Beiträge von TommySaar.

    Ich war auch am Zweifeln, als ich in den anonymisierten STOBs 12 Einträge pro Sektor gesehen habe.

    Gestern habe ich nochmal nach den neuesten Planungen im Saarland geschaut.

    Für den Standort August-Klein-Straße in Saarbrücken, der vorher auch schon 2600 MHz hatte, gibt es nun 14 Einträge pro Sektor und zusätzlich noch auf anderer Antennenhöhe n78 mit großem Sicherheitsabstand.


    Damit ist auch für mich eindeutig, dass die Telekom zukünftig verstärkt mit einem Antennentyp plant, der auf allen 7 Bändern unter 3 GHz 4x4 MIMO kann.

    Die Abwägung praktischer Nutzwert versus Optik ist ja immer so ein Thema.

    Im Moment scheint man wieder mehr Wert auf reine Funktionalität zu legen.

    Aber ich glaube, hierzulande wird doch noch einigermaßen Rücksicht auf das Umfeld genommen.

    In anderen Ländern scheint das eher nicht so zu sein, und da sehen auch Dachstandorte nicht sonderlich 'hübsch' aus.


    Bei deinem Post musste ich nämlich direkt an die erste französische Basisstation hinter der Grenze in Stiring-Wendel denken, an der ich immer vorbeikomme, wenn ich einen Stau auf der Autobahn nach Saarbrücken umfahre.

    https://www.google.de/maps/@49…wMS4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D


    Sowas mitten im Ort ist auch nicht fotogen, außer für uns Freaks ...;)

    In den USA wird n77 genutzt, da das Band dort zumindest schon bis 3980 MHz freigegeben ist, aber auch wesentlich höher anfängt, ich glaube bei 3550 MHz.

    Dafür musste das Satelliten-C-Band geräumt werden, das von 3.7 bis 4.2 GHz geht und in den USA vornehmlich noch für die Zuspielung von Kabelfernseh-Kanälen genutzt wird. Daher senden die aktuellen Satelliten dort nun nur noch von 4 bis 4.2 GHz mit 20 MHz Guardband zu 5G untendrunter.


    In Europa ist man diesen Schritt noch nicht gegangen, auch wenn das eher in Afrika, Asien oder Russland genutzte C-Band beim Satellitenempfang hier keine Rolle spielt und höchstens die Betreiber von Erdfunkstellen in Europa oder Satellitenfreaks mit ihren 3-Meter-Schüsseln was dagegen haben werden.

    Das ist mir nun aber höchst peinlich. ;-)


    Da hat mein Smartphone mit der inaktiven SIM in Slot 2 schon Ende Januar die Aufrüstung meiner Heimatbasisstation im GSM-Band geloggt, und ich seh es jetzt erst in Cellmapper ...


    Am Standort Schwalbach/Römerweg ist Vodafone also nun neben o2 und Telekom mit 700/800/900/1800/2100 MHz aktiv.

    LTE eNodeB ID ist die 403982, 5G gNodeB ID ist die 2218644.

    Die GSM Cell-IDs sind 41931/41932/41933, direkt unterhalb der 4194x des bisherigen VF-Hauptversorger-Standorts Schwalbach-Sprengen.


    LTE Band 8 ist aber offenbar aktuell an beiden Standorten inaktiv, da mein Xiaomi sich mit Bandlock am Fernsehturm Schoksberg auf der eNodeB 60741 eingeloggt hat.

    Kann ich bestätigen. Vielleicht läuft noch nicht alles rund, nach der Umstellung.

    Jedenfalls hatte ich mein Bookmark gestern Abend noch auf OpenFreeMap angepasst. Da lief es noch.

    Interessant, dass jetzt noch nicht mal mehr die Marker angezeigt werden, wenn man eine der Open... - Karten auswählt.

    Hier ist der Link der STOB im alten Format und damit leider ohne Sicherheitsabstände:

    https://www.bundesnetzagentur.…tandort.vtl.aspx?fid=3037


    Wenn man die nach Höhe und Sektor sortiert kriegt man zumindest sowas herausgelesen:


    6 Einträge 80/200/320° auf 29,1m + n78 auf 30,4m


    11 Einträge 0/120/240° auf 32,6m + n78 auf 32,8m oder 33,9m -> Telekom

    6 Einträge 0/120/240° auf 32,6m + n78 auf 33,9m oder 32,8m


    Leider sind zwei Betreiber auf gleicher Höhe mit gleicher Sektorierung angegeben, aber da die Telekom heute oft 9 oder 11 Einträge pro Sektor hat, liegt man mit obiger Annahme bestimmt nicht falsch.

    o2 oder Vodafone lässt sich damit aber immer nicht nicht auseinanderhalten.

    ... und aus der Netzkarte, sowie Netmonster und Cellmapper:


    Densborn ist die eNodeB 178161 und läuft laut Netmonster nun mit 6 Bändern.

    Badem ist die eNodeB 178213 und läuft laut Netmonster nun mit 6 Bändern.


    In Saarbrücken handelt es sich um die eNodeB 170505 in der Straße des 13.Januar.

