Beiträge von Hightower2004

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    Original geschrieben von bernbayer
    Ganz stimmt deine Rechnung auch wieder nicht, ein selbst bewohntes Eigenheim muß man nicht verkaufen, das darf man schon behalten, es sei denn es ist ein größeres Mehrfamiilienhaus, wo man was vermieten kann, dann muß man sich mögliche Mieteinnahmen anrechnen lassen. Eines stimmt natürlich wer sein Geld verpraßt und nichts spart wird fast genauso gut gestellt wie der was gespart hat, er muß sich sein Vermögen zumindest teilweise anrechnen lassen. Der Freibetrag pro Lebensjahr gleicht das natürlich nicht voll aus. Eines ist aber auch klar, eine Harz IV Regelung die absolute Gerechtigkeit für jedem Einzelnen bietet, ist nicht möglich und wird es auch nie geben können.


    Die Quadratmeter werden schon grosszügiger bedacht als bei Mietern. Aber wenn Du eine bezahlte grosse 4-Zimmer-Wohnung hast und die Kinder ausgezogen sind, dann kann es kritisch werden (würde ich sagen).
    Aber auch wenn Dein Kredit noch läuft (z.B. Annuitätendarlehen), so bezahlt das Amt die Zinsen (entspricht in etwa der Miete, nicht der Betragshöhe nach sondern vom Sinn her). Die Tilung (Eigentumsvermehrung) muss man selbst bezahlen. Aber kurz bevor das Darlehen getilgt ist, ist der Tilgungsteil extrem höher als der Zinsanteil. Ich denke, das das für viele auch schwierig werden wird, was dann wahrscheinlich zum Verkauf der Immobilie führen wird.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Eine gewisse Differenzierung findet ja schon statt, indem beim Vermögen welches nicht angerechnet wird es einen Freibetrag pro Lebensjahr gibt, so das ein älterer Arbeitnehmer der z.B mit 55 auf Harz IV angewiesen ist in dieser Hinsicht besser gestellt wird als z.B. ein 25 jähriger. Eine absolute Einzelfallgerechtigkeit gibt es natürlich nicht.


    Du erinnerst mich da wieder an etwas: Es ist im Prinzip gar nicht gut vorzusorgen:
    Nehmen wir mal zwei Familien mit gleichem Einkommen als Beispiel. Die eine ist sparsam, kauft beim Aldi, hat ein kleines Auto, geht selten aus, kauft kaum Markenartikel etc. Dadurch wird pro Monat ein bestimmter Betrag gespart, der in die Altersversorgung oder Eigenheim gesteckt wird. Die andere Familie gibt das Geld mit vollen Händen aus, so dass am Monatsende eine schwarze Null übrig bleibt.
    Das geht 20, 25, 30 Jahre gut. Dann werden beide Familien arbeitslos und bekommen staatliche Unterstützung. Während die erste Familie nun erst ihr mühsam angespartes Vermögen aufbrauchen muss, ggf. das Haus verkaufen etc. bekommt die zweite Familie sofort die volle Unterstützung. Zur Rente stehen bei wieder gleich da: Kein Haus, keine Ersparnisse etc. Nur hat die zweite Familie das Leben richtig genossen.
    Das finde ich irgendwie auch ungerecht.
    Aber die gestaffelten Freibeträge sind da schon ein guter Anfang.

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    Original geschrieben von archie83
    Die Sachen, die dann teurer würden, braucht Mensch zum Überleben. Im Gegenzug müssten Gehälter und ALG2 erhöht werden, damit man sich Nahrung überhaupt leisten kann.


    In diesem Fall wäre es ja rechte Tasche, linke Tasche. Der Staat zahlt das ALG2 und er kassiert die höhere MwSt.
    Die Abschaffung des ermässigten Satzes würde zu einer Preiserhöhung von ca. 11% führen für die betroffenen Güter führen. Möglich wäre ja auch eine schrittweise Anpassung: von 7%/19% auf 10%/18% dann 13%/17% um später bei 16% zu landen.

