ZitatOriginal geschrieben von 0676
Soweit wird's nicht kommen. Das ist ja genau das, was unerwünscht ist und wohl auch nicht kommen wird. Es wird Einschränkungen geben, alles andere wäre Verzerrung des Marktes.
Die Einschränkungen stehen auch schon fest:
Dauerroaming, also Roam-like-athome wird es nur mit Tarifen aus Ländern geben in denen man entweder "resident" ist oder zu denen man "stable links" hat. So steht es im entsprechenden finalen Entwurf der EU-Kommission.
Wer also in Frankreich wohnt und in Deutschland arbeitet, kann in beiden Staaten Verträge abschließen und deren Konditionen dann EU-weit nutzen. Er kann aber keinen Vertrag in Österreich abschließen und dann dauerroamen.
Der Otto-Normal-Verbraucher in Deutschland wird also nur deutsche Verträge zum Dauerroamen nutzen können. Wer im Grenzgebiet wohnt und im Ausland arbeitet, wird künftig auch dort Verträge abschließen und damit in Deutschland dauerroamen können. Aber mehr geht nicht.
Damit hat man den Missbrauch ja auch weitgehend eingedämmt. Billige Verträge in Osteuropa holen und damit dann in Deutschland dauerroamen wird also nicht klappen, wenn man keinen "stable link" zu z.B. Polen hat. Die in Deutschland arbeitenden Polen und Rumänen könnten da bevorzugt sein, sofern sie noch eine Meldeadresse in Polen bzw. Rumänien haben oder sonst wie nachweisen können, dass sie stabile Bindungen (stable link) an ihr Heimatland unterhalten.