Beiträge von Mephisto

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    Original geschrieben von pithein
      Mephisto Du musst dich eben reger im Forum beteiligen. Vielleicht steigt dann das Niveau so, dass Du nicht mehr meckern brauchst.


    Ich möchte mich nicht über irgend jemanden stellen. Dies möchte ich deswegen voranschicken, weil ich meine, zwischen Deinen Zeilen diese Kritik herauszulesen.


    Vielmehr bemühe ich mich - auch wenn mir das sicher nicht immer gut gelingt - andere Standpunkte zu verstehen und nachzuvollziehen.


    Ich weiß nicht, ob Du Dir die Mühe gemacht hast, Dich einmal punktuell durch das Spiegel Online-Forum zu lesen. Solltest Du mal machen, insbesonder bei Themen wie "EU & die da oben", "Griechenland" (und deren Schmarotzertum) oder "Im Zweifel für den Angeklagten" (insbesondere bei Themen wie sexueller Mißbrauch).


    Vielleicht bin ich aber auch einfach nur von einem gewissen Telefon-Forum und dessen ausgezeichneten Mods verwöhnt ;)

    Eine weitere Beobachtung von meiner Seite: wer sich durch das Forum von Spiegel Online liest, bekommt einen sehr guten Eindruck der deutschen Stammtischseele. Etwas deartig Unterirdisches habe ich noch nicht gesehen.


    Das Bild, das sich hier zeichnet, legt natürlich nahe, warum die Spiegel Online-Artikel alle den Boulevard-Reisser-Stil aufweisen müssen.


    Offenbar weiss der Spiegel sehr gut um seine Leserschaft.

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    Original geschrieben von beugelbuddel
    Letztendlich kann kein Business von einigen Lesern leben welche besonderen Wert auf hochwertigen intellektuellen Journalismus legen aber dafür nicht entsprechend individuell bezahlen möchten.


    SPON hat wie bereits von mir erwähnt sehr guten Erfolg mit der bisherigen Machart und wieso sollte man dann so etwas ändern?


    Ad hoc fällt mir da zum Beispiel ein, dass der Boulevard-Auftritt (und das ist in meinen Augen jetzt noch durchaus schmeichelhaft ausgedrückt) von "Spiegel Online" durchaus geeignet ist, das Image der eigentlichen Printpublikation "Der Spiegel" stark negativ in Mitleidenschaft zu ziehen.


    Und ein Nachrichtenmagazin wie Der Spiegel lebt nun einmal von seinem - über Jahrzehnte aufgebauten - Bild, seriöse journalistische Berichterstattung zu liefern.


    Würde der Spiegel Online z.B. zum Stern gehören, dann fände ich den Online-Auftritt nur konsequent. Aber so sehe ich hier schon die Gefahr eines Negativtransfers;

    Hallo Community :)!


    Als langjähriger Leser von Spiegel und auch Spiegel Online bin ich mittlerweile der Meinung, dass nur noch das Seite 1 Mädchen die Bild vom online-Auftritt des Spiegels trennt.


    Reißerische Schlagzeilen, totaler Kampagnenjournalismus (bei allen durchaus zutreffenden fragwürdigen Verhaltensweisen des Bundespräsidenten - langsam treibt die an's Lächerliche grenzende Spiegel-Kampagne meine Sympathiehaltung direkt wieder zurück in Richtung Wulff) - all das hatte ich bis dato eher mit der "Zeitung", die die großen Buchstaben führt, in Verbindung gebracht.


    Ein kleiner Auszug der letzten Highlights:


    Schlagzeile: "Plan für Verkehrssünderdatei: Führerschein schon bei acht Punkten weg"
    Inhalt dann stark relativierend, ja, Absenkung von 18 auf 8 Punkte, aber gleichzeitig auch angepasste Punktestrafen - in meinen Augen ein rein reißerischer Aufmacher


    Titel-Schlagzeile: "Wulff soll Firmen-Handy eines Freundes genutzt haben"
    Inhalt: Wulff soll mehrere Monate lang ein Firmen-Handy von David Groenewold benutzt haben. Es habe dafür allerdings a) einen Vertrag gegeben, in dem b) die entgeltliche Nutzung festgeschrieben sei. Unstrittig ist auch, dass Wulff die Beiträge gezahlt habe.


    Der Spiegel gibt sich aber nicht geschlagen - nein, weiter geht es mit dem Herbeischreiben eines Skandals: Dennoch wirft der Fall die Frage auf: Warum lässt sich ein Ministerpräsident von einem Unternehmer ein Handy zur Verfügung stellen?



