Es gibt keinen harten Lockdown, das ist das Problem
Ich würde das schon als harten Lockdown bezeichnen, mit leichten Attitüden eines Ausnahmezustandes.
Das würde heissen, Ausgangssperre 24 Stunden
Echte Ausgangssperren hat man schon im ersten Lockdown bewusst gescheut, denn das Wort Ausgangssperre kommt im deutschen Grundgesetz noch nicht mal vor. Ich vermute schon dass echte Ausgangssperren geplant waren, aber allem Anschein nach hat man hier mal ausnahmsweise auf den wissenschaftliche Dienst des Bundestages gehört, der in einem Gutachten zu dem Thema das Wort Ausgangssperren gemieden hat wie der Teufel das Weihwasser. Deshalb gab es "nur" Ausgangsbeschränkungen, die aber einige Ausnahmen, wie z.B. Individualsport unter freiem Himmel vorsahen. Selbst ob diese Ausgangsbeschränkungen, die nicht ohne massive Eingriffe in die verfassungsmäßig garantierten Grundrechte einher gingen, auf Basis eines schwammig formulierten Satzes im Infektionsschutzgesetz rechtlich tragfähig sind (bzw. waren), ist unter Staatsrechtlern bis heute umstritten. Selbst Bundesländer die auf Basis des neuen Infektionsschutzgesetzes inzwischen echte Ausgangssperren eingeführt haben, haben diese zeitlich auf die Nachtstunden befristet, weil wohl alles andere eine Prüfung durch Verfassungs- und Verwaltungsgerichte in Eilverfahren nicht überleben würde, Stichwort Verhältnismäßigkeit.
keinen Bundesland übergreifenden Privatverkehr! Strände und Berge usw. gesperrt.
Auch das würde von Verfassungs- und Verwaltungsgerichten in Eilverfahren in der Luft zerissen werden wie einst das Beherbergungsverbot.
Jetzt haben die Leute natürlich die Schnauze voll, weil die Maßnahmen zu lange dauern und weniger effektiv sind , die härteren Maßnahmen in der 1. Welle waren akzeptierter.
Selbst mit den härteren Maßnahmen der ersten Welle wäre es mit dem Hinweis auf Individualsport unter freiem Himmel möglich gewesen, Wintersportorte aufzusuchen. Tatsächlich dürfte es Mitte März 19, als der erste Lockdown in Kraft trat, wohl eher das Wetter und der (außer vielleicht in hochalpinen Gefilden) praktisch nicht vorhanden Schnee gewesen sein, der ein Ansturm auf die Wintersportgebiete verhinderte.