    Vielen Dank an looser333 für den Hinweis und das Standortfoto per PN. :-)

    Hier wurde aus GSM1800/LTE800/LTE2100 nun GSM1800/LTE1800/2100/2600/NR3500. 5G gabs an diesem Standort zuvor schon von 1&1.

    Die STOB von 2023 weist für o2 neben n78 nur 2 Bänder aus und bislang wurde Band 3 und 7 geloggt. Ob Band 1 auch (noch) läuft, muss noch nachgeprüft werden.


    In Kirkel nutzt o2 nun den Telekom/Vodafone-Standort an der A6 mit 700/800/900 und hat mit der eNodeB Nr. 170525 eine Standortnummer recycelt, die in der Mobilfunksteinzeit mal in Saarbrücken in Gebrauch war.


    Schweix südlich von Pirmasens scheint ein komplett neuer Standort zu sein mit der eNodeB ID 171575 und 700/800/900.


    Außerdem gab's zuletzt noch eine Meldung für Kaiserslautern.

    Hier läuft die eNodeB 171693 am Opelkreisel nun mit 6 Bändern.


    Eine Band 7-Nachrüstung konnte ich neulich auch in Heusweiler an der eNodeB 170578 am ehemaligen Mittelwellensender des SR loggen.

    Nebenan in der Nähe von Schwarzenholz hatte ich Band 7 für die eNodeB 171072 auch kurz im Display.

    Ein eindeutiger Nachweis gelang mir vor 2 Tagen direkt vor Ort leider nicht, da mal wieder o2-Stromsparsonntag war und nur Band 3, 20 und 8 liefen.


    Laut Planungsnetzkarte sind im Südwesten demnächst zu erwarten:

    - Heusweiler-Lummerschied (Nähe Autobahnkreuz Saarbrücken): von Band 20 auf 6 Bänder.

    - Dudweiler-Herrensohr: eNodeB 170503 von 3 auf 4 Bänder an Bestandsantennen.

    - Bitburg/Eifelstr.: hier wohl das gleiche

    - Zerf (die STOB zeigt hier noch nichts neues)

    - Heilbach in der Westeifel am neuen Telekom-Mast. Netmonster listet schon die eNodeB 172272 mit 700/800/900.

    Und auch im Saarland im Kreis Saarlouis sind Aktivitäten zu verzeichnen. Beim Blick auf Cellmapper, in Netmonster und die Netzkarte ließen sich folgende Aufrüstungen erkennen:


    - Lebach-Hoxberg (VSE-Mast): von GSM900/LTE800 auf 700/800/900

    - Saarwellingen-Reisbach (Anlage Nordschacht): von GSM900/LTE800 auf 700/800/900

    - Schmelz-Buprich/Lindenbergstr.: von GSM900/LTE800/LTE2100 auf 700/800/900/1800/2100

    - Schmelz/Franz-Birringer-Str,: zu 700/800/900/1800/2100 nun auch n78


    Alles in der selben Ecke und nun auch ziemlich dunkelrot in der Netzkarte. n78 (1 Gbit/s) ist in der Netzkarte in Schmelz aber noch nicht ersichtlich).


    Außerdem an der französischen Grenze:

    - Überherrn/Alleestr. : von GSM900/LTE2100 auf 700/800/900/1800/2100


    Hier zeigt die Netzkarte aber noch nicht die maximalen 650 Mbit/s.

    Die gängigen Personenschutznormen definieren Grenzwerte über einen Mittelungszeitraum von 6 Minuten, d.h. man muss schon 6 Minuten am Stück vor der Antenne stehen, damit sich eine ggf. schädliche thermische Wirkung ergibt. Aber nur wenn man sich in einem Bereich befindet, in dem die Grenzwerte überschritten werden.

    Und diese sind dann nochmal mit einer Sicherheitsmarge bestimmt worden.

    Mit Fernfeldformel kalkulierte oder gemessene Feldstärken in Luft ergeben zudem höhere Sicherheitsabstände, als wenn man die Absorption im menschlichen Körpergewebe mittels SAR-Messung berücksichtigt.

    Letztlich wird noch zwischen Grenzwerten für die allgemeine Bevölkerung und beruflicher Exposition unterschieden.

    Bei beruflicher Exposition sind die Grenzwerte ein Mehrfaches dessen für die allgemeine Bevölkerung, denn hier ist dann meistens unterwiesenes Personal im Bereich einer Sendeanlage für ggf. nur einen kurzen Zeitraum aktiv.

    Man kann von der 6-Minuten-Regel oben nämlich auch ableiten, dass man sich z.B. dem 6-fachen des Grenzwerts aussetzen kann, dann aber nur für 1 Minute.


    So lange man nicht kontrollieren kann, wie lange sich eine Person, die von der Funktechnik keine Ahnung hat, im Bereich einer Antenne aufhält und auch keine andere Abgrenzung im Rahmen der notwendigen Sicherheitsabstände möglich ist, bleibt also nichts anderes übrig, als den Zugang komplett zu sperren.


    Viele Grüße vom langjährigen EMF- und SAR-Experten. ;-)