Wir haben am Montag den Kleinen abgeholt - ein absolut stiller Mitfahrer, hat nur einen kleinen Ton von sich gegeben, um uns mitzuteilen, dass er gerade vorher zwei kleinere Geschäfte erledigt hat.
Gegen 19.30 Uhr waren wir hier zuhause.
Er war zunächst sehr eingeschüchtert und lag zusammengekauert in seiner Transportbox, irgendwann hörten wir da so ein Tappsen im Flur, sehr niedlich.
Er hatte dann auch gleich ein Spielzeug für sich entdeckt, so ein bastummanteltes Quietscheteil am Band. Der Rascheltunnel gefiel ihm auch sehr gut, der kleine Kratzbaum mit den Bommeln, die sich so lustig bewegen, wenn man mit der Tatze dran haut, hatte es ihm ebenso angetan, und der große Baum bot halt eine sehr schöne Aussichtsplattform.
Gegen 23.30 Uhr hatte ich schon seltsame Erscheinungen an mir bemerkt: rote und tränende Augen, Schniefnase usw... Ich machte mir Sorgen, aber schob es auf den aufgewirbelten Staub, der halt zwangsläufig in die Nase gerät, wenn man seinen Kopf ca. 5cm über dem Boden hat. ![]()
Die Nacht auf Dienstag lag ich im Bett (im Schlafzimmer war er noch nicht), die Symptome wurden besser... "PUH!" dachte ich... Zum Glück!
Tja... irgendwann musste ich mal kurz ins Bad, wo auch er umhertollte, und sofort fing ich wieder an zu niessen und meine Augen quollen zu. Schöne Sch***! :mad:
Erstmal weitergeschlafen, in der Hoffnung, das war nur ein dummer Traum. Morgens wieder aufgewacht. Nase einigermaßen frei, Augen noch gerötet. Hm. Ab ins Wohnzimmer. Nach 3 Minuten leichte Atemnot, Augen rot und dicht, Nase zu.
:flop: Schnell ins Büro (hier war er auch noch nicht) - Symptomatik nimmt ab.
Klare allergische Symptome. ![]()
Ich hatte gaaanz früher mal eine Katzenallergie, die aber irgendwann ganz spontan "verschwunden" war, ich konnte auch bei Nachbarn sein, die Katzen hatten, viele Freunde von mir haben Haustiere (Katzen und Hunde), dort habe ich auch keine Probleme.
Kurze Korrespondenz mit meiner Freundin, die auf der Arbeit war... Auch sie hatte sowas an sich bemerkt. Offenbar sind wir beide allergisch.
Auch sie hat bei Freunden/Verwandten/Bekannten mit Tieren nicht mit Reaktionen zu kämpfen - nur funktioniert das In-Einer-Wohnung leben mit einem Tier für uns wohl offenbar leider nicht.
Wir haben den armen kleinen Fratz also erstmal wieder zurück zu seiner Mutter gebracht, wo er bis morgen sein wird. Nach Rücksprache mit der Familie, wo wir ihn herhaben, sowie auch Einholung ärztlicher Ratschläge, ist es das beste so - für uns wie auch für das Tier. Glücklicherweise sind es auch nur 25 Minuten Fahrzeit mit dem Auto gewesen. Und er weiß nun, dass Autofahren nichts schlimmes ist.
Ein Freund von mir, der auch schon lange auf der Suche nach einer Katze ist (und seit kleinauf mit Tieren zusammenlebt, weil seine Eltern Hunde und Katzen hatten), wird das Tier morgen nehmen, wir fahren zusammen hin um es abzuholen... D.h. er übernimmt auch das komplette Zubehör von uns, was wir extra für den Kater angeschafft habe, also Kratzbäume, Toilette, Rascheltunnel, Näpfe, Futter, Spielzeug, Kratzecken usw.
Er hätte den Kater auch gestern morgen schon genommen - wäre er nicht bis morgen Nachmittag auf einer Fortbildung.
Eine herbe Niederlage für meine Freundin und mich...
27 Jahre lang habe ich mich quasi auf ein Haustier gefreut - und dann so ein Rückschlag. Sozusagen "alles für die Katz'"... Der gestrige Tag war somit für uns eher ein schwarzer in unserer Geschichte.
Wie auch immer, bei meinem Kumpel wird der Kleine es auch gut haben. Und wir haben die Möglichkeit, ihn immer zu besuchen, wenn uns danach ist.
Insgesamt also eine traurige Geschichte, aber mit einem gewissen HappyEnd. Wenigstens etwas.