Natürlich bleibt o2 direkt mehr. Aber passiert mit den Mehreinnahmen auch was?
Man muss aber auch in Relation sehen. Der 3 GB-Kunde bei Drillisch, der haut im Jahr 36 GB raus. Wohingegen o2 sich Kunden rangezüchtet hat, die teilweise nur 120 Euro im Jahr bezahlen, und jenseits der 1 TB verbraten, pro Monat. (Oder lass es 240 Euro pro Jahr sein, wie die Verlängerungsangebote hier durchweg lauten). Wer verursacht da mehr Kosten? Der Traffic "ins Internet" ist für o2 auch nicht kostenlos. Zumal bei den 120/240 Euro noch andere Kostenpunkte auf dem Plan stehen, wie der Vertrieb, Personalkosten usw, was bei den Drillisch(1und1-Einnahmen nicht ist. Natürlich alles Milchmädchenrechnungen. Aber man kann behaupten, dass o2 pro GB was Drillisch verbraten hat mehr verdient, als bei den eigenen Kunden.
Und deswegen wird der "Einschlag" bei Vodafone auch wesentlich geringer sein, als dass von der Lastwaage bei o2 runterkommt, wenn alle bösen Kunden des bösen Schmarotzers weg sind. Von der besseren Frequenzausstattung und den Anstehenden Verschiebungen fangen wir nicht an. Für o2 wirds nicht wesentlich besser und für Vodafone nicht signifikant schlechter. Erstmal steht mehr Geld bei Vodafone an, die Braut wird hübscher. Was für mich einer der Hauptgründe für den (vergifteten) Deal mit 1und1/Drillisch ist. Vergiftet deshalb, weil der langfristig unter Wert ist, und das dann aber den neuen Eigentümern im Magen liegt, nicht mehr den Briten.
Und persönlich habe ich auch meine Zweifel, dass o2 die 100 Mio von 2018 bis 2022 großmundig investiert hätte, wenn im gleichen Zeitraum nicht mehr als eine halbe Milliarde (brutto) von 1und1/Drillisch gekommen wäre.