Man hat im Hintergrund der Live-Übertragung der Tagesschau um 20 Uhr gesehen, wie da irgendwelche Leute sich nicht nur andauernd ins Bild gedrängt haben, sondern auch noch offensichtlich sinnlos am Telefonieren waren, wahrscheinlich um damit anzugeben, dass sie gerade live in der ARD zu sehen sind oder sowas.
Insofern ist die Überlast zu einem großen Teil bestimmt auch durch solche Happening-Anrufe entstanden. Da sind viele Menschen eben alles andere als solidarisch und blockieren die Netze für diejenigen, die sie in so einer Ausnahmesituation wirklich bräuchten. Klar, Notrufe gehen immer durch. Aber man möchte ja auch seine Angehörigen und Freunde verständigen - da ist es dann ärgerlich, wenn das nicht möglich ist, wenn andere solche Happening-Anrufe tätigen.
Schlussendlich hat das ganze - so traurig der Anlass und die beklagendwerten Todesopfer auch sind - auch etwas gutes. Eine bessere Generalprobe für einen echten Terrorangriff hätte München nicht bekommen können. Die Sicherheitsbehörden werden mit Sicherheitheit den Einsatz genaustens Revue passieren lassen und an den aufgetretenen Problemen arbeiten.
Das gilt sicher auch für die Mobilfunknetzbetreiber. Auch die wissen nun, was sie in ihrem Netz erwarten können, wenn eine Großstadt in Terror-Alarm gerät.
Zum Schluss aber auch von mir nochmal mein ausdrückliches Beileid für die Angehörigen der Opfer. Vor einem McDonalds Restaurant in einer Großstadt abgeknallt zu werden - das hätte fast jedem von uns auch passieren können. Das war ja nicht mal irgendeine Großveranstaltung, wie in Nizza. Das stimmt sehr nachdenklich...