Ach, immer wieder dieselben Argumente hier...
Wie immer ist an beiden Seiten was dran. Ich persönlich halte das starre Volumengrenzen-Konzept für zu unflexibel. Dass es aber Begrenzungen geben muss, ist auch klar, denn nur so können Pakete zu unterschiedlichen Preisen verkauft werden und müssen Gelegenheits- und Weniguser den immensen Infrastruktur-Verbrauch der Vielnutzer nicht subventionieren.
Doch genau an dem Punkt Infrastruktur-Verbrauch könnte man ja ansetzen, und in den Leerlaufzeiten der Infrastruktur diese allen Kunden zusätzlich kostenlos oder gegen eine kleine Optionsgebühr zur Verfügung stellen. Z.B. wird man bei http://www.onlinetvrecorder.com schon für 99 ct/Monat Premium-Kunde und kann beliebige TV-Sendungen downloaden, sofern man einmalig eine "GetItAll-Wishlist" angelegt hat, mit der alle TV-Sendungen aller TV-Sender aufgenommen werden. Die Sendungen werden dann für 2 bis 3 Wochen auf den eigenen Servern des Anbieters vorgehalten. Doch Traffic kostet Geld, gerade bei Video-Inhalten. Also kooperiert der Anbieter mit werbefinanzierten meist kostenlosen Mirrorservern und verlangt für den Download von den eigenen Servern extra-Gebühren pro Download. Also eine klassische nutzungsabhängige Gebühr.
Doch zwischen 0 und 8 Uhr würde kaum jemand etwas von den Servern gegen Gebühr downloaden. Die Infrastruktur würde leer stehen. Und genau deswegen können die Downloads von den Anbieter-eigenen Servern in diesem Zeitraum kostenlos erfolgen. Mithilfe von kostenlosen Download-Manager-Programmen erledigt das der PC nachts nach vorher vorgegebener Downloadliste in der gewünschten Reihenfolge voll automatisch und nur im erlaubten Zeitfenster.
Das ist für mich ein Beispiel einer intelligenten Infrastuktur-Kostenverteilung, die die vorhandenen Leerlauf-Zeitfenster nutzt, um auch große Volumina nicht zu sehr ins Geld gehen zu lassen, weil die Infrastruktur optimal genutzt wird.
Mein Wunsch ist einfach, dass auch die Mobilfunkanbieter ähnlich Tarife stricken würden, sodass die Kunden Downloads in solche Leerlaufzeiten verschieben könnten, in denen die Infrastruktur sonst brach liegt. So könnten viel mehr Daten übertragen werde, ohne dass die Anbieter für teures Geld die Kapazitäten der Netze weiter steigern müssten - Geld, dass sie sonst auf die Nutzer umlegen müssten.