Und was machen die Kinder?
"Kinder verlieren durch die Lockdown-Maßnahmen ihr Gefühl für Bedürfnisse, die sie aktuell nicht ausleben dürfen, sagte der Neurobiologe Gerald Hüther im Dlf. Ein Jahr hinterlasse im Hirn eines 7-Jährigen so viele Spuren wie zehn Jahre im Hirn eines 70-jährigen."
https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=491369
Das können Langzeitfolgen sein, die keiner bisher auf dem Schirm hat.
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Jetzt ist natürlich die Frage, was das heisst, zehn Jahre im Hirn eines 70-Jährigen!?! Was spielt sich da viel ab, bei einem gesunden 70-Jährigen. Ist das jetzt vom 60. bist zum 70. Lebensjahr gerechnet, oder vom 70. bis zum 80. Lebensjahr usw.
Auch hier bin ich dafür, das zu relativieren. Da melden sich jetzt so viele Menschen zu Wort.
In diesem Fall - was hat man da für Erfahrungswerte? So gut wie keine!?! Gerade Kinder haben Nachholbedarf, und werden nachholen und aufholen. Und wie in dem Interview des Psychologen in der Tagesschau - Kinder packen das einfach weg.
Es wird ja geradezu so getan, als wären das traumatische Erlebnisse. Traumatische Erlebnisse sind Trennung der Eltern, Tod, Gewalt, Krieg, Flucht, Entwurzelung, usw.
Kinder sind eingeschränkt im Moment, aber das sind wir alle. Und es gibt Maßnahmen, z.B. Betreuung in der Schule oder im Kindergarten usw. Man sollte das nicht zu hoch hängen . . .
Die Kinder sitzen doch nicht im Knast, und müssen den ganzen Tag die Wand angucken. Die meisten kleineren Kinder in meiner Nachbarschaft leben ganz normal weiter, aber eben mit Einschränkungen. Ich würde eher sagen, die Eltern altern schneller, weil die Gören nicht mehr mal so eben im KiGa geparkt werden können, und die Bratzen nerven . . . 😂👍🏻
Im Moment haben es Kinder und Jugendliche auch „schwerer“, keine Frage. Meine „kleine“ Tochter (19) hat auch ab und zu mal ein Tief, weil die nichts machen kann, kamen am Dienstag auch die Tränen, weil sie einfach gefrustet ist, keine Frage. Ihre Freundinnen (bzw. deren Eltern möchten das nicht) wolllen sich teilweise nicht mit ihr treffen, weil sie im Bundesfreiwilligen Dienst ist, und größere Kinder in einer Wohngruppe betreut, „da dort die Ansteckungsgefahr“ ja soooo viel höher ist . . .
Vorher hat sie geistig behinderte Kinder und Erwachsene Betreut, gleiches Thema, obwohl die da aufpassen wie die Schießhunde und die geistig Eingeschränkten nicht anzustecken.
Aber meine Mutter (81) war gerade da - wir haben ihr das dann mal etwas relativiert. Meine Mutter ist ja teilweise ähnlich gefrustet, kann aber besser damit um. Gesagt hat meine Mutter ihr dann, dass sie mit 19 Jahren noch ihr Leben vor sich hat, und ganz viel nachholen kann, eine 81-Jährige weiss aber nicht, ob ihr von den jetzt (wohl) geklauten 2 Lebensjahren noch etwas übrig bleibt . . .
Am schlimmsten finde ich die Situation für sozial schwache Kinder, dort verschlechtert sich die Lebenssituation in viel höherem Maße, da kommt der Staat seinen Pflichten auch in normalen Zeiten nicht einmal halbwegs nach - und da - werden dann die Probleme in Zukunft noch größer! Keine Frage!
Es geht Euch zwar nichts an, aber nochmal aus der Schule. 😜 Ich habe auf Grund des Tiefs der 19-Jährigen Dame, dann doch dem Kauf eines Motorrades zugestimmt (125er), das sie selbst bezahlt. Das hebt natürlich die Stimmung, bringt auch sehr viel Freizeitvergnügen und Ablenkung, ich fahre selbst auch, nächste Woche kommt das Teil, hoffe ich.
Damit will ich sagen, dass sich Vieles auch eben mit Geld zukleistern lässt, aber das können die sozial Benachteiligten eben nicht. Und da muss der Staat dringend eingreifen, und Angebote machen.
Guten Morgen! 😅
Gruß, Obelix65!