Beiträge von KnightOfCydonia

    hrgajek Warum nicht zu Ende träumen? Wenn es schon europäische Betreiber geben soll, dann sind viele "internationale" Verbindungen netzintern, also: innerhalb der EU ist es kein Roaming mehr, es gibt bei Gesprächen nur noch die Unterscheidung nach "innerhalb vom EWR" und "raus aus dem EWR", die Ländervorwahlen sind nur noch "Schmuck". Ähnlich wie es innerhalb Deutschlands auch (fast?) keine Unterscheidung mehr nach Orts- und Ferngespräch gibt.

    Dafür müssten aber - das wurde hier m.W. schon angesprochen - die Mitgliedsstaaten zumindest weitere Teile ihrer Souveränität abgeben. Nur ob wir das noch erleben...?

    Aus meiner Sicht sind beim Mobilfunk bei o2 Telefónica nicht die "Mietleitungen" bei der Anbindung das Problem. Bei co-lokierten Standorten dürfte auch die Telekom betroffen sein, wenn der Bagger die "Leitung" kappt. Im Mobilfunk hakt es in meinen Augen eher daran, dass o2 Telefónica zu lange braucht, um alte Standorte zu aktualisieren (eben nicht die Umstellung auf SRAN, sondern Kapazitäts-Updates) und neue aufzubauen. Wohnt man in einer "guten" Region und hält sich dort zu 99,9 % auf, ist doch alles okay. [Ich selbst wohne und lebe halt auf der "falschen" Ecke und buche auch immer irgendwie die "falschen" Hotels.]

    Hat man als o2-Festnetzkunde über eine Telekom-Leitung ein Problem, gibt es drei Möglichkeiten:

    • Der Telekom-Festnetz-Kunde in der Nachbarwohnung hat auch ein Problem.
      Dann wird die Telekom aus eigenem Antrieb dafür sorgen, dass das Problem für ihren Kunden beseitigt wird... und damit auch gleich für den o2-Festnetzkunden.
    • Der Telekom-Festnetz-Kunde in der Nachbarwohnung hat kein Problem.
      Dann liegt es zu 99,9 % ohnehin im Verantwortungsbereich von o2 (falsches Profil, beschissenes Routing) oder dem Kunden (WLAN verkonfiguriert).
    • Es keinen Telekom-Festnetz-Kunde in der Nachbarwohnung.
      Dann viel Spaß beim Ping-Pong!

    Es ist für den Kunden letztlich eine Wette darauf, wie oft das vorkommt. Den 300er-Glasfaser-Tarif gibt es bei o2 Telefónica regulär für 44,99 EUR pro Monat, bei der Telekom kostet er 50,95 EUR pro Monat.


    Ich bin inzwischen bei Telekommunikation extrem kompromisslos: Die Glasfaser zu Hause [leider lokaler Betreiber (Stadtwerke), die nicht einmal einen Tarifwechsel hinbekommen) und der Mobilfunk unterwegs müssen funktionieren. Ich bin bereit, dafür einige Euro im Monat mehr zu bezahlen. Also langer Rede kurzer Sinn: Ich bin grundsätzlich ähnlich wie du unterwegs, hrgajek .

    Junge, du haust hier aber auch einen nach dem anderen raus, oder? ;)

    "Zwei mal drei macht vier, widdewiddewitt und drei macht neune. Ich mach' mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt."

    Wieso??? 1und1 bekommt Einfach die 5 Mhz Bandbreite im LowBand von der Telekom im Bereich von 900 Mhz. Brauchen die Sowieso Nicht mehr für 2G ab 01.07.2028.

    Logisch, das hat die Telekom (und jeder andere Netzbetreiber) bei der UMTS-Deaktivierung ja genauso gemacht. ;) Einfach abgeben wird die Telekom gar nichts. Und bei der kommenden Frequenzvergabe wird sie auch sehr viel dafür tun, den Status quo wenigstens beizubehalten, wenn nicht sogar ihr Spektrum noch zu erweitern. Auf LTE lassen sich auf B8 (900 MHz) m.W. zwar nur maximal 10 MHz zu einem Carrier konfigurieren, aber es gibt inzwischen sogar schon die nächste Technologie: 5G-NR. ;) Temporär DSS mit 10 MHz für LTE und 15 MHz für 5G-NR, falls bzw. solange der 800-MHz-Rollout noch nicht weit genug fortgeschritten sein sollte. Dann aber bald irgendwann nur noch 5G-NR auf 900 MHz (n8) mit 15 MHz.