    Ich finde, Qualitätsjournalismus hat eine eindeutig andere Färbung als das mittlerweile unwürdige Spektakel des Spiegels.

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    Original geschrieben von thomasGr
    Naja, das mag für dich vielleicht lustig sein, aber bei Kims Persönlichkeitsstruktur wäre anzunehmen, dass er nach einer Verurteilung (z.B. 20 Jahre) auf dumme Gedanken kommen könnte...


    Naja, ich gehe bei dem Sachverhalt ehrlich gesagt einen Schritt zurück in die Außenperspektive und nehme daher in dieser Frage einen sehr nüchternen Standpunkt ein.


    Sollten sich die Anschuldigungen gegen Kim Schmitz als nachweisbar erweisen, dann hat er für sich bewusst die Entscheidung getroffen, mit illegalen Machenschaften Multimillionär zu werden. Diese freie Entscheidung zu treffen schließt konsequenterweise auf der anderen Seite aber auch ein, letztendlich den Folgen in's Auge sehen zu müssen.


    Ich bin hier einfach der Meinung, wer A sagt, der muss auch B ertragen.

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    Original geschrieben von Gallium
    Es gibt auch eine nicht unbeträchtliche Zahl von Mitbürgern (ca.8Mio) in unserem, ach so reichen Land, die sich Kino niemals leisten können, aber nach einem harten 8-Stunden-Tag im CallCenter (beispielsweise) einfach auch mal entspannen wollen/müssen.


    Jetzt wird's aber langsam ganz absurd;


    Erstens: Ja, Deutschland ist ach so reich. Auch wenn ein Leben in Arbeitslosigkeit hart und mit empfindlichen Einschnittem verbunden ist musst Du in der Situation weder Hungern noch auf der Straße schlafen noch auf medizinische Versorgung verzichten. Geh' mal in die USA, da siehst Du mal, was Armut in einem reichen Land wirklich bedeutet.


    Zweitens: es gibt bestimmt auch Leute, die nach einem harten 8-Stunden-Tag im CallCenter (beispielsweise) einfach mal mit ihrem Mercedes nach Hause fahren wollen und nicht mit dem Bus; soll der ADAC jetzt Viertschlüssel von allen gerade einfach so rumstehenden Autos anfertigen? Die Karre dann einfach wieder am nächsten Tag aufgetankt zurückstellen, schon ist auch hier kein Schaden entstanden, ist ja kein Problem.


    Oder eine andere Idee, es gibt auch bestimmt eine nicht unbeträchtliche Zahl von Mitbürgern (ca.8Mio) in unserem, ach so reichen Land, die sich gerne die Kosten für ihren monatlichen Internetzugang sparen würden weil sie nach einem harten 8-Stunden-Tag im CallCenter (beispielsweise) einfach auch mal entspannen wollen/müssen. Wie wär's wenn Du Dein Wlan zuhause einfach zum public access point machst? Hast ja bei einer Bandbreite von über 16k sicherlich auch keine nennenswerten Einbußen; achwas, wo es um Deine Rechnung geht, ist das Ganze dann irgendwie doch noch so cool und libertär?


    Drittens: Der gute Robin Kimble I., Ruler of Kimpire Hood hat das Ganze übrigens - Achtung, die Überraschung kommt jetzt - NICHT aus reiner Nächstenliebe für Hartz4-Empfänger mit Entspannungsbedürfnis gemacht, sondern um eine nicht ganz unbescheidene Summe von 175 Millionen Dollar einzusacken;


    Bestes Posting im Thread.


    Full Ack.

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    Original geschrieben von Jay
    Reichlich arrogantes Volk hier unterwegs... aber normal in erlauchten Uhrenkreisen.
    Gruss,
    Jay


    Da Du mich hier direkt angreifst: wo genau entnimmst Du meiner Antwort auf Dein - wie ich finde - sehr anmaßendes Posting, Zitat: "Den Rest macht die Schwerkraft. Wenn das nicht reicht, ist die Uhr leider Mist!", ich sei Teil eines "arrogantes Volks"?


    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Eben. Mehr wurde hier auch gar nicht behauptet. Mir ist noch kein Juwelier untergekommen, der eine Uhr "schaukelt". Und genauso ziehe ich die Uhr auf, wenn ich sie lange nicht getragen habe.


    und hier ist nichts mehr hinzuzufügen, genau darum ging es.