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Original geschrieben von Brainstorm
Gleise sind wie Straßen, je nach Feuchtigkeit, Schmutz etc. sind die Rutschiger oder nicht. Ein Mensch kann sich drauf einstellen, und das Fahr-Bremsverhalten den Gegebenheiten anpassen.
Das ist stimmt schon lange nicht mehr. Moderne Sportwagen sind vollgestopft mit Technik, die selbst einem Laien ermöglichen "das Biest" auf der Straße zu bewegen, als wäre es ein Opel Corsa. Traktionskontrolle, Bremsassistent, usw. All das ist Technik, die schon seit Jahren auf der Straße unterwegs ist.
Ein Auto, das sich in zwei Freiheitsgraden auf der Straße bewegt, ist um ein Vielfaches komplizierter zu bewegen, als ein Schienenfahrzeug, bei dem es nur eine Richtung gibt.
BMW hat vor ein paar Jahren eindrucksvoll demonstriert, dass ein Sportwagen vollautomatisch durch einen Race-Track driftet. Ja, driftet! Kontrollierter Traktionsverlust.
Ein Zug muss nur anfahren und bremsen. Hier die Traktion mit zu berücksichtigen, dürfte den Technikern nicht einmal ein müdes Lächeln entlocken.
Die einzig nennenswerte Herausforderung für vollautomatische Züge ist der Aufbau einer Steuerungs-Infrastruktur.
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Das ist zB der Grund warum die Linie 1 der Nürnberger U-Bahn nicht automatisiert werden kann. Die läuft streckenweise oberirdisch.
Stadtgebiet ist allein aus Sicherheitsgründen eine ganz andere Angelegenheit.
Aber zu glauben, dass ein ICE-Lokführer bei > 200 km/h irgend eine Chance hätte, auf ein Hindernis zu reagieren, ist naiv. Jedes automatisierte System, das per Laser die Gleisstrecke abtastet, hat hier eine bessere Reaktion – schon allein deshalb, weil es auch im Dunkeln funktioniert.