem gewesen, der Bäcker hat einen ausreichend dimensionierten Parkplatz (direkt vor dem "Imbisswagen"), da hätte er drehen und auch parken können ohne jemanden zu behindern. Er war nur zu faul das zu tun und hat lieber andere blockiert.

    Du hast anscheinend noch nie in deinem Leben einen LKW gefahren.


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    Radfahrer gehören IMMER auf die Straße, steht seit Jahren im Gesetz, wird nur leider von vielen Gemeinden nicht korrekt umgesetzt. Nur an besonderes Gefahrenstellen darf man eine Benutzungspflicht für das Radweg verhängen. Bei uns ist blöderweise der gesamte Landkreis eine besondere Gefahrenstelle wenn es nach den jeweiligen Behördenmitarbeitern geht.

    Kannst du gerade mal den passenden Gesetzestext verlinken, in dem das drin steht? Danke.



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    Wie kommst du drauf, dass es immer die Verkehrsteilnehmer auf der Straße sind die Sachen ausbaden? Mein Weg zur Arbeit ist nur 2km lang. Dort wird mir aber täglich mehrfach die Vorfahrt genommen und irgendwer steht immer auf dem Radweg. Fahre ich die gleiche Strecke mit dem Auto nimmt mir nie jemand die Vorfahrt oder gefährdet mich. Und da hätte ich wenigstens eine Blechkiste als Schutz um mich herrum.

    Heute morgen: Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit auf dem Gehweg mäht mich beim Verlassen des Hauses fast um. Super Logik: Ist eine Einbahnstraße, also fährt man in verkehrter Richtung dann einfach auf dem Gehweg...
    Im Kreisel muss ich stehen bleiben, weil jemand abbiegen möchte, aber nicht kann, da sich ein Rückstau gebildet hat. Auf der Haupstraße 3 Minuten Stillstand, weil der Linienbus hält und man nicht vorbei kann. Dann der Wagen von der Müllabfuhr, 500 Meter weiter der Auswärtige, der einen Parkplatz am Rand sucht und mit 30 km/h und eckigen Lenkradbewegungen herumkurft. Auf der Landstraße dann der nächste, der nur mit 60 fährt, weil er sich nicht auskennt. Später auf der Autobahn Rückstau, weil alle die auffahren, sofort auf die Linke Spur ziehen und alle von hinten kommenden zum scharfen Bremsen zwingen. Stau vor dem Tunnel, Stau dort.


    Ich weiß ja nicht, in welcher Welt du zu leben glaubst, aber meiner hat man permanent andere Verkehrsteilnehmer, die einem subjektiv "im Weg" sind. Aber sie haben genauso das Recht, die Straßen zu benutzen, wie alle anderen auch.


    Daher nochmal: Wo bitte haben Radfahrer das Anrecht auf freie Fahrt? Wo bitte?


    Was ist daran denn so schlimm, einfach mal miteinander zu agieren?



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    Autofahrer sollen also nicht durch langsam fahrende Rennradfahrer behindert werden, die Rennradfahrer dürfen aber durch Fußgänger ausgebremst werden?

    Ich spreche von Radwegen und den dortigen anderen Radfahrern, nicht von Fußgängern.


    Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen einem "langsamen" Radfahrer mit 15 bis 20 km/h gegenüber einem Rennradfahrer mit 25 bis 30 km/h ist viel geringer als zwischen dem Rennradfahrer und den PKW mit 100 km/h.


    Ich weiß auch nicht, wo das Problem liegt. Wenn ich vor mir einen langsameren Radfahrer habe, den ich gerne überholen möchte, dann klingle ich mal kurz – und schicke im Vorbeifahren noch ein "Danke." hinterher.
    Aber klar, Rennradfahrer haben ja keine Klingel... :rolleyes:

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    Anscheinend hast du schon lange keinen Radweg mehr von nahem gesehen, Niemand regt sich über ein Kieselsteinchen auf. 98% der Radwege, zumindest in dem Landkreis in dem ich wohne, sind reine Schlaglochpistel. Du bist die ganze Zeit damit beschäftigt um die Dinger rumzufahren. Das geht auf dem Rennrad nicht außer du fährst nur 20km/h. Es ist auch einem Rennradfahrer zuzumuten mal langsamer zu fahren, aber doch nicht durchgehend über Strecken von 50km und mehr, zumal er laut Gesetz überhaupt nicht auf den Radweg gehört.

