Niemand zwingt Dich die E Variante heute zu kaufen.
Heute noch nicht, aber wenn es bei der heutigen Gesetzgebung bleiben würde, dann würde es ab 2035 für Neuwagenkäufer nur noch Elektroautos geben, und etwas später wären dann auch die Zweit- und Drittbesitzer betroffen.
Bis 2035 sind nur noch knapp elf Jahre ... das ist nicht mehr viel wirklich Zeit!
Bis 2035 wird sich hier einiges noch ändern. Und wir haben es in der Hand wie schnell und drastisch das verläuft.
Das bezweifle ich, das sich in elf Jahren wirklich viel technlogisch ändern kann!
Denken wir doch einfach mal statt elf Jahre vor in die Zukunft, umgekehrt elf Jahre zurück in die Vergangenheit, dann wären wir im Jahr 2013.
Welche grossen Innovationen hat es seitdem gegegeben?
Ich hab da keine grossen Hoffnungen es es innerhalb elf Jahren beim Ladenetz, bei Akkutechnlogien, bei Flusszellentechnik, bei Wasserstoff-Brennstoffzellen und Wasserstoff-Verbrennungsmotoen den ganz grossen Durchbruch gibt.
Da werden alle drüber nachdenken müssen, welcher Luxus zuerst dran glauben muss.
Nur in den Grossstädten und Ballungsräumen ist die individuelle Mobilität Luxus auf den man durchaus verzichten könnte.
Aber in den ländlichen Regionen ist eine leistungsfähige, individuelle Mobilität essentiell damit die Regionen nicht komplett den Anschluss verlieren.
Und in der 50ern, der Wirtschaftswunderzeit, als es weniger als 1 Auto pro Haushalt gab, und auch schon Menschen auf dem Land wohnten, ist alles zusammengebrochen? Im Gegenteil. In den 50ern hat ein Käfer 5050 DM gekostet, bei einem Durchschnittseinkommen von 4000 DM. Also wir wollen Mal die Kirche im Dorf lassen.
Das kann man aber auch nicht vergleichen!
Damals gab es ja einerseits auch auf den Dörfern und in den Kleinstädten noch viel mehr Infrastruktur und Frezeitmöglichkeiten, so das der Mobilitätsdrang nicht so gross war.
Ausserdem gab es damals viel weniger Medien, und so wussten die Leute in den Dörfern ja garnicht welche Läden und Freizeitangebote es in den Grossstädten gibt, geschweige denn wie es auf den Mittelmeerinseln oder noch weiter weg aussieht.
Aber wenn man ständig in den Medien mit Berichten und auch Werbung konfrontiert wird, dann will man schon zumindest einen Teil davon erleben. Man weis natürich das man sich nicht unbedingt Alles leisten kann, aber zumindest ein Teil davon muss möglich sein.
Wir haben einfach nur ein perverses Mobilitätsbedürfnis entwickelt und glauben, das müsse so bleiben.
Man muss aber sagen das ein grosser Teil, wahrscheinlich der grösste Teil unserer Mobilität garnicht freiwillig sondern als Arbeitsweg oder Schulweg erzwungen ist.
So 15-40km Arbeitsweg gilt ja heute als völlig normal. Nehmen wir mal 28km als Durchschnitt, dann kommen da bei 21 Arbeitstagen Hin- und Zurück satte 1.176 km Arbeitsweg zusammen.
Privat kommen zwar vielleicht auch mal allein an einem einzigen Wochenende 700km zusammen, aber das ist ja dann nur an einem Wochenende. Insgesamt bleibt es oft trotzdem bei maximal 900km im Monat privat.
Und es fängt schon noch eher an. So manche Kleinstadt / Marktgemeinde / Grossdorf die früher nach eine Komplette Volksschule und alternativ noch nebenan eine Wirtschaftsschule hatten, haben heute nur noch eine Grundschule. Während früher die Schüler bis zur 9. bzw. 10. Klasse im Ort bleiben konnten, und oftmals komplett zu Fuss zur Schule gehen konnten oder maximal zehn Minuten Busfahrt hatten, werden heute die Schüler schon ab der 5. Klasse täglich so 30-50 Minuten pro einache Strecke ins nächste Schulzentrum gefahren.
Armut ist absolut, wenn die Grundbedürfnisse nicht gedeckt werden können. Essen, trockene und sichere Behausung und Gesundheitsversorgung und für die Witterung angemessene Kleidung und Kinder nicht zur Schule gehen können, weil sie fürs Familieneinkomen arbeiten müssen.
Dazu zählt nicht, dass das Kind kein 500 Euro Handy hat, wie der Sitznachbar, nicht in Urlaub geflogen wird, kein Auto für die Fahrt zum Kindergarten und in die Schule zur Verfügung steht etc.
Das ist eine veraltete Betrachtungsweise von oben herab, aber wenn man genauer hauschaut weis man das Menschen nicht so rational denken.
Sondern die Realität ist eher das schon Schüler lieber auf eine angemessene Übergangsjacke verzichten und lieber entweder mit einer zu dicken Winterjacke oder ganz ohne Jacke zur Schule gehen nur um sich halbwegs angesagte Sneaker und ein halbwegs angesagtes Smartphone leisten zu können.
Und bei Erwachsenen ist es nicht anders. Viele arme erwachsene laufen lieber mit drei, vier abgebrochenen Zähnen im Mund rum um sich die Zuzahlung zu sparen, um sich dafür wenigstens eine Woche Mittelmeerurlaub samt guter Bilder leisten zu können.
Die menschen streben eben nicht nur nach absoluter Grundversorgung, sondern auch nach Anerkennung und Status, bzw. wollen einfach nicht ganz unten sein und es sich auch selbst nicht eingestehen.