Beiträge von Leverkusen

    Deiner „Logik“ folgend, dürften die Kassen auch nicht für Motorradfahrer zahlen, wenn die sich lang legen oder für Sportunfälle oder für Raucher oder sonstige Risiko behaftete Lebensweisen oder gar bei bekannter Tollpatschigkeit.


    Wo fängt man an, wo hört man auf?

    Ich bin froh, dass nicht differenziert wird!

    Grad bei Facebook gefunden - Teile ich uneingeschränkt:


    Ernsthaft? 12 Stunden Verhandlungen: Nix über Arbeitsstätten, nix über Schulen? Dafür aber Supermärkte an Gründonnerstag geschlossen und nur Ostersamstag eingeschränkt geöffnet? In einer Zeit, in der fast alle gezwungen sind, jede Mahlzeit zu Hause einzunehmen? Da weiß ich doch jetzt schon, wie's am Ostersamstag in den Geschäften aussieht! Das wird das Infektionsgeschehen sicher maßgeblich eindämmen! Wieder ein ganz großer Wurf.

    Ich lese seit Wochen immer wieder nur Nachrichten wie diese:

    Leverkusen In Leverkusen sind nach Angaben der Stadt zwei weitere Menschen am Coronavirus gestorben: eine 77-jährige und eine 92-jährige Leverkusenerin. Sie starben am 19. und 20. März und hatten beide Vorerkrankungen.

    Quelle: Rheinische Post

    Dabei frage ich mich, inwiefern der Lockdown genau diese Menschen geschützt hätte und ob die ergriffenen Maßnahmen nicht die falschen sind.

    Man sollte aus meiner Sicht die Lockerungen nicht komplett zurück nehmen, sondern sich um ein halbwegs normales Leben der Menschen unter 75 Jahren kümmern sowie versuchen, die Wirtschaft noch irgendwie zu retten.

    Hier mal ein Vergleich der "Corona-"Todesfälle aus Deutschland und Schweden (immer noch ohne Lockdown):

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    Aus dem Text:

    "So starben dem Robert-Koch-Institut zufolge in Deutschland (83 Mio. Einwohner) seit 1. November bis gestern 59 564 Personen an oder mit Corona. In Schweden (10,3 Mio.) waren es 6769. Pro Einwohner gerechnet ergibt das nahezu keinen Unterschied!


    Im Klartext: Obwohl deutsche Regierungspolitiker den schwedischen Weg immer wieder für gescheitert erklärten, hat es ihr Lockdown-Kurs nicht geschafft, die Todeszahlen unter das Schweden-Niveau zu bringen!


    Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (68, FDP) kritisiert in BILD die Haltung der Bundesregierung und diverser Ministerpräsidenten, sich „dem schwedischen Weg gegenüber fachlich und moralisch überlegen gefühlt“ zu haben. Deutschland brauche „eine bessere Balance zwischen Gesundheitsschutz und der Wahrung der Grundrechte“, verlangt der FDP-Mann. „Angela Merkels politische Linie ist nicht alternativlos.“"


    Schon interessant zu sehen, dass es offenbar auch anders geht, wenn man nur die vulnerablen Gruppen konsequent schützt und dafür den anderen ein recht normales Leben ermöglicht und gleichzeitig die Wirtschaft am Leben hält. Genau das, was hier schon viele gesagt haben und auch z.B. Prof. Streeck, den man mittlerweile ja ziemlich mundtot gemacht hat, weil er offenbar nicht die "richtige" Linie vertreten hat.

    Du hast das exponentielle Wachstum nicht verstanden. Dazu ist es ein dynamisches System, dies von heute auf morgen aufzuhalten ist (eigentlich) (fast) nicht möglich.

    Oh doch, das habe ich sehr wohl.


    Es geht jedoch nicht nur darum, Politik auf Vorrat zu machen, sondern sich der aktuellen Situation anzupassen, wenn man die Grundrechte auf dramatische Art und Weise einschränkt.


    Wie gesagt, wir sind weit weg von ein Kollaps des Gesundheitssystems und müssen daher die Maßnahmen zurück fahren.


    Man schaue auch mal nach Österreich, die mit Augenmaß die Maßnahmen lockern oder auch, wenn nötig, wieder verschärfen. Kurz sagte grad noch in einem Interview, man könne den Lockdown nicht ohne die Menschen durchziehen und da hat er vollkommen recht. Wenn ich jetzt zum Beispiel aus Düsseldorf etwas von "Verweilverboten" am Rhein lese, kommt mir einfach nur noch das Kotzen und da verstehe ich jeden, der das nicht mehr versteht. Die Leute sollen sich bitte nicht in geschlossenen Räumen aufhalten, aber draußen auch nicht?! Gehts noch?

    Hätte, wenn und aber, alles Blöd-Gelaber...


    Es ist nun mal nicht so, dass wir am Rande des Zusammenbruchs des Krankenhauswesens standen (zumindest nicht wegen Corona), es ist auch nicht so, dass ganz Deutschland die Situation so angespannt war, wie in mancher Region.

    Warum sollte ich also die Zahlen aus den Hotspots wie von dir angeregt hochrechnen? Warum sollte man nicht im Gegenzug die Zahlen aus Regionen wie Meck-Pom nehmen? Beides würde das Bild gleichermaßen verzerren: Dein Beispiel schürt Angst, meines würde die Leute beruhigen.

    Wenn wir schon bei einseitigen Berichten sind: Warum hört man von Seiten der Politik nichts mehr von dem vermeintlichen Negativbeispiel Irland oder auch England mit den Mutationen? Ists vielleicht doch nicht so schlimm wie propagiert? Oder wie kann Brexit-Boris seinen Landsleuten den Sommerurlaub versprechen, wo doch grade noch (laut unserer illustren Führungsrunde) die Apokalypse drohte?

    Wenn innerhalb weniger Monate (einer Infektionswelle) bis zu 5% der Bevölkerung eine Krankenhausbehandlung benötigen würden, dann bliebe die Erkrankung auch für alle anderen nicht harmlos.

    Aber gut, auch eine HIV Infektion ist für die Mehrheit ja nicht mehr lebensverkürzend: https://www.aidshilfe.de/meldu…medizinischem-fortschritt :rolleyes:

    Wo waren denn bitte im letzten Jahr 5% der Bevölkerung im Krankenhaus?