    Ein Rennrad ist ein Sportgerät. Wenn es nicht geeignet ist, die vorhandenen Wege zu benutzen, dann sind nicht die Wege das Problem, sondern der Anspruch des Rennradfahrers, mit seinem Sportgerät im öffentlichen Straßenverkehr herumfahren zu wollen.


    Mit dieser hohlen Argumentation könnte ich ja auch mit meinem Pagani Zonda durch die Fußgängerzone mähen, weil die Straßen ja viel zu uneben sind und der Verkehr viel zu dicht ist. Ist ja nicht zumutbar, über so lange Strecken so schleichen zu müssen. :rolleyes:


    Wenn der Rennradfahrer seinem Sport nachgehen möchte, dann soll er sich entweder ein geeignetes Fahrrad zulegen oder eben auf einer für sein Rad geeignete Strecke fahren. Wenn ich Golf spielen will, gehe ich ja schließlich auch auf den Golfplatz und nicht auf den Stachus.


    Und dass jemand, der nur einem Freizeitsport nachgeht, vorsätzlich andere Verkehrsteilnehmer behindert, charakterisiert ihn als egoistisches Arschloch*. Ganz einfach.



    *) Genauso wie alle anderen, die meinen, die Straße gehört ganz alleine ihnen.

    Ach, das ist doch Blödsinn, was du da schreibst. Darum geht es doch gar nicht.


    Hier will doch niemand sagen, dass der LKW-Fahrer im Recht sei und dass der Radfahrer hier zu kuschen hätte.


    Nur hat der Radfahrer eben genauso wenig ein Anrecht auf jederzeit freie Fahrt wie jeder andere Verkehrsteilnehmer. Wenn auf der Straße irgend ein Verkehrshindernis ist, dann ist das normal. Aber wehe, wehe auf dem Radweg wagt sich irgendwer oder irgendwas sich aufzuhalten.


    Das geht ja eben so weit, dass eine gewisse Gruppe Radfahrer so kackdreist ist und die Benutzung der Radwege deshalb verweigern, weil da so viele langsam fahrende Radfahrer (!!!!) und hier und da ein Kieselsteinchen sein könnte.


    Sorry, aber geht's noch?


    Und ja, um auf dein Beispiel zurück zu kommen: Genau das erlebe ich regelmäßig! Rennradfahrer, die trotz parallel laufendem Radweg auf der Landstraße im Berufsverkehr fahren und damit lange Staus und gefährliche Überholmanöver provozieren. Regelmäßig. Sobald es warm draußen ist, sind diese hirnfreien Freizeitsportler unterwegs.


    Wie ich oben schrieb: Alles doch mal ein bisschen entspannter und mit gegenseitigem Verständnis sehen.


    Natürlich hat der LKW-Fahrer rein rechtlich nichts auf dem Rad- und Gehweg zu suchen. Da gibt es überhaupt keine Diskussion. Aber genauso wenig hat der Kundenstopper (diese bekloppte Klapptafel) was dort zu suchen. Wenn sie das Ding beiseite geräumt hätten, dann wäre das doch alles überhaupt kein Problem.


    Ich bin selber viel mit dem Rad unterwegs. Wie sich da manche meiner "Kollegen" verhalten, ist mir völlig unverständlich. Das kann man nur noch suizidale Absichten unterstellen.
    Das krasseste hab ich mal vor ein paar Jahren im Spätsommer erlebt: Es hat schon fortgeschritten gedämmert, da kam mir im Schummerlicht recht zügig ein Radfahrer mittleren Alters entgegen, und ich konnte mir ein "Wie wär's denn mal mit Licht?" nicht verkneifen. Als Antwort erhielt ich "Fick dich du Arsch". Da fällt einem nicht mehr viel dazu ein.


    Unter Autofahrern trifft man ja schon jeden Tag unfassbar viele renitente Idioten. Aber bei den Radfahrern ist es kein deut besser.

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    Original geschrieben von jof
    Lustige Diskussion, dabei ist es eigentlich doch ganz einfach: wenn das ein Radweg ist, hat der LKW da nix zu suchen. Warum soll das 'Problem' des Entladens (wenn es denn eins ist) der Radfahrer ausbaden müssen?

    Wie die Rechtslage aussieht, ist doch klar. Aber sonst müssen es immer die Verkehrsteilnehmer auf der Straße ausbaden. In dem Fall oben biegt sich der Radfahrer keinen Zacken aus der Krone, an dem LKW einfach vorbei zu fahren. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.


    Unter zivilisierten Menschen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man Verständnis für seine Mitmenschen aufbringt, statt renitent immer nur auf seinem Recht zu bestehen.


