Ich bezweifele nicht, dass es den Effekt geben mag. Allerdings halte ich ihn für sehr vernachlässigbar. Schließlich gibt es seit vielen Jahren Telefone mit Normakkus und welche mit Akkupacks. Unterschiedliche Ausfallraten, massiv abweichende Leistungen oder ähnliches konnte ich nicht feststellen. Lediglich die Leistung (und natürlich auch die Aufladezeiten) stiegen oft mit der Zweitausstattung gegenüber der Erstausstattung an.
Solange man sich an die Herstellerangaben hält, was die Auswahl der Art (NiMH oder NiCd) und die ungefähre maximale Kapazität angeht, sollte meiner Erfahrung nach nichts passieren. Sämtliche mir bekannten Probleme ließen sich auf eine falsche Akkuauswahl zurückführen.
Nichts gegen Dein Argument - aber es hinkt im Endeffekt: Die Gigasets sind nicht besonders günstig, was sie nach Deiner Begründung sein könnten (und damit sollten). Entweder ist also der Effekt nicht erwähnenswert, oder die Marketingabteilung von Siemens scheint es "trotzdem mal mit normalen Marktpreisen versuchen" zu wollen.
In den letzten Jahren habe ich den Markt der Schnurlostelefone nur oberflächlich beobachtet. Aber die ziemlich hohen Preise und die meist gängige Ausstattung mit Normakkus hat mich an eine vernünftige Geräte- und Preisgestaltung glauben lassen. Ich fänd es Schade, wenn die Akkupacks meiner Meinung nach unnötig wieder Einzug in dieses Marktsegment finden würden.
(Mir ist sehr wohl bewusst, dass es einen aus Verbrauchersicht vernnüftigen und durchschaubaren Markt nicht gibt. Ansonsten gäb es nur 2-3 standardisierte Li-Ion Akkupacks für Handys und Digitale Kameras, alle hätten denselben micro-usb-Anschluss, ein Speicherkartenstandard würde genügen, man bräuchte sich bei Druckern nicht überlegen müssen, ob man das Gerät über künstlich erhöhte Tinten und Toner bezahlt und sämtliche Elektronik würde per firmware gepflegt und im Vorhinein mit leicht teureren Komponenten auf Sparsamkeit getrimmt sein. :))