Sony SmartWatch 3
2,5 Jahre später. Die Tage hat Google (indirekt) verkündet, dass Uhren der 1. Generation kein Upgrade auf Android Wear 2.0 bekommen. Bei der SWR50 vermutet XperiaBlog als Grund deren Broadcom-Chipsatz. Ob die App-Hersteller in Zukunft zwei Varianten ihrer Apps programmieren werden – für Android 1.x und Android 2.x –, ist mehr als fraglich. Eigentlich hätte ich erwartet, dass ein Konzern wie Google lernfähig ist, und die Ökosystem-Fehler vom angestammten Android nicht auch auf neue Betriebssysteme wie Android-Wear überträgt. Auch hat sich mal wieder die Bedienung ganz schön geändert – also war die erste Generation unausgegoren.
Mal sehen, ob wenigstens weiterhin Sicherheitsupdates kommen.
Was ich mich frage, ob die Uhr noch weiter im Preis fällt. Als Digital-Armbanduhr wird man sie weiterhin nutzen können†. Einige Online-Händler scheinen immer noch auf ihren Exemplaren zu sitzen. 80 € mit Sport-Armband und 125 € mit Gliederarmband waren für kurze Zeit die Bestpreise.
Schön an der SWR50 war, dass ich kein Extra-Ladegerät brauchte, sondern direkt Micro-USB nehmen konnte. Der Buchse dafür war auch dank IP68-Zertifizierung fummelig – aber immerhin kein extra Ladegerät. Auch dass man die Software mittels Xperia Companion am Windows-Computer sauber neu aufspielen konnte: Top!
Eigentlich war die Idee mit einem Uhren-Korpus und wechselbaren Armbändern toll (Sony Mobile SWR510). Nur deren Verfügbarkeit? Wenigstens finden sich von Dritt-Herstellern 24-mm-Armband-Adapter. Und obwohl Sony seit dem Jahr 2006 mit den vorherigen Uhren einige Erfahrungen hätte haben müssen, fragt man sich dann doch, warum nicht drei Korpus-Größen oder wenigstens zwei Größen wie bei Apple herausgekommen sind. Auf der anderen Seite hatte Sony bereits im Jahr 2014 den Riecher auch WLAN, GPS und NFC einzubauen und bis zu IP68 zu schützen. Im Haus unterwegs sein und doch überall benachrichtigt werden. Mal ohne Handy joggen. Oder direkt mit der Uhr bezahlen. Das wäre es gewesen. Aber auch diese Entscheidungen können Zufall gewesen sein – war halt beim Broadcom-Chipsatz dabei – hat man halt mit eingebaut. Für alles andere gab es das Sony SmartBand (SWR30).
Naja, soviel dazu. Lasst uns alle weiter auf die Killer-App warten, damit solche Uhren sinnvoll werden. Die Firmen Casio und Seiko suchen danach schon seit Mitte der 70er-Jahre …
† Android Wear 1.x braucht bei der ersten Nutzung eine Kopplung mit der App Android Wear. Erst danach kann man die Uhr standalone nutzen.