Beiträge von DUS-Tim


    An welcher Stelle schreibt die Verordnung vor, dass der Anbieter im Roaming Telefonate ins EU-Ausland ermöglichen muss, wenn diese Telefonate "zu Hause" gar nicht zum vertraglichen Leistungsumfang gehören?



    Die Flatrate, die in Deutschland gilt, umfasst aber doch von vornherein gar keine Telefonate ins Ausland.


    Nochmal: In der Verordnung steht, dass Gespräche im EU-Ausland ins Heimatland und ins übrige EU-Ausland wie Gespräche von Deutschland nach Deitschland abgerechnet werden müssen. In Deutschland gilt bei Fraenk eine Flatrate.
    Nach deiner Logik dürften sonst in Spanien ja auch keine Gespräche nach Spanien möglich sein, weil von Deutschland nach Spanien keine Gespräche möglich sind.


    Ich kann mit meiner britischen Voxi Flatrate von Deutschland kostenlos nach Österreich telefonieren, weil in UK eine Flatrate für alle Gespräche im eigenen Land gilt. Wenn ich von UK nach Österreich telefonieren wollte, müsste ich das Konto zusätzlich aufladen und pro Minute bezahlen.


    Du meinst also, ein Anbieter muss im Roaming auch Verbindungen in andere EU-Ländern ermöglichen, selbst wenn er diese Leistung nicht einmal im Heimatland anbietet? Woraus leitest du diese Pflicht ab?



    Hier geht es zunächst gar nicht um den Preis, sondern ob Telefonate "vom EU-Ausland ins EU-Ausland" überhaupt möglich sein müssen. Bei Fraenk sind aber selbst "zu Hause" gar keine Auslandstelefonate möglich. Insofern werden die Kunden im Roaming ja nicht benachteiligt.


    Es ist relativ einfach zu erklären: Bietet ein Anbieter in seinem Tarif EU-Roaming an, muss er sämtliche Inhalte der Verordnung umsetzen. Aus diesem Grund hatte Drillisch es auch mit den besonders günstigen „National“-Tarifen bei einigen Marken probiert, bei denen der Empfang im Ausland grundsätzlich nicht möglich ist.


    “Fraenk“ beinhaltet EU-Roaming. Dementsprechend sind Telefonate im EU-Ausland wie Gespräche in Deutschland abzurechnen. Dies gilt gem. Verordnung für Gespräche nach Deutschland UND in alle übrigen EU/EWR-Staaten.


    Gespräche von Deutschland ins Ausland sind per Definition kein Roaming und daher auch von der Verordnung nicht erfasst, was ich schon 2017 für einen Fehler hielt. Man hätte sofort auch diese Baustelle bearbeiten sollen. Immerhin hat man sich auf eine Regulierung der Minutenpreise einigen können.


    Um auf den Punkt zu kommen: Telefonate von Deutschland ins EU-Ausland können bis zum regulierten Tarif bepreist werden, aber müssen nicht angeboten werden (vermutlich aufgrund der Abrechnungsproblematik außerhalb der Flatrate).


    Telefonate im EU-Ausland in andere EU-Staaten unterliegen der Roaming-Verordnung und sind mit der Flatrate, die in Deutschland gilt abgegolten.

    Laut Leistungsbeschreibung kann man im Roaming "[...] SMS und Telefonieverbindungen von dem jeweiligen Land nach Deutschland und innerhalb des jeweiligen Landes herstellen." Wenn du in Spanien bist, kannst du demnach nur innerhalb Spaniens und nach Deutschland telefonieren, aber nicht nach Frankreich.


    Das widerspricht aber der EU-Roaming-Verordnung und ist so dementsprechend ungültig. Sofern der Anbieter Roaming anbietet, muss er sich auch an alle Inhalte der Verordnung halten.


    „ [h=2]Was dürfen Telefonate und SMS vom EU-Ausland ins EU-Ausland oder Heimatland kosten?[/h]
    Dazu sagt die EU-Roaming-Verordnung, dass solche Gespräche wie Inlandsgespräche in Ihrem Heimatland gemäß Ihres Mobilfunktarifs abgerechnet werden. Beispiel: Sie befinden sich in Spanien und rufen einen Anschluss in Deutschland an. Dafür fallen Kosten an, wie für ein Telefonat von Deutschland nach Deutschland.


    Das gleiche gilt, wenn Sie in Spanien einen Anschluss in Spanien oder einem anderen EU/EWR-Land wählen - auch das wird abgerechnet wie ein Telefonat von Deutschland nach Deutschland.“
    https://www.verbraucherzentral…ragen-und-antworten-13742

    Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren? Warum? Die großen Netzbetreiber scheinen nicht gerade am Hungertuch zu nagen. Am fehlenden Geld scheint es eher nicht zu liegen, dass die Netze in Deutschland so sind, wie sie sind.


    Jop, Vodafone saniert mit den deutschen Gewinnen lieber die marode Konzernmutter und indischen Klingeldraht. Telefónica kommen die hohen Dividenden in der Heimat ebenfalls gelegen und unser Magenta „Uncarrier“ expandiert lieber medienwirksam im Trumpland.


    Versuch es mal schriftlich mit der Bitte das Problem an die Technik weiterzuleiten. Funktioniert häufig besser als die Sperrmauer namens First-Level-Support.