Beiträge von KnightOfCydonia

    Och, der Preis ist meistens ein guter Treiber. Wenn es für die ebenfalls teuer wird dich anzurufen, einigt man sich irgendwann auf einen besseren (günstigeren) Kanal, oder man stellt zusätzlich einen bereit (z.B. eine Mobilfunknummer mit dem Hinweis, hier Whatsapp o.Ä.).


    Du hast schon recht, der Standard ist mit den Telefonnummern. Aber die Alternativen werden zugänglicher, und irgendwann müssen die Telekomfirmen die Preise reduzieren, oder die Einnahmequelle versiegt langsam.

    Siehst du noch Möglichkeiten, da über den Preis etwas zu erreichen? Das Handwerkerle von einer 5-Mann-Bude könnte man sicherlich noch zur Nutzung eines Messengers überzeugen, aber bei einer Kommunalverwaltung, einer Hausverwaltung, einem Gericht usw. sind bei häufigen Gesprächen ins Ausland die Business-Tarife entsprechend gestaltet, bei seltenen/einmaligen Gesprächen (wie eben diesem Handwerkerle) fallen doch die Dreieurofuffzig (oder meinetwegen auch zehn Euro) für eine Viertelstunde auch gar nicht auf. [Auf meinem Diensthandy sind übrigens Messenger-Dienste verboten und auch ohne Weiteres nicht installierbar.] Im B2C-Segment haben sich die Telkos den Markt doch durch ihre lange Zeit prohibitionstische Preispolitik selbst aus der Hand nehmen lassen (Substitution mit Messengern).

    Ich sehe da Ähnlichkeiten zum Non-EWR-Roaming mit Substitution durch lokale oder Reise-(e)SIMs. Der größte Unterschied für mich ist, dass das Ausweichen beim Roaming mit gewissem Aufwand verbunden ist. Für dich und mich wäre das Buchen und Installieren einer Reise-eSIM kein Problem, aber für Lieschen Müller schon (sofern sie überhaupt von Reise-eSIMs weiß). Das ist mit WhatsApp & Co. bei Privat-zu-Privat-Auslandsgesprächen anders... das hat ohnehin fast jeder irgendwie auf seinem Privat-Smartphone. Daher sehe ich beim Roaming noch Chancen (und die Telekom offenbar auch), aber bei Auslandsgesprächen?

    Es bleibt eben die Nische der B2C-Kunden, die nicht-private Kontakte im Ausland anrufen wollen oder müssen, aber vermutlich sind wir damit off-topic.

    Ich entschuldige mich bei dir Tayku noch für den Tellerrand-Spruch. Dein Post war nur indirekt der Auslöser, die eigentliche Ursache liegt vielmehr in meiner eigenen Unzufriedenheit darüber, wie viele hier im Forum "diskutieren".

    Das mag schon sein, dass früher TEF das nicht wollte. Zieht sich ja schon die Geschichte. Aber jetzt wären sie vielleicht sogar froh gewesen

    Man wird den Verlust von sicheren 12 Millionen Kunden (von 1&1) nicht mit einer unbekannten - und potenziell sehr viel geringeren - Anzahl von Kunden (bei spusu) gleichsetzen können. Vielleicht hatte Telefónica aber auch nach der Entscheidung von 1&1 schon gar keine Möglichkeit mehr, spusu ins Netz zu holen, weil die sich da schon - bedingt durch die vorangegangenen juristischen Querelen mit Telefónica - Richtung Vodafone orientiert hatten. Aber nach dem 1&1-Bang kamen immerhin Lycamobile und Lebara zu Telefónica... und spusu hätten sie da bestimmt auch gern noch genommen, aber verzockt ist verzockt.

    Ist in diesem und anderen Threads teilweise sehr ausgiebig diskutiert worden, auch eine Pressemitteilung von der Telekom gibt es dazu. LTE2100 ist - bis auf vereinzelte Ausnahmen - Geschichte bei der Telekom.


    EDIT: Okay, da waren dann zwei schneller.

    Und nun die Abschaltung im schnellen Tempo, noch vor Vodafone:


    https://www.telefonica.de/news…rnere-mobilfunknetze.html


    Die Kasse bei TEF muss richtig leer sein wenn so ein Sinneswandel kommt, ich hatte bei o2 zumindest auf Ende 2030 gehofft, wenn nicht sogar 2032.

    Eigentlich ein sehr ähnliches Vorgehen wie bei der 3G-Abschaltung. Man könnte hier fast den Eindruck gewinnen, dass sie in München erst dann angefangen haben, sich Gedanken um die 2G-Abschaltung zu machen, als Telekom und Vodafone schon ihre Ankündigungen gemacht haben. Zumindest nach außen ist bei o2 eine stringente Strategie schon seit Jahren nicht mehr wirklich erkennbar... was man natürlich als Agilität und Flexibilität verkaufen kann...

    Ich habe noch in Erinnerung, dass das BMW-Management damals (2010?) mit o2 die 3G-Nutzung ausgeklammert hat, weil die Mitarbeiter die Diensthandys nur zum Telefonieren nutzen sollten, und sich gleichzeitig über Kapazitätsprobleme bei Voice beschwert hat (die man ja eben mit 3G-Nutzung recht gut und einfach hätte abfedern können). Nicht dass es da jetzt wieder so ein paar Blockheads im Management gibt, die 5G für ihre Mitarbeiter ausschließen und deshalb die Telekom "gebeten" haben, an den für sie wichtigen Standorten B1 nicht für reines n1 zu opfern.