Es ist klar, dass Telefonica diesen Schritt nur gehen könnte, wenn das Netz vorher entsprechend vorbereitet worden ist.
Dann aber würden sie massiven Schaden bei der Konkurrenz anrichten, wenn sie diesen Schritt gehen, denn eine Fullflat für € 200 wäre damit dann Geschichte. In Frankreich ist es genauso gelaufen. Natürlich haben SFR und Bouygues Telecom gleich reagiert, aber damit sind deren teure Premium-Tarife auch futsch.
Und die Deutschen sind ja bekanntlich sehr preissensitiv. € 10 mehr bei der Telekom? Das würden sich viele doch sehr genau überlegen, wenn O2 mindestens 10 Mbit/s konstant liefern würde. Ob 10 oder 100 Mbit/s ist dem Kunden egal. Aber 1 bis 5 Mbit/s, wie derzeit oft in den Großstädten, das ist zu wenig.
Irgendjemand müsste halt den Netzausbau vorfinanzieren (Madrid?), dann könnte ein tariflicher Großangriff auf Telekom und Vodafone starten. Im Idealfall wird es dann ein sich selbst beschleunigender Effekt: Immer mehr zahlende Kunden bringen immer mehr Cash, was für ein immer dichteres Netz genutzt wird. Umgekehrt rum blutet die Konkurrenz aus, deren Premium-Segment wird zerstört und der preissensitive Teil der Kundschaft wechselt. Es bleibt immer weniger Geld für Instandhaltung und den Netzausbau.
Telefonica muss auf jeden Fall aufhören den Mangel zu verwalten. Die Analysten haben ganz recht: Sie brauchen eine neue Strategie!