    Mannomann... Wenn (u.a. im Straßenverkehr) die Leute alle ein bisschen entspannter wären, dann würde vieles viel leichter laufen.



    Das erinnert mich an einen schönen, internationalen Witz:


    Ein Italiener, ein Franzose und ein Deutscher stehen vor der Himmelspforte. Der Reihe nach fragt Petrus die Neuankömmlinge, warum sie denn hier seien.
    Italiener: "Ich hatte gerade Liebe gemacht mit meiner wunderschönen Freundin, da kam plötzlich ihr Mann nach Hause..."
    Franzose: "Ich habe im Wald Pilze für eine leckere Suppe gesammelt. Leider war ein falscher dabei..."
    Deutscher: "Ich hatte Vorfahrt!"

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    Original geschrieben von blackdragon4
    Das Problem ist doch, dass dieser Radweg als benutzungspflichtig ausgewiesen ist. Fährt man dann auf die Straße, beschweren sich die Autofahrer und überholen mit gefährlich kleinem Seitenabstand.

    Was ist das für ein Argument? Die Straße ist schließlich für Kraftfahrzeuge auch benutzungspflichtig.


    Ich würde gerne wissen, was Fußgänger und Radfahrer erzählen, wenn ich mit dem Auto, wenn auf der Straße ein Hindernis ist, auf dem Bürgersteig weiter fahre.


    Außerdem kannst du mir nicht erzählen, dass sich da Autofahrer beschweren, wenn man die paar Meter das Hindernis umfährt -- zumal dort ja auch noch genug Platz zwischen dem Kiosk und dem LKW ist.


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    Einfach die Benutzungspflicht aufheben und das Problem ist gelöst. Wenn es einen guten Radweg gibt, wechselt sicherlich jeder Radfahrer gerne auf diesen, allein schon weil es weniger gefährlich ist als im Straßenverkehr.

    Da glaubst du doch selbst nicht dran. Schon heute fahren vor allem die Freizeitsportler lieber auf der Straße als auf dem gut ausgebauten Radweg. Und genau die sind das auch, die die Aufhebung der Benutzungspflicht fordern, um das zu legalisieren.


    Ich hab bei mir in der Gegend einige Strecken, an denen es einen guten, asphaltierten Radweg parallel zur Straße gibt. Aber sobald es über 15°C draußen ist, hast du -- am liebsten dann abends im Berufsverkehr -- die Hobby-Rennfahrer in ihren bunten Trikots auf der Landstraße. Und dahinter eine Kolonne von 30 PKW, die an dem Kerl nicht vorbei kommen.


    Genau deshalb gibt es die Benutzungspflicht für Radwege.

    Nö. Hier geht es ja um einen Lieferwagen, der auf dem Radweg steht. Ein Radfahrer kann hinreichend flexibel reagieren.


    Bei – durch was auch immer – versperrte Gehwegen habe ich kein Verständnis, aus eben genau den von dir genannten Gründen: Kinderwagen und Rollstühle.

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    Original geschrieben von Jannis71
    Er hätte sich in Fahtrichtung auf die Straße stellen sollen. Wozu unbedingt gegen die Fahrtrichtung?

    Was hätte dies an der obigen Situation geändert?


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    Ich will dich mal dein Auto schieben sehen weil du irgendwo nicht durchkommst weil jemand ständig deinen Weg versperrt.

    Man muss zugegebenermaßen das Auto nicht schieben, aber das ist doch der Alltag. Im Straßenverkehr hat man ständig irgendwelche Hindernisse, die man dann, soweit es der Gegenverkehr zulässt, umfahren oder ansonsten schlicht dahinter warten muss. Ich hab das auf unserer Hauptstraße im Ort jeden Morgen, wenn der dortige Supermarkt beliefert wird. Da parken dann auch gerne mal zwei LKW hintereinander.


    Wieso sollte es da für Radfahrer ein Sonderrecht auf freie Fahrt geben? Sei doch froh, dass du dein Velo zur Not sogar auf die Schulter nehmen kannst. Versuch das mal mit einem Auto.

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    Original geschrieben von Jannis71
    Hier mal einer unserer tollen benutzungspflichtigen Radwege:

    Würde ich mich jedesmal so aufregen, wenn ein Lieferwagen, Taxi, Bus, PKW, usw. auf einer benutzungspflichtigen Straße steht, dann hätte ich kaum etwas anderes zu tun.


    Irgendwo muss er sich ja mal für die paar Minuten hinstellen.


    Mit ein bisschen gegenseitigem Verständnis läuft es viel besser im Verkehr.