Beiträge von nios32

    Er verschleißt schneller. Besser wäre es zwischen 80 und 20% zu bleiben.

    Ich hatte mal einen Samsung Laptop, da konnte ich einstellen dass nur bis 80% geladen wird.

    Richtig. Am längsten hält ein Akku, wenn er im mittleren Bereich betrieben wird und keinen 0%-100% Zyklus machen muss. Im Idealfall hat er konstant 50%.

    Mit 40-60%, 30-70%, 20-80% Zyklen wird es dann immer schlechter. 0%-100% Zyklen schafft ein sehr guter Akku etwa 500 Mal, bis er 20% seiner ursprünglichen Speicherkapazität verloren hat. Für das gleiche Endergebnis könnte man ihn ca. 3500 Mal im 40-60 oder 60-80 Zyklus laden.

    Neben der Alterung durch die Ladezyklen gibt einen weiteren Effekt: je höher der Ladezustand ist, desto stärker zersetzt sich der Elektrolyt im Akku. Das ist auch der Grund für die Empfehlung, einen Akku besser bei 50% statt bei 100% zu lagern. Leider haben das einige missinterpretiert und daraus den weit verbreiteten Tipp gemacht, einen Akku nie voll aufzuladen und nicht nachts am Ladegerät zu belassen. Bei einem in Betrieb befindlichen Gerät ist dieser Tipp aber falsch, weil sich der Akku ohne angeschlossenem Ladegerät natürlich entlädt und dann am nächsten Tag oder Abend ein entsprechend längerer Ladevorgang notwendig ist. Das lässt den Akku auf Dauer aber schneller abbauen als kürzere Ladezyklen bei hohem Ladezustand.

    In Industrieanwendungen, in denen nur kurzzeitig überbrückt werden muss, z.B. bis ein Notstromgenerator anläuft, wird der Akku übrigens an einer konstanten Spannung bei etwa 3,6-3,7 Volt betrieben, was 50% Ladezustand entspricht. Das wäre auch für einen stationär betriebenen mobilen Router der Idealbetrieb, aber anders als bei Laptops oder Smartphones habe ich noch von keinem Gerät gehört, bei dem man den max. Ladezustand konfigurieren kann. So bleibt nur die nächst beste Option, also den Router dauerhaft über USB zu versorgen und den Akku bei 100% zu halten.

    Was aber dort steht ist:

    " Besonders für das Smartphone gilt: Unterlassen Sie besser das Aufladen über Nacht und nehmen Sie das Handy abends vom Strom. Der Akkustand fällt dabei immer wieder um einige Prozent und startet erneut. Dadurch wird dem Akku dauerhaft geschadet."


    Demnach sollte man ein Gerät wohl nicht dauerhaft am Ladegerät belassen.

    Das hat jemand mal in die Welt gesetzt und seitdem schreibt in diesen Artikeln einer vom anderen ab. Dadurch wird es aber nicht richtiger.

    Die Ladeelektronik im Smartphone lädt den Akku bis auf 4.2 Volt auf und schaltet dann ab. Fällt die Spannung unter typ. 4.035 V, wird wieder auf 4.2 V aufgeladen. Wegen der geringen Spannungsdifferenz fließen dabei aber keine hohen Ströme und der Akku wird nicht einmal warm.

    Bei LiIon-Akkus und intakter Ladeelektronik besteht auch grundsätzlich nicht die Gefahr einer Überladung. Selbst wenn in einer Nacht ein paar hundert mal nachgeladen würde, nimmt der Akku keinen Schaden.

    Huawei mobile Taschen-Router dürften sich aber nicht ohne Akku betreiben lassen und ob es mit Huawei an der Fritzbox geht würde ich bezweifeln.

    Dass sich die meisten Taschenrouter nicht ohne Akku betreiben lassen bzw. selbst wenn sie funktionieren, es keine gute Idee ist, hat in der Regel keine elektrischen Gründe.

    Wie bei einem normalen PC ist die Firmware eines solchen Routers nicht für einen plötzlichen Wegfall der Spannungsversorgung ausgelegt. Passiert das, während gerade Daten ins Flash-Filesystem geschrieben werden, kann es zu korrupten Daten kommen. Im besten Fall repariert die Firmware beim Booten eine beschädigte Konfiguration selbständig und startet mit einem Backup oder Default-Werten, aber genauso gut kann es passieren, dass das Gerät nicht mehr hochkommt und Schrott ist.

    Aus diesem Grund verbieten einige Hersteller den Betrieb ohne Akku oder, wie es Huawei meistens macht, blockieren sie ihn aktiv, ganz einfach um sich vor Reklamationen innerhalb der Gewährleistungsfrist zu schützen. Es ist nachträglich ja kaum festzustellen, wodurch das Filesystem geschrottet wurde.

    Wenn der alleinige Kabelbetrieb wie z.B. bei Alcatel funktioniert, wäre ich trotzdem vorsichtig. Bevor man das USB-Kabel oder das Netzteil rauszieht, den Router immer erst vorher ausschalten und ein paar Sekunden warten.


    Noch besser ist es aber, den Akku einfach drinzulassen. Denn es gibt absolut Null Nachteile.

    Das Gerät braucht dadurch bis auf die vernachlässigbare Selbstentladung nicht mehr Strom.

    Sollte der Akku durch den dauerhaft hohen Ladezustand tatsächlich etwas schneller altern, ist das auch kein Problem. Es sinkt lediglich die Akkukapazität, was wegen der Kabelspeisung unwichtig ist. Das Risiko, dass sich der Akku in Rauch auflöst, wird dadurch nicht größer. Im Gegenteil. Die Sperrschicht, die intern die beiden Pole voneinander trennt, wird bei hoher Spannung eher stabiler. Hier ist die weitaus größere Gefahr eine Tiefentladung, denn unterhalb von ca. 2.5 V beginnt sich die Sperrschicht aufzulösen.