    Der "neue" Mehrwertsteuersatz würde wahrscheinlich nicht bei 19% liegen. In der Schweiz liegt der normale Mehrwertsteuersatz bei 7,6% und der ermässigte Satz bei 2,4 %. Im Konzept für den Einheitssatz ist 6,5% vorgesehen.


    Auf der Suche nach weiteren Informationen ob so ein Einheitssatz schon für Deutschland vorgesehen war, habe ich folgendes gefunden, was ich interessant fand:

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    Für die Länder der Europäischen Union gilt dabei eine gemeinsame Mehrwertsteuerrichtlinie. Sie schreibt unter anderem die Höhe der Steuersätze vor: Der Normalsteuersatz muss mindestens 15 Prozent betragen. Zusätzlich darf jeder Mitgliedsstaat einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz von mindestens fünf Prozent anwenden. Quelle

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    Original geschrieben von ingo74
    ein problem ist meiner meinung nach auch das immer von hartz 4 beziehern geredet wird, aber gerade diese gruppe ist so unterschiedlich, dass man dort eigentlich sehr differenzieren muss. ist es die alleinerziehende mutter eines kleinkindes oder eines jugendlichen, ist es der ungelernte arbeiter ohne abschluss oder der 55-jährige verkäufer, der 25-jährige student, der noch 4 monate überbrückt bis zur einstellung, oder ist es die gesamte familie, die seit 2 generationen nicht arbeitet, oder, oder, oder....


    Schön gesagt! :top:

    Während der Harz-IV Diskussion sind wir etwas in die Ecke Mehrwertsteuerreform abgerutscht.


    Und da ja auch in Deutschland eine Reform geplant ist und diese auch in der Schweiz diskutiert wird, wollte ich mal Fragen was sind Vor- und Nachteile eines einheitlichen Mehrwertsteuersatzes für alle Güter.


    Ich sehe als klaren Vorteil den Wegfall von Bürokratie und auch eine logischere Erhebung:
    Hier eine kleine Auswahl, die [URL=http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,683056,00.html]Der Spiegel[/URL] herausgesucht hat:
    Taxifahrten, Theaterkarten, Hundefutter, Rennpferde oder Schnittblumen werden mit 7 Prozent besteuert. Babywindeln, Schuhe, Apfelsaft, Strom, Gas oder Heizöl hingegen mit 19 Prozent.
    Zugfahrten im Nahverkehr sind mit 7 Prozent Steuer belegt, im Fernverkehr aber mit 19 Prozent. Lebensmittel wie Kaffeebohnen und -pulver werden niedriger besteuert, eine Tasse aufgebrühter Kaffee dagegen voll. Bei Milch, Leitungswasser und Äpfeln kassiert der Staat nur 7 Prozent, für Apfelsaft, Mineralwasser und andere alkoholfreie Getränke dagegen 19.


    Es ist klar, dass Lebensmittel u.a. lebensnotwendige Dinge teurer werden würden. Und dass insbesondere die Kleinverdiener, Arbeitslose und Rentner betroffen wären. Aber ich denke dass Einsparungen durch den Bürokratieabbau und eine evtl. Senkung der Lohnsteuer auch dieser Gruppe zugute kommen würde.


    Was meint Ihr?

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    Original geschrieben von Bino-Man
    Wenn in diesem Zuge der ermäßigte Mehrwertsteuersatz - mit Ausnahme von wirklichen Lebensmitteln - komplett gekippt wird, würde ich das sehr begrüßen :top:


    Auch auf die Gefahr dass wir abschweifen: Ich denke, dass ein Einheitssatz sicher die bessere Lösung wäre. Auch wenn dadurch Lebensmittel teurer würden. Aber der
    Verwaltungsaufwand wäre geringer. Auch sonst gäbe es immernoch die Frage bei McDonalds: "Zum hier essen oder mitnehmen?" und die damit unterschiedliche Besteuerung für exakt das gleiche Produkt. (Wobei: Sind Burger "wirkliche Lebensmittel"? ;) ) In der Schweiz läuft gerade so ein Verfahren, aber die Chancen stehen schlecht. Quelle