Erstmalig in der Geschichte haben sich Millionen von Deutschen einen Impfstoff gegen eine Grippe-ähnliche Krankheit im Frühjahr spritzen lassen.
Also zum Ende der Erreger-Saison. Der nicht für die in der nächsten (jetzt beginnenden) Saison aktuellen Erreger entwickelt wurde.
Und wozu? zu Recht.
Schau dir z.B. bei JHU die zeitlichen Verläufe an, die "4. Welle" ging Anfang August los.
Ohne die zu dem Zeitpunkt schon halbwegs fortgeschrittene Impfkampagne wären wir Anfang, spätestens Mitte September in einem kmpletten Lockdown gewesen.
Bei den kritischen Durchbrüchen Ü60 ist weniger das Problem dass die Impfstoffe nicht für Delta optimiert wurden, sondern dass Immunsystem mit zunehmendem Alter nachlässt.
Die Grippeimpfung hat trotz jährlicher Anpassung im Mittel eine schlechtere Schutzwirkung da der Grippeerreger viel stärker mutiert.
Wer Immunsupprimiert ist kann natürlich unabhängig vom Alter nicht auf den Impfschutz vertrauen, diese Menschen müssen aber eh höllisch aufpassen da auch schon eine Erkältung lebensgefährlich werden kann.
Wer U60 ohne besondere Risikofakoren ist und mit einem mRNA Impfstoff oder AZ vollständig geimpft ist braucht so schnell auch keinen Booster, der holt sich wie neulich ein Virologe bei Lanz trocken meinte seinen Booster durch Kontakt mit dem Virus, in den meisten Fällen ohne etwas davon zu merken.
Da ich nur die erwiesermanßen weniger wirksame J&J Impfung habe werde ich mir demnächst einen Booster holen, eine Arztpraxis wo ich angefragt hab will sich nächste Woche melden, aktuell haben die noch das Problem dass sie pro Dosis 6 Impfwillige brauchen um einen Termin ansetzen zu können und bis zu 2 Wochen Beschaffungsvorlauf haben, unsere Bürokratie schafft es trotz Impfstoff im Überfluss oft nicht den zeitnah zu verteilen.