Beiträge von Leverkusen

    Nur, weil du es nicht als "Leid" empfindest, gestehst du es nicht anderen zu?

    Ich kann das durchaus nachvollziehen, dass grade Familien in (zu) kleinen Wohnungen oder auch Singles derzeit sehr leiden.


    Mit keiner Silbe habe ich von "einmauern" gesprochen. Im Gegenteil, ich habe einen möglichen Weg aufzeigen wollen, der allen etwas mehr Normalität ermöglicht. Es kann nur durch konsequentes Abschotten der vulnerablen Gruppen insbesondere in diesen Einrichtungen geschehen. Wer rein möchte oder muss, muss ich konsequent testen lassen. Nur so können die Zahlen runter und gleichzeitig werden so Besuche möglich.


    Du schreibst so schön von Menschen. Wir sind uns einig, dass alle Menschen Anspruch auf ein würdevolles Leben haben sollten. Dazu gehört nicht nur die körperliche Unversehrtheit, sondern auch die mentale Gesundheit, das Recht auf Freiheit, freie Berufsausübung etc.

    Und ja, irgendwann steht der Sensenmann vor uns, beim einen früher, beim anderen später. Das ist nun mal auch der Lauf der Dinge.

    Nur zur besseren Einordnung: ich war selber schon in der Situation, dem Tod näher als dem Leben zu sein und hatte einfach großes Glück, gute Ärzte zur richtigen Zeit und auch einen starken Überlebenswillen. Genau das hat mir gezeigt, dass das Leben sehr schnell vorbei sein kann und man jede Minute nutzen sollte.

    Und das ohne ineffektive Einschränkungen, wenn man durch verhältnismäßig einfachen Schutz bestimmter Bevölkerungsteile, allen anderen die Normalität zurück geben könnte.

    Vielen Dank für diesen wirklich lesenswerten Beitrag.

    Hier sieht man auch wieder sehr schön, dass sehr sehr viele Menschen sehr stark leiden, auch wenn das einige Foristen hier nicht wahrhaben wollen oder es herunter spielen. In diesem Zusammenhang von "mal kurz die Backen zusammenkneifen und zu Hause bleiben" ist bei mittlerweile fast einem Jahr grade zu zynisch.


    Mich würden auch mal die so genannten Inzidenzen interessieren, wenn man Alten- und Pflegeheime herausrechnet. Leider habe ich dazu nichts finden können. Hat hier jemand mehr Informationen?

    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sich die Zahlen locker halbieren würden. Und man allein durch das konsequente Abschotten (inklusive regelmäßiger Tests beim Zugang/Besuch) dieser Einrichtungen der restlichen Bevölkerung die Rückkehr in ein normales Leben bereits jetzt ermöglichen könnte, wenn man nur wollte.

    Bei einem Freund hatte die Schwiegermutter Covid mit mittelschweren Symptomen. Blöderweise hat sie aber den Enkel gehütet, der dann Kontakt ersten Gades wurde, der Freund folglich zweiten Grades.

    Er hat sich selber beim Gesundheitsamt gemeldet und wollte auch gleich seine Kontaktliste weitergeben. Diese interessierte dort nicht, so lange er selber nicht wirklich positiv getestet wäre. Da muß man sich auch nicht wundern, wenn die Ämter nichts nachvollziehen können.


    Ein anderer Freund hatte die App über ein paar Tage rot und wollte sich testen lassen. Das Amt hat den Test verwehrt mit der Begründung "ohne App wüssten Sie ja auch nichts von einer möglichen Infektion".


    Spätestens nach diesen beiden Erfahrungen nutzt im Freundeskreis und zu einem guten Teil auch bei Freundes-Freunden niemand mehr die App und wird sich sicher gegenüber dem Amt auch nicht mehr an Kontakte erinnern, höchstens noch die direkten Freunde informieren, falls es mal so weit sein sollte.

    Die Debatte nutzt allen, die erwarten, dass z. B. pflegebedürftige Eltern verantwortungsvoll betreut werden.

    So lange positiv getestetes Personal trotzdem Dienst schieben muß, braucht mir keine was von Verantwortung zu erzählen.


    Und außerdem findet sich doch schon jetzt kein Pflegepersonal mehr. Wenn man jetzt auch noch die letzten vergrault, braucht man sich nicht wundern...

    Die Infrastruktur heißt laufen. :rolleyes:

    Die Infrastruktur sind Straßen und Wege, welche aus o.g. Gründen nicht sicher (mit kleinen Kindern) mangels Beleuchtung und Gehwegen zu begehen. Ferner ist das auch ein nicht unerheblicher Zeitfaktor, diese Wege hin+zurück zu gehen, grad wenn man zwei Kinder an der Hand hat.


    Dass ich beim Bäcker war, hast du aber gelesen oder etwa nicht?

    doch, habe ich, nach deiner Logik dürftest du aber nicht zur "Rushhour" dort sein, da du dies den anderen Kunden beim Edeka und/oder Bäcker auch nicht zugestehst bzw. dich über deren Anwesenheiten vor Ort wunderst.

    Komisch, dass du offenbar auch um 6:45 vor dem Edeka warst, es den anderen Menschen ab vorwirfst.


    Jeder hat seine Gründe, mit dem Auto zu fahren. Auch ich werde irgendwann meine Kinder 800m in die Kita oder 2,5km in die Schule fahren, da die Infrastruktur es hier nicht anders zulässt. Auch fahre ich die 2,5km zum Supermarkt mit dem Auto. Das ist ein Komfort- und Zeitgewinn für mich, den ich mir erarbeitet habe und der mir hilft mit meinem kaputten Rücken keine Wasserkästen im Bollerwagen und auf der Sackkarre nach Hause zu ziehen.


    Ohnehin verstehe ich nicht, warum man sich mit dem erhobenen Zeigefinger vor andere stellen muss. Jeder mag für sich gute Gründe haben, mit dem Auto zu fahren, ob das einfach das Vergnügens wegen ist oder weil man auch unter 5km nicht bei Wind und Wetter sich der Gefahr als Radfahrer aussetzen möchte. Bei uns zB sind Radwege entweder kaum vorhanden oder in erbärmlichem Zustand. Dazu kommt oft fehlende Straßenbeleuchtung. Und so verstehe ich jeden, der lieber das Auto nimmt.

    Soll doch jeder so handeln, wie er das für sich für richtig hält. Du fährst ja auch Grünschnitt mit Auto und Hänger weg. Warum nimmst du nicht die Schubkarre oder bietest den Nachbarn deinen Hänger an, damit die nicht x-mal fahren müssen?

    Alleine schon damit die Leute weniger fahren. Bei manchen Zeitgenossen müsste der Liter 5€ kosten.

    Das ist doch populistischer Quatsch.


    Zum einen ist ein guter Teil der Fahrzeuge Firmenfahrzeuge, zum anderen können die Menschen außerhalb der Städte oft nicht anders als mit dem Auto zu fahren. Auch bei 5€ fahre ich nicht mit dem Fahrrad bei Winter und Wetter für meine vierköpfige Familie zum Wocheneinkauf.


    Und da man das Geld nur einmal ausgeben kann, werden in anderen Lebensbereichen dann eben preiswertere Anbieter noch häufiger zum Zug kommen und eben nicht der kleine Einzelhandel in der nächsten Stadt etc. pp.