    Wenn 1&1 kostbare Low-Band-Frequenzen möchte, werden sie dafür richtig teuer bezahlen müssen. Aktuell würde vermutlich eher o2 Telefónica am ehesten bereit sein (müssen), auf 5 MHz oder auch 2x 5 MHz im Low-Band zu verzichten. Das war zuletzt schon bei 2100 MHz und bei 3600 MHz so: Telekom und Vodafone drücken ihre Mindestvorstellungen durch, o2 Telefónica geht irgendwann die Luft aus (bzw. hält es nicht mehr für vertretbar) und knapst ein paar MHz von ihren Mindestvorstellungen an 1&1 ab.
    Oder sie lassen sich für den Verzicht auf Low-Band - wie aktuell von der BNetzA angedacht - von Telekom, Vodafone und o2 Telefónica das NationalRoaming bezahlen.

    Nein, 1und1 geht auch so Langsam mit dem Ausbau in die kleinen Städte mit Rein. Es ist Nur Schade das man bei 1und1 nur max. 50 Mbit/s. hat mit 4G. Vorteil hier so hält das Datenvolumen Länger! P.S. Mit D2 war schon nach 10 Tagen Feierabend mit 100 GB.

    Das Limit von 50 Mbit/s mag es bei den Drillisch-Klitschen geben, aber selbst da kann man inzwischen meist für einen Aufpreis von 2 Euro ein Upgrade auf 100 Mbit/s machen. Bei 1&1 direkt stehen sogar 300 Mbit/s in den Produktinformationsblättern. Mit 5G-NSA sind die auch sehr locker zu erreichen.

    Und eigentlich wollt ich ja auch gar nicht so negativ schreiben, kommt dann gleich als Kritik rüber [...]

    Och, wenn man seine kritischen Worte vernünftig begründen und belegen kann, ist es doch vollkommen in Ordnung. In meinem geografischen und sozialen Umfeld hat o2 Telefónica in den vergangenen Jahren keine Mühen, dafür aber viele Kosten gescheut, um mein einstmals fast schon grenzenloses Wohlwollen ihnen gegenüber in eine sehr kritische und enttäuschte Haltung zu verwandeln.

    anscheint kommen die neuen O2 Mobile Plustarife doch ganz gut an. ;)

    [...]

    sind zwar nur 3 Wochen ins Q2 2026 miteingeflossen, aber der Festnetzbereich ist ins Plus gerückt.

    Haben wir da unterschiedliche Zahlen? Nach dslweb komme ich auf folgende Entwicklung:

    Quartal | Breitband-Gesamtkundenzahl | Netto-Quartalsveränderung

    Q2 2026 | 2,395 Mio. | + 14.000

    Q1 2026 | 2,381 Mio. | + 14.000

    Q4 2025 | 2,367 Mio. | + 3.000

    Q3 2025 | 2,364 Mio. | + 3.000

    Q2 2025 | 2,361 Mio. | - 14.000


    Die Trendumkehr war schon vor einem Jahr. Wir sprechen hier von Quartals-Zuwachsraten von unter 0,6 %. Das ist zwar nicht nichts, aber mehr als Peanuts sind das auch nicht... vor allem, wenn man das mit den Breitband-Gesamtkundenzahlen der anderen Mobilfunknetzbetreiber für Q2 2026 vergleicht:

    DTAG | 15,079 Mio. (Faktor 6)

    VF | 9,818 Mio. (Faktor 4)

    1&1 | 3,850 Mio. (Faktor 1,6)


    Aber wenn es im Mobilfunkbereich schon nicht wirklich viel zu feiern gibt, muss man halt sowas feiern. Interessant wäre auch, wie teuer sich o2 Telefónica diese Netto-Neukunden eingekauft hat. Vodafone beispielsweise soll laut dslweb seinen Breitband-Umsatz - trotz Nettokunden-Quartalsverlusts von 1 % - den Breitband-Umsatz durch geringere Ausgaben für Neukunden-Subventionen um 2,6 % gesteigert haben.

    habehandy Nach meinen Beobachtungen wird die Festnetznummer im Privatkundenbereich immer unwichtiger. Der Festnetzanschluss wird offenbar immer häufiger nur noch zur Bereitstellung des WLAN genutzt. Selbst meine Eltern haben mich vor einem Vierteljahr gefragt, ob sich etwas sparen lässt, wenn sie das Festnetztelefon "abmelden", denn selbst bei Ärzten haben sie inzwischen ihre Mobilnummern angegeben. Aber auch wenn wir uns in diesem Punkt vermutlich nicht einig sind, habe auch ich das Gefühl, dass Madrid das Deutschland-Geschäft nur noch so lange hält, wie es ohne große Investitionen als Cash Cow fungiert - was ich mit einer spanischen Brille auch sehr gut nachvollziehen kann. Interessant könnte in diesem Zusammenhang die nächste Frequenzversteigerung werden... wann ist die nochmal?


    gts Wir sind ja auch eher selten einer Meinung. Bei einigen Details, die du aufführst, sind wir das auch weiterhin, aber ich gehe mit deiner Prophezeiung absolut d'accord - wobei wir beide ja nicht wissen, welche genauen Steigerungsziele o2 Telefónica mit dieser Kampagne erwartet/erhofft, zumal es ja auch nur eine mehr oder weniger gute Schätzung/Extrapolation sein dürfte, wie viele neue Kunden nun Neukunden explizit wegen dieser Kampagne oder einfach "ganz normale" Neukunden sind.

