Beiträge von s-elch

    Es ist ja schön und gut, wenn man der fon-Idee was abgewinnen kann ... so naiv an die Korrektheit der Nachbarn zu glauben, finde ich aber sehr fahrlässig. Die Software auf meinen Copmputern ist samt und sonders legal, aber wie locker andere Leute damit umgehen, ist doch überall bekannt. Wenn man den Kreis noch ein wenig erweitert und Musik und Filme hinzunimmt, dann sieht es sehr düster aus. Besonders wenn irgendwo Menschen unter 18 Jahren im Haushalt wohnen. Das Unrechtsbewusstsein ist einfach nicht da. Und selbst wenn in Reichweite des Wlan nur ältere und vermeintlich seriöse Herrschafen residieren - "KiPo" hat da keiner fettgedruckt auf der Strin stehen ... dafür dass alle Nachbarn eine weiße Weste haben, sollte man nicht so einfach die Hand ins Feuer legen. Die verbrennt einem schneller, als man denkt.

    Aus ein paar kleinen Beispielfällchen (eher auf niedrigerem Niveau, aber dennoch) in der Bekanntschaft weiß ich, dass es eben so funktioniert ... aber das führt zu sehr in die Tiefe und man möchte ja keine schlafenden Hunde wecken. :) Meiner Meinung nach ist es auf der ersten Ebene ziemlich egal, von wo sich der Nutzer ins Uni-Netz und dadurch ins Internet eingewählt hat. Die Identität steht ja bereits fest. Wenn das Spielchen aber in die nächste Runde geht, könnte es natürlich wieder interessant werden.

    Es tut mir leid, vielleicht stehe ich ja auf dem Schlauch ... aber ich glaube da gibt es noch ein grundsätzliches Missverständnis.


    Wenn man den "Anschluss" sucht, dessen Benutzer im Internet was angestellt hat, so geht man nach der IP-Adresse. Gesetzt den Fall, ich hätte t-online als Provider und da loggt sich in meinem daran angeschlossenen Wlan-AP jemand ein und baut eine pptp/vpn-Verbindung zur Uni Münster auf. Ich habe eine Ip, die z.B. mit 80. oder 217. beginnen dürfte (Oder übersetzt .dip.t-dialin.net). Mein Gast bekommt eine Adresse beginnend mit 128.176.


    Wenn der im Internet was macht, dann sieht niemand eine 80er oder 217er Nummer, sondern immer die 128.176er . Die einzigen, die die originäre t-online-ip kennen, sitzen im Rechenzentrum der Uni.


    Was passiert jetzt, wenn mein Gast Filme shared? Die Uni bekommt Post von amerikanischen Rechtsanwaltskanzleien, eventuell ein Rechtshilfeersuchen der StA. In beiden Fällen ist die Frage "wer ist Nuzter" - da geht die Info raus "unter der IP hat sich Nutzer xy (Loginname des vpn-accounts) authentifiziert". An die StA geht dann der Datensatz des Accountinhabers, an die Rechtsanwaltskanzlei geht nichts - aber der vpn-account wird gesperrt und der Inhaber bekommt eine e-mail mit einem Hinweis auf die Nutzungsbedingungen. Fertig aus - ich als t-online-Anschlussinhaber dürfte da nichts von mitbekommen.


    EDIT: Um mal bei dem Beispiel zu bleiben ... Sollte jemand mit 1und1 DSL im Internet auffallen, wird die StA wohl kaum die Zentrale der Telekom stürmen, die ja die IPs der betroffenen Adressbereiche an 1und1 weitergeben.

    Warum sollte der Anschlussinhaber dabei dran sein, wenn man sich per VPN identifizieren muss? Wenn ich mich unterwegs über das VPN meiner Uni anmelde, dann habe ich nach außen hin eine entsprechende ip-Adresse. Wenn ich jetzt Mist baue, wird sich die StA bei meiner Uni melden - und nicht beim Provider des lediglich zum Aufbau des Tunenels genutzten Internetzugangs ...

    Sorry für's OT ... aber passt gerade: Fuji bietet in einigen neuen Serien einen Kombinierten SD/XD-Slot an. Leider sind die Kameras bei weitem nicht so gut wie die legendäre F30. Auf deren Nachfolger mit SD warte ich noch, sonst wird es erstmal eine günstige Samsung S500.

    Dabei wäre es doch so einfach ... wenn fonera einfach einen VPN-Zugang einrichten würde, könnte man dem Ärger im Endeffekt ziemlich effektiv vorbeugen. Klar: 100%ige Sicherheit gäbe es damit auch nicht, es würde Aufwand und Geld kosten und die Sperren der ISP würden sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.


    Schade, dass das tolles Konzept von fonera bis dahin (oder bis zu anderen Lösungen) in Deutschland rechtlich so sicher ist, wie nächtliches Spazierengehen in dunkler Kleidung auf der Autobahn.