Beiträge von Tom4711

    Eine Bäckerei bei uns im Ort bietet neuerdings eine weitere Möglichkeit, bargeldlos zu zahlen: eine eigene Kundenkarte. Diese lässt sich wie eine Prepaidkarte aufladen, je nach Aufladebetrag gibt es schon einen ersten Rabatt bzw. ein höheres Guthaben. Je nach Häufigkeit der Nutzung der Karte gibt es weitere Rabattstufen, der Einkauf wird mit dem Kartenguthaben bezahlt.

    Hat unser Bäcker auch seit langen, da hatte der aber noch keine bargeldlose Zahlungsmöglichkeit.
    Mit der Karte sammelte man Brotpunkte und ab eine Anzahl gab es ein Brot nach Wahl kostenlos - ist auch Kundenbindung.


    Da der mittlerweile aber bargeldlose Zahlung ermöglicht, nutze ich die nicht mehr.

    Bezahlt er denn ordentlich? Gehalt und gute Arbeitsbedingungen helfen enorm. In Siegen haben während Corona viele aus der Gastronomoie bei Ikea angefangen und sind dann da geblieben, jetzt fehlts der Gastronomie an allen Ecken und Enden an Personal.

    Ja, er bezahlt gut.

    Naja die Gastronomie war während Corana tot, da haben sich etliche verabschiedet und warum sollten die wiederkommen, wenn die jetzt einen besser bezahlten Job haben mit geregelten Arbeitszeiten und am Abend / Wocheende frei, würde ich auch nicht tun.

    So toll wird im Gastrobereich nicht bezahlt, die meisten leben nur vom Trinkgeldern gut und die fliessen auch nicht mehr so dicke.

    Dazu kommt noch, das im Gastrobereich in den letzten Jahren die Preise massiv angezogen haben - wir haben es selber erlebt, das das selbe Gericht 1/2 Jahr später 20% teurer war. Da überlegt man sich als Gast, weniger oder garnicht mehr essen zu gehen, sondern lieber mit Freunden einen Kochabend zu machen ( z.b.)

    Die glauben das man ein zweijährige Umschulung braucht wenn man statt Klamotten z.B. Brot verkauft. Die unterschiede der einzelnen Brotsorten sollte man eigentlich schnell im Kopf haben. (Zumal viele Handtaschenverkäufer auch Brot essen)

    Das ist typisch deutsche, engstirnige Bürokratie.


    Zum verkaufen gehört bisschen mehr als das Produkt zu kennen ( und das kann man in kurzer Zeit lernen ) und wenn z.b. um Inhaltsstoffe geht, die haben Fachverkäuferinnen auch nicht im Kopf aber können das nachsehen, weil es dokumentiert ist.


    Im Berufsleben muss man sich eh ständig weiterbilden, wer das nicht macht, der steht morgen auf de Abstellgleis - das gilt für alle Branchen.


    Wenn mein Bäcker für Samstags ne studentische Aushilfe im Verkauf anstellt, dann hat die auch keine zweijährige Umschulung sondern bekommt das im Training-on-the-job beigebracht. Das einzige was die braucht, ist vielleicht ein Gesundheitszeugniss.

    Ich war heute z.B. beim Bäcker, der Verkaufspersonal für knapp 20 Prozent über dem Mindestlohn als Einstiegsgehalt sucht. Das sind bei Vollzeit ca. 2.600 € brutto. Damit wird man nicht reich, kann aber meiner Meinung nach anständig davon leben.

    Bei unserem Bäcker das selbe.
    Der sucht seit langen bereits Verkaufspersonal und findet niemanden


    Folge von dem ganzen: die erste Filiale ist komplette geschlossen, die zweite hat reduzierte Öffnungszeiten und Montags nun ganz geschlossen ( Sonntags war noch nie geöffnet und der bezahlt auch über Tarif.


    Und 5 km weiter wird ein Kaufhof geschlossen und alles jammert, was aus den ganzen Verkaufspersonal nur werden soll - dann müssen die halt mal flexible sein und statt Handtaschen und Haushaltswaren nun Brot. Brötchen usw. verkaufen - Jobs gibt es genug und lernen kann man alles.


    In der Nachbarstadt hat der erster Gärtner auch seine Öffnungszeiten reduziert und Dienstags nun komplett geschlossen - da werden noch unzählige Geschäfte nachziehen.


    Beide Alid-Märkte bei uns hab vor langer Zeit schon ihre Öffnungszeiten reduziert und nicht mehr bis 22 Uhr geöffnet z.b. der benachbarte große Supermarkt.


