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Original geschrieben von vedrai
Läuft das IP+ mit LTE oder nur mit UMTS?
Aktuell läuft das IP+ auch mit LTE, jedoch nur da, wo O2-LTE auch für ehemalige BASE/E-Plus-Kunden freigegeben ist. Z.B. ist da fast das gesamte Ruhrgebiet von der LTE-Nutzung ausgesperrt.
Historisch gesehen kam der Tarif zu einem Zeitpunkt auf als es E-Plus noch gar kein LTE-Netz hatte. In den Vertragsbedingungen steht daher nur etwas von GPRS und UMTS/HSPA-Nutzung, also 2G und 3G. Außerdem ist laut Kleingedrucktem nur 1 Mbit/s Speed vorgesehen mit der Option diesen gegen € 5 mtl. Aufpreis auf 7,2 Mbit/s zu beschleunigen.
Aktuell sind bis zu 21 Mbit/s und LTE-Nutzung erlaubt sogar ohne die kostenpflichtige Beschleunigungs-Option, was reine Kulanz von O2 ist.
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Original geschrieben von vedrai
Wieso war das IP+ überhaupt beim Urlaubspaket zubuchbar? War das ein Versehen von EPLUS?
Tja, das ist umstritten. Als ein TT'ler, der das Urlaubspaket vor 3 Jahren tatsächlich mal zur Nutzung im Urlaub im Ausland erworben hatte und danach per Zufall herausgefunden hatte, dass er auch diese attraktive IP+ Option zur Nutzung im Inland aktivieren konnten, gingen alle hier im Forum davon aus, dass es ein Bug war. Denn offiziell sollte diese Option nur als Paket, wie das Urlaubspaket selbst eines ist, verkauft werden und zwar ausschließlich in Erfurt, Dresden und Kassel, wobei die Nutzung durchaus in ganz Deutschland erlaubt war, und man zum Erwerb des offiziellen Pakets auch nicht in Erfurt, Dresden oder Kassel gemeldet sei musste. Es wurde einfach nur in diesen 3 Städten in den BASE-Shops verkauft. Und anderswo eben nicht.
Deswegen war es so interessant, dass man die 50GB-Option "Internet Paket Plus" auch zum Urlaubspaket zubuchen konnte, denn dieses konnte man - wenn auch später nur unter erschwerten Bedingungen, da kaum vorrätig - bundesweit in den BASE-Shops erwerben.
Als weiterer Vorteil stellte sich heraus, dass die zum Urlaubspaket zugebuchten IP+ Optionen von Vornherein bis 7,2 Mbit/s ungedrosselt waren. Das Zubuchen der € 5 Upgrade-Option war nie notwendig gewesen. Das Original-Paket war dagegen (anfangs) ohne die Upgrade Option tatsächlich auf 1 Mbit/s gedrosselt.
Diese beiden Fehler (7,2 Mbit/s statt 1 Mbit/s und bundesweite Verfügbarkeit über den Umweg UP statt lokal begrenzte Verfügbarkeit beim Originalpaket) waren der Grund, warum damals fast davon ausgingen, dass es ein Fehler der Prepaid-Plattform von BASE ist man ging anfangs sogar davon aus, dass der Fehler bald behoben wird und die Diskussion drehte sich überwiegend darum, ob dann zumindest diejenigen, welche die Option konstant zugebucht behielten und bezahlten, ggf. davon verschont bleiben würden.
Ich persönlich teile nach wie vor die Meinung, dass es von Anfang an ein nicht gewollter (aber möglicherweise später stillschweigend tolerierter) Fehler des Buchungssystems war. Ansonsten macht der parallele lokal begrenzte Vertrieb des teureren Original-Pakets gar keinen Sinn.
Mit dem Aufkommen der "Highspeed-für-Jedermann"-Initiative von E-Plus wurde auch im IP+ der Speed von 7,2 Mbit/s auf das Maximum des Netzes freigegeben. Später begann E-Plus mit dem Ausbau eines eigenen LTE-Netzes. Dieses wurde allen Kunden im E-Plus-Netz und damit auch den IP+'lern diskriminierungsfrei zur Nutzung freigegeben - mit dem maximal möglichen Netzspeed.
Nach der Übernahme von E-Plus durch O2/Telefonica lief der Tarif zwar zunächst ganz normal weiter, jedoch wurde der Speed nach einigen Monaten auf 25 Mbit/s begrenzt und dann sogar auf 21 Mbit/s. Außerdem hatte O2/Telefonica zwischenzeitlich zum 1. Juli 2016 das E-Plus-LTE-Netz komplett abgeschaltet, im Gegenzug aber den Zugang zum O2-LTE-Netz erlaubt, jedoch unter lokalen Einschränkungen, z.B. Ruhrgebiet.
Also, das mal als historischer Abriss zum Internet Paket Plus.
Und das ist auch der Grund warum ich so klar die Meinung vertrete, dass irgendwelche juristischen Vorgehensweisen nichts bringen. Telefonica wird keine Probleme haben zu dokumentieren, dass es nie gewollt war diese Option so anzubieten, da sie in dieser Kombination nie vermarktet wurde.
Ich persönlich finde mittlerweile den GigaCube Flex von Vodafone immer interessanter. Habe mir das Teil gestern im Vodafone-Shop angeschaut und der Verkäufer meinte zu mir es wäre kein Problem die SIM aus dem Router raus zu nehmen und im Smartphone oder Tablet direkt zu verwenden. Mit einem Handgriff war die SIM aus dem Boden des Routers entfernt. Dann hat man auch das stabilere Vodafone-Netz zur Verfügung.