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Wenn so viel Geld für Rüstung da ist, während beim Bürger immer die selbe Leier "mimimi, Kosten, mimimi" angestimmt wird, komme ich mich, mit Verlaub, verarscht vor, egal wie du das versuchst abzukanzeln.
Die Investition in die Bundeswehr ist auch eine Investition in unser aller Sicherheit.
Und man kann nun mal das Geld nur einmal ausgeben und für Spaßmaßnahmen wie dem 9€ Ticket, die kaum lenkenden Einfluss haben, sollte wirklich nicht die Kohle verschwendet werden. Was spricht denn gegen einen vernünftigen Preis von 29-49€? Nichts, jeder Pendler wäre froh und die Gelegenheitsfahrer können weiter Einzeltickets kaufen.
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Die Weltanschauung von Bundesfinanzminister Lindner, mit wenigen Worten erklärt.
100 Mrd. € für die Rüstungsindustrie? Klar doch, machen wir
10 Mrd. € im Jahr für die Bürger, für das 9€-Ticket? Gratismentalität, ungerecht, nicht finanzierbar.
Ich hoffe dass die FDP bei der nächsten Bundestagswahl wieder unter die 5%-Hürde rutscht, so dass eine Regierungsbeteiligung noch nicht mal mehr diskutiert werden muss.
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nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich...
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Aber 49€ ist doch immer noch ein sehr billiger Preis, bereits ab zwei Ländertickets wäre man damit immer noch in der Gewinnzone.
Luxemburg kann man aber schlecht mit einem Flächenland wie Deutschland vergleichen.
Denn dort wohnen ja die meisten Einwohner in der Agglomeration Luxemburg Stadt oder in einer gut ans Schienennetz angebundenen Stadt wie Bettembourg, Diekirch oder Ettelbrück und können somit den ÖPNV auch problemlos im Alltag nutzen. Und selbst wer abseits wohnt kommt meist mindestens 2-3x im Monat nach Luxemburg Stadt und kann wenigstens dann vom kostenlosen ÖPNV profitieren.
Aber in Deutschland wohnen eben auch viele Leute weit ab von den Ballungsräumen, das so gut wie nie vom kostenlosen ÖPNV profitieren würden, und da kann man es ihnen nicht zumuten das sie den Grossstädtern kostenlosen ÖPNV bezahlen.
Vorallem ist so ein Billigpreis auch ungerecht gegenüber Landbewohnern die keine Chance haben ÖPNV vernünftig zu nutzen.
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Natürlich ist 9€ zu billig.
Es soll ja in erster Linie die Pendler unterstützen und nicht jeden nur bei der "Lustreise" ab und an am Wochenende. Diese könnte man mit Einzeltickets im Regelfall günstiger abdecken.
Das 9€ Ticket hat ja gezeigt, dass man eben keine Verlagerung erreicht, sondern nur zusätzliche Fahrten generiert hat, die sonst nicht angegangen worden wären. Somit macht die Erhöhung zusätzlich Sinn, um die zu entlasten, die es brauchen können (Pendler) und die fern zu halten, die nur der billigen Fahrt wegen mitfahren und das Personal belasten.
Ferner sind, korrigiert mich, wenn ich irre, selbst in den Hartz-Sätzen knappe 50€ für Mobilität vorgesehen. Das deckt sich also ziemlich,
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Gestern für nen „Drehspies nach Döner Art im 1/4 Fladenbrot“ stolze 6,30€ bezahlen dürfen und das für Hack und nicht mal Scheibenfleisch… 🤮
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Genau das geschieht hier. Man Vergleich Arbeitseinkommen mit Arbeitseinkommen. Einkommen die einem ideologisch nicht passen heraus zu rechnen, wäre genau diese Verzerrung, die du initial beklagt hast.
Nein, das machst du.
Ich kann doch keine Teilzeiteinkommen mit Vollzeiteinkommen gleichsetzen, das bringt nichts. Von mir aus, könnte man TZ-Gehälter hochrechnen, um einen Vergleichswert zu haben.
Wenn jemand nur TZ arbeitet, verdient er logischerweise nur einen Anteil eines VZ-Mitarbeiters.
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Mit anderen Worten, weil alle Arbeitseinkommen berücksichtigt werden, ist das Bild verzerrt? Was ist denn das für eine Logik? Auch diese Jobs bringen Einkommen und gehören damit zum Gesamtbild. Einen plausiblen Grund sie raus zu rechnen, kann ich beim besten willen nicht erkennen.
Man sollte halt nur Äpfel mit Äpfeln vergleichen.
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Ich hätte das auch falsch eingeschätzt, da oft auf das Durchschnittseinkommen referenziert wird. Das lag 2021 wohl bei bei 4.100€, also ~50.000€/Jahr. Zweimal Durchschnitt wären grob die 100.000€.
Die Frage ist wie man Mittelschicht definiert. Die mit dem größten Anteil oder die in der Mitte des Gehaltsbandes. Da kann es verschiedene Sichtweisen geben.
/Edit: Interessant an der Statistik sind für mich auch die ~700.000 Menschen mit einem negativen Einkommen. Geht das praktisch tatsächlich oder haben die nur gute Steuerberater?
