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Original geschrieben von Timba69
Meinst du damit TomTom und Co? Überhaupt nicht vergleichbar. Falsche Metaebene, wie üblich.
Es gibt mehrere Anbieter auf dem Markt für Verkersflussdaten. Tomtom hat lange Zeit mit Vodafone kooperiert und die Daten von denen gekauft.
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Es ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, ob ich als Staat meine Infrastruktur nutze, um Daten zu erheben, die ich dann an die Privatwirtschaft verkaufe und wo auch der Bürger keine Möglichkeit hat, Einfluss zu nehmen; im Gegensatz zum Mobiltelefon, dass ich einfach ausschalten kann, oder tatsächlich anonymisiert nutze.
Verkehrszählungen sind keine neue Erfindung, sondern werden seit Jahrzehnten durchgeführt -- bisher allerdings extrem aufwändig durch Menschen, die am Straßenrand sitzen und Listen führen.
Auch finden sich seit vielen Jahren an Autobahnauf- und abfahrten Kontaktschleifen, an den Brücken Messzähler.
Als Steuerzahler und aktiver Nutzer der Verkehrswege kann ich nur begrüßen, wenn der Staat dafür sorgt, dass diese Verkehrswege möglichst effizient genutzt werden können. Wenn durch den Verkauf von statistischen Daten zudem noch Geld erlöst werden kann, ist das für den Steuerzahler ein weiterer Gewinn.
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Im Übrigen bleibt die Frage, was "Anonym" bedeutet; den ein Fahrzeug, dem eine beliebige spezifische ID oder ein Datum zugeordnet werden kann, ist nicht Unsichtbar oder gar Anonym (im eigentlichen Sinne). Ein Bewegungsmuster kann man(n) trotzdem erstellen, von Verknüpfungen mit anderen (Echt)Daten ganz zu schweigen.
Da in der Meldung nicht weiter ausgeführt wird, wie die Daten anonymisiert werden, ist jede Bewertung dazu sinnlos.
Üblicherweise wird bei einer Anonymisierung nicht einfach nur der Name durch eine Nummer ausgetauscht, sondern Daten zusammengefasst und gruppiert. Damit ist eine Identifikation eines Individuums nicht mehr möglich.
Für die Ermittlung von Verkehrsströmen ist es auch völlig irrelevant, wer von A nach B über C gefahren ist. Entscheidend ist einzig, dass X Fahrzeuge von A nach B über C gefahren sind.
Da wir in Deutschland durchaus fähige Datenschützer haben, gehe ich auch mal davon aus, dass hier der Maßstab auch entsprechend hoch angesetzt wird.
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Datensparsamkeit ist das Zauberwort. Ich weiß echt, was es daran zu (noch) zweifeln gibt; genügend Gegenbeispiele gab es in der Vergangenheit genug.
Die Daten liegen bereits vor und werden zur Abrechnung der Maut verwendet. Es geht nicht um die Erhebung zusätzlicher Daten.