Zitat
Original geschrieben von uwm
Aber wer es nutzen wollte wußte das auch, weil man sich eh mit Modem Init Strings und Einwahldaten beschäftigen mußte 
Genau das ist der springende Punkt: Du musstest dich damit beschäftigen.
Beim iPhone war es genau umgekehrt: Da wurde dir das mobile Internet durchs Hintertürchen mitgeliefert. Der Tarif enthielt vollautomatisch ein entsprechendes Datenpaket, man musste sich um nichts weiter kümmern.
Denn wer einen normalen Handy-Vertrag geschlossen hat, stand da ja vor der Frage: Datenpaket? Was? 10 Euro? 20 Euro? 40 Euro? Brauch ich nicht! Will ich nicht! Und damit war die Sache gestorben.
Das Eierphone gab es damals ausschließlich mit Datentarif, weil es bei jedem Furz "nach Cupertino telefoniert". Also musste es mit Datentarif angeboten werden.
Es ist eigentlich total irre. Es gab seit Jahren entsprechende Geräte (dein Beispiel ist gut, ich hab das mit 'nem iPAQ* gemacht), aber die wenigsten wussten, wozu Internet gut sein soll.
Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich mal auf meinem Nokia 7110 per WAP über die Telefonauskunft eine Nummer angefragt hab, die man zu allem Überfluss auch noch direkt aus der Seite heraus anwählen konnte. G-E-I-L! Und das war im Jahr 2000!
Es war alles da. Nur musste mal jemand kommen und den Leuten den Kram direkt in die Hand drücken, ohne dass sie sich um einen Zusatztarif kümmern mussten, der zusätzlich Geld kostete. Der iPhone-Tarif war unterm Strich zwar nicht viel günstiger, jedoch war die Datennutzung im Paket bereits drin.
*) Der iPAQ war übrigens von Compaq, nicht von Apple. Er lief mit Pocket Windows und wurde von HTC gefertigt.