Die Tabelle bildet ja auch nur die halbe Wahrheit ab. Sie beinhaltet bei grob überschlagenen 40 Mio. dargestellter Einkommen auch sämtliche Teilzeit- und 450€-Jobs und verzerrt daher nicht unerheblich das Bild. Ferner steht da nur "Einkommen", welches nicht weiter definiert ist und somit so ziemlich alles beinhalten kann, was im worst case eben auch zu negativen Einkommen (zB aus Selbständigkeit oder Verlustvorträgen) führen kann.
Ich spreche die ganze Zeit über
a) ein Haushaltseinkommen
b) von zwei Erwachsenen
c) aus Erwerbstätigkeit
d) in Vollzeit
und da dürften 100 Steine im Jahr ziemlich exakt der Mittelschicht entsprechen.
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Die Auswirkungen von Lindners geplantem Steuerentlastungspaket, von offizieller Stelle, in Zahlen. Grob zusammen gefasst. Die Bezieher kleiner Einkommen dürfen sich über einen ganzen Zehner im Monat mehr freuen. Na, das ist doch mal was! Wer hingegen ein zu versteuerndes Einkommen von über 100000€ hat, muss sich mit rund einem läppischen Tausender im Jahr begnügen, und wird wohl bald abstiegsgefährdet sein.
PS: Dieses Posting könnte Sarkasmus enthalten.
Und dann rechnen wir das nochmal schön in Prozent um und sehen, dass die Entlastung für die kleineren Einkommen gar nicht mal so schlecht ausfällt, oder?
Nochmal, nur Umverteilung funktioniert nicht auf Dauer, eine gewisse Spreizung muss es geben, sonst lohnt sich die Investition in Ausbildung und Arbeitseinsatz nicht.
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Ich denke die Wahrheit liegt in der Mitte. Einerseits muss sich Bildung lohnen (Stichwort Qualifikationsrendite), andererseits darf es nicht soweit kommen, dass bestimmte Beschäftigungsgruppen sich das Leben in bestimmten Regionen nicht mehr leisten können.
Völlig richtig.
Hier sind jedoch die Arbeitgeber gefragt, entsprechende Löhne zu zahlen und nicht der Staat. Und wie erwähnt, darf man den Arbeitsunwilligen nicht noch mehr Anreize geben, dass Sozialsystem für ihre Unwilligkeit zu missbrauchen.
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Aus meiner auch nicht. 50000€ Brutto, bei rund 250 Arbeitstagen im Jahr und 8 Stunden am Tag entspricht einem Stundenlohn von 25€, also unter der Annahme dass der Mann den selben Stundenlohn bekommt wie die Frau, was bekanntlich eher unrealistisch ist, Stichwort Gender Pay Gap. Wenn man das noch berücksichtigt müsste der Stundenlohn des Mannes schon über 30€ liegen. Ein Jahresbrutto von 50000€ und mehr haben laut statistischem Bundesamt nur etwa 1/4 der lohnsteuerpflichtig beschäftigten Bevölkerung, welche wiederum mit rund 45 Millionen etwas mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung darstellen. Gerechnet auf diese Gesamtbevölkerung sind es also round about 1/8, das über solche Einkünfte verfügt, oder anders gesagt, fast 90% liegen darunter.
Wenn es der FDP darum ging die Mitte zu entlasten hätte man die Steuersätze an sich angepackt und den Spitzensteuersatz belassen wie er ist. Das ist aber offenkundig nicht das Ziel. Die Mitte ist hier lediglich ein Feigenblatt, mit der die Mövenpick-Partei ihre Porsche fahrende Klientel beschenken will, und sonst niemanden.
Na dann rechne mal nur mit der erwerbsfähigen Bevölkerung und nimm die Rentner und Kinder etc. aus deinen Zahlen raus, dann sehen die Verteilungen (90% sind ja hier rein populistisch) schon wieder ganz anders aus... Und nochmal, natürlich muss sich Leistung und auch die Vorleistung des einzelnen in Form von (Aus-)Bildung auszahlen. Ich empfinde die permanenten Schreie nach Umverteilung nach unten als ungehörig.
Vielleicht sollte sich mancher Bezieher von Lohnersatzleistungen mal die Frage stellen, ob er nicht doch arbeiten könnte/wollte. Dass man aus körperlichen und/oder geistigen Gründen arbeitsunfähige Menschen unterstützt, ist gut und richtig. Nur mittlerweile verkommt dieses Land aus meiner Sicht zu einer Nation Arbeitsunwilliger, die ordentlich gepampert werden und immer lauter nach mehr schreien, statt sich mal zu bemühen, aus diesem Missstand herauszukommen und dann wegen mir auch gern mit Aufstockungen belohnt werden. Nur diese Vollkaskomentalität der Asozialen kotzt nur noch an.
Aktuell verdient meine Frau (als Beamtin) sogar tatsächlich mehr als ich. Und Gender Pay Gap ist zwar ein nettes Schlagwort, hat jedoch häufig auch seine Gründe, die oftmals vergessen werden. Dazu kommt, dass diese Lücke in tarifgebundenen Unternehmen für gewöhnlich kaum bis gar nicht vorhanden ist.