Beiträge von Stromae

    1&1 hat ein neues Konzept und das wurde so wohl noch nie (außer in Japan) realisiert. Das ist natürlich Herausforderung pur.

    In den USA läuft das ganze wohl auch. Ich weiß allerdings nicht bei welchem Netzbetreiber.

    1&1 hat ein neues Konzept ok, aber vielleicht hätte man es wie E-Plus damals machen sollen, erst mal die größten Städte gut versorgen und schauen das es funktioniert um erst dann das neue Netz offiziell zu starten.

    Dann reicht es ebent auch nicht pro Woche Woche 5 Sender zu bauen, wenn selbst die etablierten Betreiber, mehr pro Woche bauen.

    Ich fühle mich an die Anfangszeiten von VIAG (heute o2) oder noch früher an E-Plus (damals eigenes Netz, heute o2) zurückerinnert. D1 und D2 liefen von Anfang an, ziemlich rund, da fehlte es halt am Netzausbau (vor 34 Jahren...)

    Nur das E-Plus zum Netzstart 1994 schon die größten Ballungszentren versorgte, und das von Beginn an eigentlich Problemfrei.

    1997 hab ich von meinem Vater sein neues Siemens S6 PCN Firmenhandy bekommen, er wollte sein altes Nokia behalten. Drin war eine Free&Easy Karte mit einer 0177 Nummer die ich heute noch als Hauptnummer nutzte. Zum 16. Geburtstag gab es dann ein Philips Savvy db in Mitternachtsblau.

    E-Plus hatte zum Glück ein halbes Jahr zuvor, kurz nach der Telekom aber noch vor Mannesmann unseren 10k Einwohner Ort mehr oder weniger versorgt. Heute hat jeder Betreiber im selben Ort 3 Sender, damals musste man mit einem zufrieden sein.


    Ich war also relativ früh mit dabei, und mit E-Plus hatte man gerade zu GSM Zeiten nicht in jedem Loch Empfang, aber wenn man Empfang hatte dann funktionierte es tadellos und in einer hohen Qualität.

    E-Plus hatte über Jahre hinweg die beste Sprachqualität und die kürzeste Rufaufbauzeit.


    Also gerade E-Plus mit 1&1 zu vergleichen ist schon eine Beleidigungen für E-Plus, wie es bei o2 am Start so abging kann ich mangels Erfahrung nicht beurteilen.

    Hat 1&1 durch hohe Standorte ausschließlich Vorteile durch den Reichweitenzuwachs oder gibt es auch funktechnische Nachteile durch die hohe Antennenhöhe? Die etablierten Anbieter nutzen ja eher niedrige Antennenhöhen

    Überlastung der Sender da diese mehr Kunden versorgen müssen, mehr Störungen durch Nachbarsender, schlechte Indoor Versorgung.

    Es ist halt günstig durch hohe Standorte viel Fläche zu versorgen, man kann zwar später verdichten, das wird aber schwerer da die hohen Standorte dann verstärkt Probleme bereiten.

    Aber 1&1 kann natürlich nicht genug Höhe kriegen und hängt jetzt ganz oben:

    Und mal wieder hat man Low Band Antennen verbaut obwohl man keine Frequenzen besitzt, wohl in der Hoffnung welche zu bekommen und dann nicht noch mal Antennen montieren zu müssen.

    Warum man nicht einfach passende Multiband Antennen verbaut wie alle anderen auch, weiß wohl auch nur 1&1, waren vielleicht gerade im Angebot und man hat ein paar 1000 gekauft oder so.



    Ist in Kaiserslautern aber übrigends genau das selbe, E-Plus hat da zu UMTS 'Zeiten mal einen sehr hohen Turm auf einen Hügel im Gewerbepark neben die A6 gebaut, der Turm selbst ist 60m hoch uns steht aber noch mal auf einem etwa 40-50 hohen Hügel, ist also etwa 110m höher als die Gebäude im Gewerbepark und locker 200m höher als die Gebäude der Oststadt und Innenstadt.


    E-Plus hat den Turm damals als 2. UHS in Kaiserslautern benutzt, nach der Fusion mit o2 hat o2 den Standort übernommen, die UHS abgebaut und GSM/LTE Antennen auf 39m aufgebaut und die Hauptstrahlrichtung angepasst das der Sender nicht mehr direkt in die Stadt strahlt sondern mehr die Autobahn und den Gewerbeparkt versorgt.


    1&1 hat zwar noch keine Antennen verbaut aber sich schon mal auf 52m genehmigen lassen mit Hauptstrahlrichtung Innenstadt, also auch hier wird man den Sender mit etwas Glück Outdoor in der halben Innenstadt empfangen können

    Mit den superhohen Standorten erreicht man viel Flächenabdeckung und damit die per Auflage gewünschte Bevölkerungsabdecken. Für Netzkapazität ist es nicht so dolle. Trotz hoher Standorte baut 1&1 hier in AC sehr dicht. (320m-1000m Abstand)

    Bei der geringen Sendeleistung die 1&1 gerade auf Ihren n78 Antennen fährt ist das auch dringend notwendig.

    1&1 nutzt unterschiedliche Ausführungen der NEC n78 Antennen, aber in der Regel erlauben die bis zu 200 Watt Sendeleistung, 1&1 lässt sich oft gerade mal 50 Watt eintragen. Dann ist halt auch nach 300-400m Schluss.

    Dann hätte ich hier:

    Danke für die schönen Bilder :thumbup:


    Aber mal ganz ehrlich, ich würde als Vermieter so etwas nicht dulden, solche hässlichen Sender gibt es wirklich nur bei 1&1.

    Ich bin wirklich der letzte der sich wegen Antennen im Stadtbild aufregt, aber irgendwie ist es doch auch die Kunst das ganze etwas dem Stadtbild anzupassen. Dazu gehört auch auf ein 20m hohes Haus kein 10m hohen Mast zu bauen.

    Alleine die Hebelkräfte die bei starkem Wind auf dieses Dach wirken müssen, wundert mich wie stabil diese Häuser gebaut wurden.

    Baut momentan nur 1&1 und kein anderer Netzbereiber (in Deutschland) Waffeleisen?

    Kein anderer Netzbetreiber nutzt NEC Antennen, die anderen 3 nutzten hauptsächlich Nokia, Huawei und Ericsson.

    Die LTE Antennen welche 1&1 nutzt sind übrigends von CCI, die nutzt auch kein anderer Deutscher Netzbetreiber.

    Hat man 5G-SA-only bei 1&1 mal in Erwägung gezogen?

    Ich weiß nicht woran es bei der Telekom hakt, bei o2 und Vodafone funktioniert es ja, wenn auch nur für Vertragskunden der Hauptmarke.

    Mein Bruder nutzt ein Xiaomi 13 Pro mit o2 Vertrag und der hat keinerlei Probleme mit 5G SA, selbst VoNE und Handover zu VoLTE funktionieren.

    Nur dort wo kein n78 ausgebaut ist, ist NSA oft noch schneller als SA aber das ist wiederum nur ein Problem der Frequenzaufteilung keines der Technologie.


    Als 1&1 2019? angefangen hat Ihr Netz zu planen, war 5G wohl einfach noch nicht so weit das man den Mut hatte ein reines 5G Netz zu planen und aufzubauen.

    Auch war die Anzahl günstiger 5G Endgeräte damals sehr gering, wobei man heute 5G Geräte ja schon ab 100€ bekommt.

    Wobei ich das auch besser gefunden hätte, so hätte man wirklich ein modernes Netz bräuchte keine extra Frequenzen mehr für LTE.