danke fuer die Beleidigung - es gibt aber noch Argumente jenseits eines begrenzten AktienAktionAktion-Horizontes:
Die Argumente wurden doch schon mehr als hinreichend genannt. Und wer von sich selber nicht bereit ist, schnell im Internet 1-2 Stunden zu investieren, um sich kurz einzulesen darf im Gegenzug eben nicht jammern, das alles ungerecht ist. Viele lehnen Aktien pauschal einfach als Teufelszeug ab, kann man machen, alles gut, aber dann nicht über die gefühlte "Ungerechtigkeit" jammern. Es ist letztlich immer ein Rendite/Risiko-Schieber, den man eben justiert. Soviel dazu vorab.
Meine Wortwahl war falsch, bzw. zu extrem. Statt finanzieller Intelligenz hätte ich schreiben sollen: Finanzielle Bildung. Hab ich mir selber beigebracht. Selber eingelesen. Mein Elternhaus war sehr konservativ in Sachen Aktien. Teufelszeug. Nix für den kleinen Mann. Irgenwann hab ich mich selber damit befasst. Glücklicherweise. Aber immer das Risiko in den Augen. Und gelernt, das Aktien nicht pauschal Zockerei sind. Und mich eingelesen. ETFs. Anlagehorizont...
Ich versuche es mal kurz, auch wenns vermutlich für die Katz ist, weil der eine es nicht ließt und der andere lieber plonkt jammert:
Man muss erstmal unterscheiden: Was ist das Ziel: Kurz oder mittelfristiges Parken von einem Betrag. Sind kurzfristig Ausgaben absehbar: Reparaturen, Auto, Urlaub, was auch immer. Oder mittelfristig: Autokauf, Renovierung, was auch immer. Dafür wäre Tagesgeld oder ggf. Festgeld mit kurzer Laufzeit das passende. rasputin schreibt sehr passend:
Sicherheit und Liquidität - dafür nutze ich Tagesgeld wie gesagt auch. Bringt aber eben keine nennenswerte Realrendite. Daher mehrt die Rendite auch nicht das Vermögen.
Aber wie er völlig korrekt schreibt, es bringt halt keine wirkliche Rendite, im Idealfall Inflationsausgleich. Dafür habe ich aber Sicherheit und die (notwendige) Liquidität. Mit Vermögensaufbau hat das aber nicht wirklich etwas zu tun.
Klar können Aktien gute Gewinne bringen... könnnen..., müssen aber nicht. In den USA, wo es keine gesetzliche Altersvorsorge wie bei uns gibt ist privater Aktienbesitz wohl sehr verbreitet. Die Lehmann-Pleite und das Börsenbeben das daraufhin folgte hat Millionen US-Amerikaner ihrer Altersvorsorge beraubt. Lange rede, kurzer Sinn: Ich stelle grundsätzlich in Frage ob Börsencasino (also "Wert"papiere und "vernünftiges investieren") überhaupt in Einklang zu bringen sind. Wer sein Geld auf Festgeld- und Tagesgeldkonten anstatt Aktien hat, schläft definitiv ruhiger.
Die Aussage ist ein typisches Beispiel an totaler Ablehnung und pauschalisierter Aussage. Alles in allem ist der ganze Absatz an sich totaler Quatsch, Börsencasino, Wertpapiere das Wert in Anführungszeichen. Typisches Negativbeispiel. Jedem seine Meinung, kann man alles machen. Und ja, man schläft dann ruhiger. Korrekt. Das passt. Was man aber eben dann nicht machen darf: Jammern, jammern, jammern...
Für einen gesunden Vermögensaufbau sind Aktien unverzichtbar, da man damit am realen Erfolg von Firmen partizpiert. Aber am obigen Schreiberling merkt man, dass er sich null damit befasst hat und nur pauschalen ablehnenden Quatsch rauspfeffert, Stichwort "Börsencasino". Auch das mit USA und Altersvorsorge und Lehman ist pauschales Zeug.
Das wichtige ist: Streuen, Streuen, Streuen. Kein Klumpenrisiko. Man investiert nicht in eine Aktie. Zumindest nicht am Anfang. Totalausfallrisiko minimieren. Investieren. Und eben NICHT zocken.