    Den Deutschen geht es viel zu gut, und sie sind zu verwöhnt, wird Zeit, dass die mal wieder Steine kloppen gehen, und unter Tage Kohle schaufeln!

    Das ist leider wahr.

    Wir haben auch Personalmangel, der ist aber hausgemacht, weil sich den Stress freiwillig niemand mehr antut, so lange es Alternativen gibt.

    Würde ich auch nicht machen.


    Hab vor einigen Monaten längere Zeit mit einem Personalberater Kontakt gehabt, der mir den Mega-Super-tollen Job angeboten hat.

    Vom Inhalt her auch super, auch die Bezahlung war mega ( 5-stellig mehr im Jahr als ich jetzt habe ).


    Aber alleine der Stress, 4 von 5 Tagen pro Woche in Büro fahren zu müssen ( nur 1 Tag HomeOffice ) und das bei 160km Strecke hin/zurück war das mehr Gehalt nicht wert.

    Wenn ich sehe wie personalintensiv die SB-Kassen z.B. bei Edeka sind, dann vermute ich, dass der Durchsatz bei Aldi höher ist, wenn das Personal an der Kasse sitzt (statt z.B. verwirrten Kunden an der SB Kasse zu helfen).

    Edeka hat bei uns keine SB-Kassen, Rewe genausowenig.


    Aber ich sehe das im Globus ( früher REAL ).

    Der Real wollte mal alle Kunden aus SB-Kassen nötigen, der Schuss ist nach hinten losgegangen, die gaben von 16 SB-Kassen 12 wieder abgebaut, weil die keiner genutzt hat und den neuen "normalen Kassen" dann SB-Zahltemrinals gemacht - Kassiererin zieht die Waren über Scanner, zahlen muss man am Terminal selber. Das ist Geschichte.

    Der Globus heute hat nur noch 4 SB-Kassen und da ist eine Aufsicht mehr als ausgelastet mit, wenn es voll ist, weil es immer wieder Probleme gibt.

    Ergo haben die dann zwei Aufsichten dort tätig.


    Was die 4 SB-Kassen an Kunden durchschleusen, machen gute Kassiererinnen mit 2 Kassen in der selben Zeit problemlos, so schnell kann man die Artikel nichtmal in den Einkaufswagen zurücklegen.

    Fachkräftemangel heißt nur, das man zu den Rahmenbedingungen niemand findet. Das heißt nicht, das die Fachkräfte nicht da sind. Das hat nur noch nicht jeder AG durchschaut.

    Eben, schrieb ich ja, die Firmen haben es nicht verstanden.


    Kleines Beispiel: AG möchte, das seine Mitarbeiter Rufbereitschaft ausserhalb der Arbeitszeit machen - erst mal soweit ok. Das ist eine Einschränkung im Freizeitbereich, da erwarte ich als AN eine Entschädigung.

    Aber dann die Leute mich 250€ für die Woche abspeisen, passt da irgendwo nicht - da sag als Mitarbeiter doch "Such dir einen anderen Deppen dafür, der das macht" da pfeife ich auf die 250€ - die eh noch brutto sind.

    Heute mir wieder böse auf gestossen: Das böse "Fachkräftemangel"


    Meist kommt das von Firmen, die entweder nicht mal selber ausbilden, oder aber nicht in der Lage sind, ihre Mitarbeiter zu halten und/oder neue zu gewinnen.


    Ich hab das selber in einer Firma erlebt, wenns Betriebsklima schlecht ist, die Bezahlung nur so Durchschnitt und die Arbeitszeiten >40h/Woche , muss man sich als AG nicht wunder, das die Leute sich nach anderen Stellen umsehen.



    Irgendwas macht mein AG da anders / besser / richtiger.

    - wie bilden selber aus, auch und gerade im IT-Bereich obwohl wir kein IT-Unternehmen sind und übernehmen die Leute auch

    - klar haben wir Fluktuation aber uns rennen die Bewerber auch die Bude ein und das gewaltig.

    Ich hab meien Halogen und E24/ E27 Leuchten vor 10 Jahren auf LED umgerüstet und da ist bis jetzt nicht eine kaputt, von daherhalte ich das auch nicht wirklich ein Problem.

    Wir haben bei uns in der Wohnung auch alle Lampen ( bis auf die Badezimmer-Spiegelschrankleuchte ) alles auf LED umgerüchtet, vorher normale Glühlampen oder Halogen und von denen hab ich in den zig Jahren noch nie eine tauschen müssen, weil die kaputte.

    Die erste Lampe war vor 14 Jahre die Hängeleuchte übern Esstisch, die wirklich oft genutzt wird, da sind immer noch die ersten LEDs drin.