Zitat
Original geschrieben von hewe
Das Handy entscheidet sich also anscheinend für WCDMA.
Der Netzbetreiber tut dies. Er teilt dem Mobiltelefon mit, welche Nachbar-Zellen mit welcher Radio-Technologie vorhanden sind. Das Endgerät „schnuppert“ dann ab und zu, wie es um den Empfang auf der anderen Technologie steht. Außerdem gibt der Netzbetreiber in jeder Location-Area auch noch vor, wann das Mobiltelefon zu wechseln hat. Dafür hat er mehrere Parameter an der Hand.
Ohne Gespräch – also nicht im Dedicated- sondern im Idle-Mode –, nennt sich das Ganze Inter-Radio-Access-Technology-Cell-Reselection oder auch kurz Inter-RAT Cell-Reselection. Unter dieser Bezeichnung findest Du im Internet dann einiges mehr, hier ein Beispiel:
In GSM heißt ein Parameter dafür Qqualmin. Der besagt, wann das Mobiltelefon frühestens darüber nachdenken sollte zu wechseln – wann ist UMTS ordentlich dekodierter (Wert in dBm).
Dann gibt es noch einen Parameter namens QOffset, also wann im Vergleich zu GSM gewechselt werden sollte. Würde ein Netzbetreiber den QOffset auf Null dBm setzen, hättest Du immer optimale Balken-Anzeige! Dem Netzbetreiber ist aber ein Idle in UMTS viel lieber, daher wirst Du (jedenfalls von deutschen Netzbetreibern) sofort rüber geschubst, wenn UMTS einigermaßen dekodierbar ist.
Fazit:
Die Faustregel heißt: Ja, wenig UMTS ist besser als viel GSM!
Sowohl für Dich (Daten-Durchsatzraten) als auch für den Netzbetreiber (Gesamt-Auslastung). Im Auto sieht das Ganze wieder anders aus, siehe auch diesen Thread. Bei einer Zugfahrt müsstest Du wissen, was für ein Repeater bereits verbaut wird. Im Zweifel wechsele ich hier aber auch auf GSM.