Viele junge Leute haben das schon verinnerlicht und machen teilweise noch nicht Mal einen Führerschein. Und wenn nutzen sie in besonderen Fällen Car Sharing. Für die anderen wird das immer mehr Luxus werden. Genauso wie im Nichts zu wohnen, wenn man dort kein Einkommen generieren kann, oder sonst nichts hat, was man braucht/gerne hätte.
Fairerweise muss man aber auch sagen das das oft keine wirklich freiwillige Entscheidung ist, sondern eher eine Entscheidung aus der Not heraus, weil man sich eh kein Auto leisten kann. Und ohne die Perspektive sich ein Auto leisten zu können ist ein Führerschein natürlich auch unattraktiv.
Schon vor sehr vielen Jahren hat man begriffen, dass Arbeit und Wohnen zusammen gehören. Auf dem Land wohnten Landwirte und in Firmenwohnungen die Industriearbeiter.
Erst später kam man auf den Trichter, dass man weit weg von der Arbeit wohnen will, Lebenszeit keine Rolle spielt, da das Auto so günstig subventioniertes Pendeln erlaubt.
Aber wenn einige noch träumen, jeder Bürgergeldempfänger muss sich ein Auto leisten können. Das wird nicht die Zukunft sein!
Die meisten Leute würden ja durchaus gerne realtiv nahe an ihrem Arbeitsplatz wohnen, den bei der Pendelei zwischen Arbeitsplatz und Wohnung geht es ja nicht nur ums Geld, sondern auch um Freizeit.
Aber es ist in Deutschland leider oft so das es dort wo es attraktive Arbeitslplätze gibt keine bezahlbaren Wohnungen gibt, und umgekehrt dort wo es günstige Wohnungen gibt, keine attraktiven Arbeitsplätze.
Die ganze Arbeitspendelei ist kein Luxus sondern eher ein Zwang.
Und beim Thema Bürgergeldempfänger: Wenn die in einem Dorf so 50 Einwohnern in 15 Häusern leben, dann geht es selbst für Bürgergeldempfänger nicht ohne eigenes Auto.
von daher befürchte ich da in der Tat ein erhebliches Risiko der Spaltung zwischen Stadt und Land.
Siehst du doch im Osten. Es reicht den Wählern "denen da Oben" eins auzuwischen.
Was da unterm Strich für sie rauskommt interessiert desillusionierte Menschen nicht.
Die Spaltung ist nicht nur zu befürchten sondern schon längst da! Da brauchen wir uns nur das Abstimmungsverhalten bei der letzten Landtagswahl anschauen, und Grossstadt mit dem Land vergleichen:

Während die Grünen in den Grossstädten die mit Abstand stärkste Kraft sind, hätten es auf dem Land weder die Grünen noch die beiden anderen Ampelparteien überhaupt über die 5%-Hürde geschafft.
Und selbst bei der Jugend sieht es nicht soviel anders aus, da hätten es die drei Ampelparteien zwar schon alle über die 5% Hürde geschafft, aber mit ihren zusammen 22,19% wären sie selbst du dritt schwächer als die AfD allein mit satten 29,21%.

Das Problem der Ampelparteien ist, das sie keinerlei Bereitschaft zeigen auf die Situation und Gefühle der Landbevölkerung einzugehen, sondern einfach stur von oben herab wie schon jemand gesagt ihre Grossstadtdenke durchdrücken wollen.