Beiträge von NoIdea

    Hach, deine Naivität ist immer wieder erleichternd erfrischend :D

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    Ich meine eine Spur Sarkasmus in seinem Beitrag zu sehen ;)

    Mich kekst (OK, eigentlich falscher Thread hier) am ÖR mehr als seichte Unterhaltung dass Informationssendungen statt neutraler Information fast nur noch Meinungen bringen.

    Ich möchte Informationen gerne selber einsortieren statt von einem politisch motivierten Besserwisser erklärt zu bekommen wie ich sie zu verstehen habe.

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    Um jetzt doch noch einmal die Kurve zu Vodafone zu bekommen: Ich hatte vor drei oder vier Jahren wirklich den Eindruck, dass Vodafone von o2 Telefónica nachhaltig überholt wird. Aber der vierte Netzbetreiber scheint eine nicht ganz unwesentliche Rolle für die beiden zu spielen, denn aus meiner Sicht sorgt der 1&1-Cashflow, der bei o2 Telefónica nun fehlt, dafür, dass den Münchnern auf der Überholspur die Kraft ausgeht und sie irgendwie gar keinen Gang mehr eingelegt bekommen, während er bei Vodafone dafür gesorgt hat, dass die Düsseldorfer wieder einen Gang reinbekommen haben und Fahrt aufnehmen.

    Naja, die 1&1 Kunden haben das O2 Netz aber auch massiv belastet, der Wegfall reduziert den akuten Erweiterungsbedarf daher erstmal. Aber natürlich reißt es auch ein Loch in die Kasse, welcher Effekt überwiegt kann ich allerdings nicht beurteilen.

    Umgekehrt sorgt es bei VF erstmal für Cashflow, aber auch da wird es jetzt kapazitätsmäßig an einigen Ecken klemmen (funtioniert für mich aber noch weitgehend problemlos) was dann wieder Investionsbedarf verursacht. Wobei es für VF schon Richtung Win-win geht, da auch bei den VF Kunden der Datenhunger weiter steigen wird, aber durch den 1&1 eigenen Netzausbau deren Datenbedarf längerfristing sinken wird eduziert sich bei VF perspektivisch wieder die notwendige Ausbaugeschwindigkeit.

    Und was hat Kohl danach getan, nachdem er per konstruktiven Misstrauensvorum zum Kanzler gewählt wurde? Am 17.12.1982 nach Artikel 68 GG die Vertrauensfrage gestellt, verloren und den Bundespräsidenten Karl Carstens um Auflösung des Bundestages gebeten. Dieser kam dem nach und setzte für den 6. März 1983 Neuwahlen an. Die Neuwahlen wurden nur um fünf Monaten aufgeschoben.

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    Artikel 68 greift wenn der Bundeskanzler die Vertrauensfrage stellt und verliert, dann gibt es Neuwahlen.

    Wenn der Bundestag das Mistrauensvotum initiiert greift Artikel 67 und es gibt keine Neuwahl des Bundestages.

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    Bei mir hat sich nur im Laufe der Zeit der Gedanke immer lauter manifestiert das das Geschehen rund um die Börse eher nachteilig für die Telekommunikationsfirmen ist...

    Naja, Börsianer schauen überweigend auf den kurzfristigen Gewinn.

    Denen tun Investitionen die sich erst Jahre später rentieren richtig weh, sind aber für ein langfristiges Wohlergehen des Unternehmens notwendig.

    Deshalb werden Mobilfunkstandorte gerne gemietet, obwohl man genau weiß dass man die viele Jahre brauchen wird, und ich bezweifle dass sich das wirklich rechnet wenn da weitere Firmen mitverdienen.

    Das Problem trifft am Ende alle Branchen die hohe Investitionen stemmen müssen dass sich strategische Unternehmensziele mit kurzfrisitgen Ertragserwartungen der Aktionäre beißen.

    ... Da ist mein Problem eher, dass mein aktuelles Auto eigentlich noch zu gut ist um sich mit einem Nachfolger zu beschäftigen :D

    Geht mir genauso. Da das Preis- Leistungsverhältnis bei Elektroautos perspektivisch eher besser wird ist das jetzt auch nichtmal wirklich ein Problem für mich.

    Und ob ich jetzt ein paar Jahre früher oder später umsteige wird unseren Planeten weder retten noch ins Verderben stürzen.