    Das größte Problem hat o2 Telefónica nicht mit der Vermarktung (auch wenn die mich seit vielen Jahren auch nicht mehr anspricht), sondern mit ihrer Strategie bzw. Weitsicht. Die wechselt sie zwar nicht wie andere ihre Unterhosen, aber für meinen Geschmack zu häufig. Das war auch schon so, als ich den Münchnern gegenüber noch wesentlich unkritischer war. Ob es an fehlendem Mut, sich gegen Madrid zu positionieren, oder an volatilen Finanzressourcen liegt? Vermutlich eine Mischung aus beidem.

    Bei der Einführung jeder neuen RAN-Technologie hieß es, dass - im Gegensatz zu GSM oder den letzten Malen - "dieses Mal" alle dieselben Startmöglichkeiten hätten und man "dieses Mal" nicht ins Hintertreffen geriete. Dann merkte o2 Telefónica bei 3G und LTE (und gefühlt auch bei 5G) offenbar, dass es doch alles etwas teurer als ursprünglich gedacht wird und proklamierte daraufhin die nur von ihr selbst umjubelte "Smart Follower"-Strategie, die aber jedes Mal eher den Anschein von "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" hatte.

    Dass Bundle-Kunden weniger zu Churn neigen, hat sich nun offenbar (wieder) bis in die Vorstandsetagen von o2 Telefónica herumgesprochen. Schon 2009 begannen die Verhandlungen zur Übernahme der HanseNet mit "Festnetz" und IPTV. 2013 wurde dann das "Festnetz" (also die Glasfaser) an Versatel verkauft, IPTV wurde nicht mehr vermarktet, nur die Kunden wurden behalten... man brauchte das Geld für die Quasi-Übernahme von E-Plus, wurde wieder (oder eigentlich: blieb) ein reiner Mobilfunker. o2TV gibt es ja nun auch schon wieder einige Jahre, bis 2024 (?) über waipu.tv, danach über die Telefónica-eigene Plattform aus Spanien - mit Kundenzahlen, die vermutlich so gering sind, dass sich o2 Telefónica nicht traut, diese gesondert in ihren Finanzberichten auszuweisen. Im Festnetz mietet man sich bei der DTAG (DSL und Glasfaser) und Vodafone (Coax) und noch einigen lokalen/regionalen Betreibern ein, das Glasfaser-Ausbau-Joint Venture mit der Allianz, "UGG", korrigiert seine Ausbaupläne inzwischen regelmäßig nach unten, wird also nie ein großes Standbein für das Festnetz-Geschäft von o2 Telefónica werden können, das mit 2,5 Millionen Kunden im Vergleich zu Telekom, Vodafone und 1&1 ohnehin sehr überschaubar ist. In beiden Bereichen hatte man mit der HanseNet vor 15 Jahren schon etwas (nicht nur Infrastruktur, sondern auch Know-how) in der Hand, worauf und womit man vieles, was man heute krampfhaft nachzubauen versucht, hätte aufbauen können.

    Mal abgesehen davon, dass "MEHRbilfunk" in meinen Augen und Ohren zu sehr als "gewollt, aber nicht gekonnt" herüberkommt, ist der Zug doch - wieder einmal - längst abgefahren. Höchstens über den Preis kann man da noch wirklich etwas erreichen, aber damit reduziert man auch die Marge. "o2 can do" wird hinter vorgehaltener Hand ja oft auch zu "o2 can do billig" erweitert... woher das wohl kommt?! ;)

    Oder Netzausbau / Service runterfahren.

    "You get what you pay for"... ich kenne genügend Leute, die lieber x % bei den Monatskosten sparen als die letzten Prozentpunkte Flächenabdeckung oder potenziell höhere Geschwindkeiten zu bekommen. Das funktioniert bei Autos ja auch: Kein Dacia-Fahrer verlangt Ausstattungen wie in einem Audi, BMW oder Mercedes. Auch die Mautsysteme in Frankreich funktionieren: Wer wirklich schnell fahren will, nimmt die mautpflichtigen Autobahnen. Wer etwas langsamer fahren mag, nimmt die freien oft Autobahn-ähnlich ausgebauten "Landstraßen".
    Wenn der Staat wirklich möchte, dass alle dasselbe bekommen, dann soll er das Netz bauen. Nur ob das dann wirklich besser wird?