Wie es funktioniert, bestes Beispiel:
https://de.wikipedia.org/wiki/…r_Pensionsfonds_(Norwegen)
Die tatsächlichen, „handfesten“ Gewinne werden eben in der Realwirtschaft erwirtschaftet. Eine Möglichkeit daran teilzuhaben, sind eben Aktien. Hierüber kann man sich einfach und niedrigschwellig an Unternehmen beteiligen.
Wer nur mit Geld auf dem Sparbuch ruhig schlafen kann, der soll das eben so machen. Dann aber bitte nicht wundern, wenn man richt vom Fleck kommt.
Das „Beispiel“ der verlorenen Altersvorsorge hast du schon mehrfach ins Spiel gebracht. Nach allem was ich dazu gefunden habe, verloren in erster Linie diejenigen ihr Geld, die nach Martyns Prinzip mit dem Geld spekuliert haben (sicherlich oft genug ohne sich dessen bewusst zu sein).
Genau so siehts aus. Und für den Anfang nimmt man eben keine einzelnen Aktien, sondern einfach einen sehr breiten ETF mit niedrigen Gebühren, z.B. den MSCI World. Sehr geringes Klumpenrisiko, niedrige Gebühren. War noch nie so einfach. Dann partizpiert man an den Gewinnen der Konzernen. Ganz einfach.
https://de.wikipedia.org/wiki/MSCI_World
https://wertpapiere.ing.de/Investieren/Index/CH0001693230
https://www.onvista.de/index/MSCI-WORLD-Index-3193857
immer auf max gehen.
Das Beispiel mit Lehman ist pauschaler Quatsch. Niemals nicht darf ich zocken. Und die, die wirklich Kohle verloren haben, haben meiner Meinung nach oft gezockt und nicht verstanden, was sie da genau tun. Und auf Einzelwerte gesetzt. Komische Immo-Fonds, Schiffs-Fonds. Oder sind beim Börsenbeben eben panisch ausgestiegen. Und wie rasputin schon schrieb, solche hat es oft erwischt. Aktien sind kein Selbstläufer.
Man sieht im MSCI-Verlauf die Krisen, massive Einbrüche. Das entscheidende: letztlich eine positive Tendenz - wenn man eben ausreichend Zeit und eben nicht zum Zeitpunkt x aussteigen muss, weil man die Kohle braucht. Und man muss es aushalten können. Subjektiv schwierig, objektiv einfach. Aber man sieht, dass der Trend positiv ist, aber es sehr wohl massive Einbrüche gab und geben wird. Griechenland, Corona, Weltereignisse. Erholung trat aber wieder ein, aber eben langfristig, schnell geschaut:
Vom Hoch 2000 hat es ca. 7 Jahre bis zur Erholung. 2007 hat es dann bis 2014 gebraucht, also wieder 7 Jahre. Hier sieht man auch, dass man am besten gestaffelt investiert und nicht alles rein, vor allem eben nicht in Hochphasen.
Lernt den Unterschied zwischen Spekulieren und Investieren.
Und wer damit nicht ruhig schlafen kannn, der soll und MUSS! es auch lassen. Das wichtigste ist, dass man damit ruhig schlafen kann und keine große Sorgen hat. Es spricht ja auch nix dagegen nur einen kleinen Teil einmal zu investieren. Oder einen kleinen Sparplan auf ETF-Basis. Aber wenn mit Aktien, dann langfristig, Horizont 10+ Jahre.
DIES IST KEINE ANLAGEBERATUNG!!!
Wer nicht richtig vom Fleck kommt steht am Ende immer noch besser da als der, der alles verliert und wieder bei Null anfangen muss, siehe Beispiel im letzten Posting. "Wert"papiere sind immer eine Risikoanlage. Das kann, wie jedes Risiko, gut ausgehen. Es gibt aber keine Garantie darauf. Ich meine, schau dir mal nur an wie die Börsenkurse nach Beginn des Ukrainekrieges fast 1 1/2 Jahre nachgegeben haben. Ich will gar nicht wissen was da an Vermögenswerten pulverisiert wurde.
Der sollte nicht immer wieder und wieder und wieder und wieder jammern!
Es gibt auf fast nix ne Garantie.
Die einen jammern um den Einbruch der Kurse, die anderen "freuen" sind und sehen das als Chance
Das ist der Unterschied ![]()
DIES IST NOCH IMMER KEINE ANLAGEBERATUNG.