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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Ob die katholische Kirche baut und wie teuer der Bau wird, ist doch eine Angelegenheit der Kirche. Allein der Kirche steht ein Ermessen zu, welche Kosten sie für die Errichtung/Sanierung von Gebäuden aus eigenen Mitteln aufwendet. Folglich ist es (zunächst) auch allein Aufgabe der Kirche, die Verwendung ihrer Mittel zu überprüfen.
Die "eigenen Mittel" bilden sich hauptsächlich aus der Kirchensteuer.
Würde es dir somit auch egal sein,wenn der Ministerpräsident deines Bundeslandes (vgl. mit einem "Kirchenfürst" = Bischof) das Geld aus deinen (!) Steuern verprassen würde???;)
P.S:Bauherr ist in Limburg auch nicht die Kirche,sondern Tebartz selbst (als "Alleinherscher" des Bistums)!
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Original geschrieben von frank_aus_wedau
In meinen Augen steht überhaupt noch nicht fest, ob der Bischof überhaupt gegen geltende kircheninterne Bestimmungen verstoßen hat - oder bestehende Vorschriften nur kreativ, aber in rechtlich zulässigem Rahmen, ausgelegt hat.
1)Die Haushaltspläne von 2012 und 2013 einfach nicht vorzulegen gehört wohl aber nicht dazu!
2)31 Millionen auf 17 Posten aufzuspalten,um pro Posten unter 5 Millionen zu kommen,damit man es nicht dem Vatikan vorlegen muss,genauso wenig.
3)Auch die bekundete Maulsperre (über die Kosten) für die Mitarbeiter ist bestimmt auch kein Bestandteil davon.
und..und..und
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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Es steht der Öffentlichkeit in meinen Augen gar nicht zu, hier irgendwen anzuprangern, bevor überhaupt feststeht, dass es etwas anzuprangern gibt. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz hat gesagt, dass ein kircheninterner Untersuchungsausschuss in Kürze seine Arbeit aufnehmen wird.
Wenn ein kirchlicher Amtsträger sich ein Domizil eines "wirklich Superreichen" bauen lässt,nämlich für 40 Millionen,dann darf die Öffentlichkeit das genau und hinreichend hinterfragen.(um nicht zu sagen,sich das Maul zereissen)
Wenn das nicht so wäre,hätte Tebartz nicht gelogen und wäre immer transparent vorgegangen.
Der "kircheninterne UA" ist nur dazu da,um die Kirche möglichst nach außen gut aussehen zu lassen.Dort gibt es "kein faires Verfahren" und es wird auch kein objektives Urteil herauskommen,sondern es wird versucht den Bischof möglichst unauffällig aus der Schusslinie zu nehmen und ihn (höchstwahrscheinlich) seine "Würde" in einem anderen Amt zu belassen!
Der kirchliche Untersuchungsausschuss hat auch schon mehrmals über den "Missbrauch" getagt - ohne jeglichen Erfolg!
Deshalb ist es auch ein Anliegen des neuen Papstes den "Vatikan und die Kirchengeschichte der letzten Jahre aufzuarbeiten".