    Wenn man's in D nicht so verbissen sehen würde "Ich muss 900 km ohne Pause mit 200!" sondern "Ich fahre gewöhnlich keine 20 km am Tag!" ...

    Also für mich ist das ganz einfach: Ich fahre auf Langstrecke üblicherweise 200-300km Etappen und nie über 900km/Tag.

    D.h. 20-80% müssen für 250km reichen (um nicht auf den letzten Prozenten einen Lader finden zu müssen), und die Summe aus Einmal Voll + 2x 20-80% sollte für 800-900km reichen. Macht übern nassen Daumen 400km reale Reichweite (im Zeitraum Frühjahr bis Spätherbst, Im Winter darf es auch etwas weniger sein).

    Das würde auch dazu passen dass ich auf der Arbeit über einen Sondertarif des Arbeitgebers relativ günstig laden könnte und dann im Normalfall fürs WE + 2-3 Tage Homeoffice genug Reichweite hätte um wieder bis ins Büro zu kommen während es bei mir am Heimatort am Supermarkt nur einen 22kW AC Lader zu Eon Mondpreisen gibt.

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    "Ein paar Prozent" wird angesichts eines Verbrennerverbotes, welches in weniger als 10 Jahren in Kraft tritt, auch nicht reichen.

    Das Verbrennerverbot ist irrelevant, der Preisdruck bei fossilen Kraftstoffen wird schon vorher steigen, genaugenommen tut er das jetzt schon durch das Chaos was Trump angezettelt hat und was uns noch eine Weile begelieten wird.

    Die Grünen müssten ihm eigentlich ein Denkmal setzen, er hat weltweit viel mehr für die Abkehr von fossilen Energien erreicht als alle Umweltkonferenzen der letzten Jahre zusammen.

    Der große E-Actros hat aktuell meine ich 600kWh, und das reicht grob für die 4.5h, dazu ggf. nochmal kurz zwischenladen, dann müssen da über Nacht auch keine 1000kWh nachgeladen werden.

    Man muss das nicht auf den Worst Case auslegen, zu Not muss dann einer der seinen Akku Abends komplett leergelutscht hat am nächsten Tag mal früher wieder an einen Schnelllader, und die müssen ja auch zwischendurch mal Pausen machen.

    Aber auch das wird anspruchsvoll, keine Frage, und die Politik träumt lieber von eFuels oder Wasserstoff.

    Da wird es sicher auch Anwendungen für geben, aber kaum in Bereichen wo so hoher Kostendruck herrscht wie im Transportgewerbe.

    Wie man sieht, entstehen die LKW Ladeparks noch rasanter, als die PKW Stationen. Warum? Weil man in 45 Minuten mehr Strom verkauft, als am PKW Lader den ganzen Tag.

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    Ich vermisse da vor allem Aktivität in der Politik. Die kriegen bis 2035 ja mit Mühe (wenn überhaupt) genug Stellplätze für LKW hin. Und grob jeden zweiten müsste man bis dahin mit einem 40-50kW Ladepunkt ausstatten und bis 2040 eigentlich jeden wenn man an dem Ziel ab 2035 keine Verbrenner mehr neu in Verkehr zu bringen und den Verkauf fossiler Kraftstoffe stark zu reduzieren festhalten will.

    Solange der Markt das mit den Ladeparks regeln kann funktioniert das ja auch grundsätzlich (bei der Preisbildung versagt der bisher allerdings genauso wie bei fossilen Kraftstoffen), aber ab einem bestimmten Punkt kommen Netzkapazitäten ins Spiel, und dann wird mühsam, wie man schon lange u.A. bei der Anbindung von Windparks sehen kann kommen dann neben Haushaltsfragen NIMBY und politische Befindlichkeiten ins Spiel und es dauert Jahre bis Jahrzehnte.

    Bei den Speditionen selber ist es halt immer eine wirtschaftliche Gesamtbetrachtung, wobei Großspeditionen da eigentlich keine Probleme haben den für sie passendne Einstiegszeitpunkt zu treffen, da werden laufend LKW in der Flotte ersetzt und ob man dann Diesel oder Elektro als Ersatz beschafft (Wasserstoff ist abgesehen von Nischenmärkten glaube ich ein totes Pferd) kann man wenns sein muss sehr kurzfrisitg entscheiden.