Beiträge von Lumpy

    Das ist mir natürlich auch klar. Sollte so auch nicht verstanden werden. Ob die Idee mit OpenRAN gut oder schlecht war, wird man erst im Rückblick bewerten können. Zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch nicht. Ich meine auch nicht, dass die restlichen Anbieter irgendwelche Technik-Experimente machen sollen, das ist Quatsch.


    Aber in der Tarifausgestaltung sind alle mutlos. Telekom hat mit Magenta 1 angefangen, Vodafone mit GigaKombi nachgezogen und O2 hat sowas in der Richtung auch. Im (EU-)Ausland setzen alle nur das um, was sie unbedingt müssen. Die Telekom hat noch Schweiz dabei, aber sonst ist da auch nichts, was einen hinter dem Ofen hervorlockt.


    Gerade Vodafone hätte ja die Chance, in allen ihren eigenen (oder Joint-Venture-)Netzen international was auf die Beine zu stellen. Man muss den Leuten da ja nicht Unlimited Daten oder dasselbe Volumen wie zu hause anbieten, aber irgendwas an Inklusivdaten könnte man ja vermutlich vermarkten.

    Die Euro-Telco, die Draghi, Mutra, Höttges, Heydemann und della Valle fordern, gibt es ja nicht,[...]

    Ich glaube, darüber wird man früher oder später aber sprechen müssen. Vll noch nicht in 5 Jahren, aber möglicherweise in 10. Theoretisch könnte man in BeNeLux+Fr oder in Skandinavien damit anfangen. Letzteres ist eventuell gar kein schlechtes Beispiel, denn Telia und Telenor praktizieren das ja teilweise schon. Als Start vll nicht die ganz großen, wie Telekom, Telefonica, Vodafone, Orange o.ä. aber ich denke schon, dass das auch eine Chance wäre.


    Im kleinen Stil könnte man ja eventuell auch einzelne Landesgesellschaften zusammenschließen, dann bliebe es ja im jeweiligen Konzern. Aber daran ist 3/Three/Hutchison ja irgendwie schon gescheitert. Ich meine aber, die waren es, die sowas wie "Roam like at home" schon hatten, bevor es in der EU verpflichtend wurde. Und das sogar weltweit, wenn mich nicht alles täuscht.


    Mir fehlt in der gesamten Telko-Branche der Mut. Die mutigsten (oder dümmsten) sind 1&1 mit OpenRAN. Aber sonst sind alle doch ziemlich langweilig ohne große Innovationen. Eben Austauschbar.


    Um noch etwas auszuholen: ich glaube, so lange sich alle Anbieter nur auf ihrer Position ausruhen, wird es bei niemandem große Überraschungen geben, was Neukunden bzw Kundenzahlen generell betrifft.

    Ich halte die Nummer für Aktienkursmanipulation... TEF hat einen Haufen Schulden und einfach nicht die finanziellen Mittel, um sowas zu stemmen. Und ich glaube nicht, dass es Investoren gibt, die aktuell so viel Geld reinstecken würden.


    Und gerade Ralph Dommermuth wirkt nicht so, als wäre er mit seinem Unternehmen aktuell unzufrieden.


    Also Popcorn holen und das ganze weiter beobachten. ;-)

    Das hat sich bis heute nicht durchgesetzt.


    Auch das großen Cloud-Anbieter sich ihre eigenen Server bauen und die dann als OpenHardware frei zugänglich machen, das jeder die nachbaut, ist auch ein Wunschdenken geblieben - die großen Cloud-Anbieter lassen ihre Mainboard von großen Herstellern auftragsfertigen und das behalten die schön für sich.

    Ja, so auch meine Einschätzung.

    Wenn ich da großes Interesse dran habe, solche Technologie nach vorne zu bringen, dann mache ich das als alles erstes mal selber im Haus und hole mir externe KnowHow rein, aber ich lagere das nicht direkt an Dienstleister aus.

    Wobei die Ausgangslage bei 1&1 ja eine andere war bzw ist. Rakuten ist ja Generalunternehmer, weil die sowas schon mal gemacht haben im großen Stil. Vermutlich auch, weil es kein Knowhow auf dem Markt gab, was man sich hätte einverleiben können. Das ist ja doch noch ziemliches Neuland, weltweit betrachtet.


    Bei Vodafone bin ich mir auch nicht sicher, wie man das einordnen soll. Wirklich überzeugen tut mich das nicht. Mag aber auch einfach daran liegen, dass es noch nicht viel gibt, was man unabhängig ausprobieren könnte. Mal sehen, was erste Tests dann zeigen werden.

    Um auch was einigermaßen sinnvolles beizutragen: ich finde es vom technischen Aspekt her super spannend. Da wird versucht, etwas lang etabliertes aufzubrechen und Bewegung in den Markt zu bringen. Und am Ende wird man mit Kosteneinsparungen werben und solche Projekte wahrscheinlich auch nach oben damit rechtfertigen.


    Kleine Anekdote dazu, weil es meiner Meinung nach ähnlich abgelaufen ist: im (Computer-)Netzwerkbereich hat man auch gedacht, wenn verschieden Hersteller Whitebox-Hardware produzieren und das OS auf dem Switch nahezu beliebig ausgetauscht werden kann, ergibt sich ein Wettbewerb, der das ganze Equipment günstiger macht. Aus Erfahrung würde ich sagen, dass das auch nach 10 (oder noch mehr) Jahren nicht der große Wurf geworden ist, jedenfalls nicht für kleine und mittelgroße Netzwerkprojekte. Es funktioniert gut, aber Hardware- und Lizenzkosten sind eher noch höher, wenn man keine Projektpreise oder -rabatte bekommt.


    Klar, ein Mobilfunknetz ist eine "etwas" andere Größenordnung als ein Netzwerk einer Firma, aber ob es am Endes so viel günstiger und/oder besser wird, bleibt nach wie vor abzuwarten. Aber dennoch gut, dass damit Erfahrungen im Echtbetrieb gesammelt werden.