Beiträge von Tom4711

    Nur 2Tage ist gut. Auf eben erwähntem Teil habe ich vor ein paar Tagen auch Windows 11 installiert. Ich habe die Installation gestartet, kurz bevor ich abends ins Bett gegangen bin. Als ich zwischen 6 und 7 Stunden (nicht Tage) später wieder aufgestanden bin, lief bereits Windows 11.

    Ich hatte versucht Win11 als ARM-Version auf VirtualBox auf meinem Max zu installieren, das hab ich nach 3h abgebrochen, fand ich schon ätzend, unter Parallels war das in 1h erledigt.

    Wenn ich überlege, wird haben in der Firma sämtliche Mitarbeiter Notebooks per In-Place-Update auf Windows 11 hochgezogen, das war in 1,5h erledigt, selbst im Homeoffice.

    Letztlich wie bei Linux. Klingt alles nett, for free. Allerdings heißt OS eben nicht, dass man hier einen Anspruch auf irgendwas hat. Sondern eben das Know-How selber haben oder erwerben muss - oder eben komplett zukaufen. Also eben keine eierlegende Wollmilchsau.

    Auf Linux bzw. OpenSource zu setzen ist per se nicht falsch, im Gegenteil, besser als sich von Firmen wie Microsoft und Co abhängig zu machen.


    Die Tatsache ist, dass Huawei bei Radio und bei Backbone Nokia und Ericsson weiterhin weit überlegen ist. OpenRAN ist vermutlich noch auf einem viel älteren Zustand. Sieht man bei 1&1, wo gelegentlich nicht einmal die Basisfunktionalitäten vernünftig laufen.

    OpenRAN Allianz wurde 2018 gegründet - Hersteller wie Nokia, Ericson usw. sind seit über 30 Jahren in der Mobilfunktechnik als Netzausrüster unterwegs, die haben technologisch Lichtjahre Vorsprung.

    Als ich in der Mobilfunktechnik angefangen habe, war die Technik bei uns im Netz von Nokia für GSM, basierend auf stinknormaler i486 Prozessortarchitektur für die ganzen Steuersystemen, aber die ganzen Mobilfunkspezifischen Sachen waren damals schon in Hardware gegossen, sprich hochspezifische Prozessoren für das ganze GSM-Zeugs wie Sprachcodierung, Netzsteuerung usw.usw. machten.
    Das ganze wird bei OpenRAN vielfach durch reine Software gelöst, die zentral auf Virtualisierungssystem läuft und das muss alles neu entwickelt werden. Und Software ist bei weiten nicht so leistungsfähig wie eine darauf spezialisierte Hardware, dafür ist die Software flexibler in der Anpassung.

    Ob das nun auf einem Linux-Server in einem VMware-Cluster läuft oder auf einem Kubernetes-Cluster komplett in Container verpacket ( beides ist möglich bei OpenRAN ), das spielt keine Rolle - ich suche mir den richtigen Partner und bekomme dafür Support.

    Steht im Artikel: Die Einführung des Lotteriesystems war angeblich nicht mit ihm abgesprochen und er war darüber wohl ziemlich erbost.

    Ist wir an der Losbude auf der Kirmes dann.


    Ich gebe diese Bundesregierung max. 2 Jahre, dann haben die sich selber erledigt, das ist ja noch ein größerer Trümmerhaufen als die Ampel vorher - mit einer Gemeinsamkeit: die SPD war beteiligt.

    Der Handelsblatt-Artikel liest sich so, dass es dabei primär darum geht Huawei-Technik aus den bekannten Vorbehalten durch Samsung zu ersetzten.

    Ja, da man Huawei bereits aus dem Backend-System rausgeworfen hat ist nun das Radionetz dran, wo eben noch viel Huawei verbaut ist.

    Ob Samsung da ne gute Wahl ist, weiss ich nicht, so viele Netzbetreiber scheinen deren System nicht zu nutzen.



    Mag aber auch einfach daran liegen, dass es noch nicht viel gibt, was man unabhängig ausprobieren könnte. Mal sehen, was erste Tests dann zeigen werden.

    Die OpenRAN Allianz hat etliche Technologiefirmen als Mitglieder, da wird mit Sicherheit zig Firmen als Dienstleister tätig sein und einem Lösungen ins Haus bauen.
    Aber Vodafone macht eben weiterhin das, was mich von 10 Jahren schon dort genervt hat, die geben alles ausser Haus - will man es richtig machen, machs selber.

    Aus Erfahrung würde ich sagen, dass das auch nach 10 (oder noch mehr) Jahren nicht der große Wurf geworden ist, jedenfalls nicht für kleine und mittelgroße Netzwerkprojekte.

    Das hat sich bis heute nicht durchgesetzt.


    Auch das großen Cloud-Anbieter sich ihre eigenen Server bauen und die dann als OpenHardware frei zugänglich machen, das jeder die nachbaut, ist auch ein Wunschdenken geblieben - die großen Cloud-Anbieter lassen ihre Mainboard von großen Herstellern auftragsfertigen und das behalten die schön für sich.


    Bei OpenRAN sehe ich das selbe derzeit, jeder Netzbetreiber bastelt in seinem stillem Kämmerlein daran rum, nutzt unterschiedliche Dienstleister für den Betrieb ( 1&1 = Rakuten und Vodafone = Wind River für die Cloud ) - die machen es also nicht mal selber.

    Wenn ich da großes Interesse dran habe, solche Technologie nach vorne zu bringen, dann mache ich das als alles erstes mal selber im Haus und hole mir externe KnowHow rein, aber ich lagere das nicht direkt an Dienstleister aus.

    Der alte Telefonicachef wurde wohl entlassen,weil die spanische Regierung nicht einverstanden war/ist mit der Beteiligung der Saudis lass ich.

    Stand ja im Handelsblatt.

    Die Spanierer wollen nicht, das die Saudis noch mehr Anteile an Telefonica bekommen als der spanische Staat selber, die würden zuviel Einfluss bekommen. Noch ist der spanische Staat größter Aktionär mit 10%, die Saudis liegen nur knapp dahinter ( siehe Tabelle weiter oben ).
    Die 10% Grenze hat ja im Aktienrecht eine Bedeutung, das ein Aktionäre mit 10% und mehr mehr Rechte hat - keine Ahnung ob die in Spanien auch gilt, weil die Länderspezifisch angepasst werden kann.

    meine Meinung , die sich momentan festigt, ist, dass 4 Netzbetreiber mindestens einer zuviel sind.

    Mit der Meinung stehst du nicht alleine, wobei ich auch die betonung auf "mindestens einer zuviel" liegt, es sind zwei zuviel meiner Meinung und wenn man es richtig machen will, dann sogar drei zuviel.

    Ein Konsortium, das sich ausschliesslich um den Netzaufbau, Netzbetrieb und die kompletten Backbonesysteme kümmert und nichts mit Services, Verträgen usw. zu tun hat - das wäre die beste Lösung, das ganze staatlich gesteuert und kontrolliert ( BNetzAG )
    Aber der Zug ist schon von 20 Jahren abgefahren, das hätte man viel früher machen sollen.

    Dann hätten sich Telekom, Vodafone und wer auch immer als MVO dort ihre Leistungen eingekauft und vermarkten können und hätten nicht mit dem Netzbetrieb zu tun.

    Aber das wird in Deutschland nicht funktionieren, zu viele Interessen die aufeinander prallen - siehe das Desaster über ein mögliche Konsortium für ein Deutsche KI-Rechenzentrum, jetzt backt jeder wieder seine eigene Lösung, weil die sich nicht einigen konnten.