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Original geschrieben von Goodzilla
- Funktion auch bei Regen
Sooft wie das hier auftaucht fühle ich mich dazu verpflichtet, dagegen zu sprechen: Ist ein (eventuell recht verbreitetes) lokales Problem ... tauchte bei mir in Münster und dem Sauerland nie auf. Stört mich also nicht und selbst wenn - für viele ist das zu Recht nicht unbedingt ein großer Faktor.
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- generelle stabilere Funktion
- kompetente Hotline
- Verzögerung bei Anrufen auf Festnetznr. eliminieren (hat z.B. T-Mobile auch nicht, es geht also!)
So lange der Preis stimmt, sind mir diese Faktoren egal. Das mag für den ein oder anderen wesentlich ärgerlicher sein - der kann dann zur eventuell teureren Konkurrenz gehen. Ebenso der Geschäftsmann, der wirklich auf mobile Telefonie angewiesen ist. Für mich war das "günstiger, dafür nicht ganz so stabil und leicht schlechterer Service" die bisher "gefühlte Strategie" in Viag-interkom-Zeiten und zumindestens Anfangs von o2 (Faktisch ist es immernoch so). Leider läßt die so wehement eingeschlagene Richtung "Premium" vermuten, dass man nicht mehr diesen Weg geht. Bisher ist es allerdings eher ein running gag, den Service nicht viel zu verbessern und trotzdem fleißig die "wir sind premium"-Gebetsmühle zu drehen.
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- transparente Tarife
- attraktivere Endgeräte
Die Endgeräte sind mir egal. Die Tarife sind doch transparent ... oder möchtest Du damit sagen, dass man
a)Einheitstarife schaffen,
b)Rufumleitungs- und Bwhz-Tricks in reguläre Tarife umleiten oder
c)die Parzellentarife abschaffen sollte?
zu a) Das kann auch nach hinten los gehen. Der "7 ct telefonierer" wird es hassen. Manch einer hat seine eigene Mischkalkulation, bei der er mit nicht-Einheits-Zeittarif in Parzellen sehr gut klarkommt. Ich bin hin und hergerissen. Als Wenigtelefonierer wäre ich vermutlich sogar mit einem Einheitstarif gut beraten, so lange es einen Partnertarif gibt. Wirklich fair fänd ich es nicht.
zu b) Ich bastel gerne, von daher kann sowas ruhig bleiben. Das ist halt der Rosinenpicker-Faktor beim genion
Rest -> zu c
zu c) Wirklich faire Tarife sind immer gefühlt. Um alle Nutzergruppen zu erreichen, muss man Mischkalkulationen machen. Man kann nicht den Vieltelefonierer, den 1€-Handy-Typ, den Wenigtelefonierer in einen Topf werfen. Die Stellschrauben Grundgebühr, Mindestumsatz und Tarif an sich sollten aber meiner Meinung nach ein wenig nachvollziehbarer angezogen werden. Die für den Anbieter günstigen Gespräche sollten im Tarifmodell auch günstiger sein als die teureren. Insofern ist der Einheitspreis meiner Meinung nach hinter den Paketminuten der unfairste Tarif überhaupt. Den Hype kann ich mir nur erklären, dass gleichzeitig "no frills" die Runde machte und man eine enorm schnelle und heftige Preisspirale nach unten hatte, was im Mobilfunk bisher selten war. Die in meinem Sinne "fairen" (also die normalen) Tarife wurden dabei aus dem Stand zu Recht als viel zu teuer deklassiert. Das macht den Einheittarif nicht fairer.
Wer sich einen fairen Tarif mit günstigen Preisen wünscht, der sollte erstmal überlegen, woran o2 denn Kalkulationssicherheit haben soll, wenn die Fixkosten auf niedrigst-Niveau sind und es keine Mindestumsätze gibt. Quid pro quo.
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Das vermiest mir momentan schon die Basteleien z.B. mit Callback. Daruch verliert o2 bei mir einerseits einen Faktor "mit Basteleien günstig" und andererseits verliere ich den Spass. Dann kann ich mir einen passenden Tarif "out of the box" holen. Und das ist bald kein genion mehr. Im Endeffekt bricht dieses Problem meinem o2-Vertrag das Genick, zumal nicht zu erwarten ist, dass sich da was tut.
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- sympatischere Werbeträger
Das ist für mich tatsächlich seit Langem ein unerhörtes Ärgernis. Aber was will man machen, wenn man seine Werbung auf den Massenmarkt ausrichten muß?
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- City-Option wieder anbieten
Hmm ... kann ich verstehen, wenn man die viel und gut genutzt hat. Andererseits kann ich die Leute verstehen, die die home-Parzelletarife verteufeln. Die abgeschwächte Form findet dagegen komischerweise anscheinend mehr anhänger. Vielleicht doch lieber fairere Tarife?
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Original geschrieben von Tomy2000
- Hall / Echo kann ich nicht so bestätigen, liegt sicher auch oft am Endgerät
Liegt es definitiv nicht. Ist zum einen bestimmt lokal abhängig, zum anderen wirkt sich der Effekt bei nicht hellhörigen Endgeräten weniger aus. Das heißt gerade nicht, dass das Endgerät Schuld ist! Ich vermute eine erheblich erhöhte Latenz bei den Anbindungen an andere Netze, die o2 so nicht sieht und die Hotline weder erkennen möchte, noch etwas daran tun oder nachforschen will. Callback potenziert das Problem übrigens.
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Original geschrieben von ScHoMi
Kostenkontrolle: Aus wirtschaftlicher Sicht eines Mobilfunkanbieters gesehen ist eine Kostenkontrolle für den ARPU nicht gerade förderlich. -> würdet ihr es als Unternehmer nicht vielleicht genauso machen?
Sicherlich. Im Grunde ist eine Kostenkontrolle für mich hauptsächlich das Pflaster auf die Wunde der schlechten und überteuerten Tarife. Es gibt zwar auch den Zusatznutzen für die Leute, die die Kosten ihres Telefonier-Hobbies ein wenig im Blick haben wollen oder müssen ... Für mich ist die Kostenkontrolle aber total überflüssig. Ich telefoniere, wenn ich es muss oder möchte. Das hängt von den Tarifen ab, die mir bekannt sind - und nicht von den Kosten, die ich damit im laufenden Monat schon verursacht habe. Meiner Meinung nach sollten sich die Nutzer, die nach Kostenkontrolle schreien im Gros eher nach faireren Tarifen umsehen. (kleine Anmerkung am Rande: vielleicht würden sie dann auch bemerken, welchen Murks sie da mit ihren Minutenpaketen unterschrieben haben)
Ansonsten finde ich alles gut, was den Arpu hochtreibt ohne mich zu stören. Das kann ja nur in für mich besseren Tarifen enden :). Deswegen habe ich auch so lange nichts gegen maßlos überteuerte SMS, solange sie für mich als normalnutzer bezahlbar oder sogar kostenlos sind. Sie sind aber ein sehr blödes Ärgernis, wenn man in einen Tarif wechseln will, bei dem die unsäglichen 1x cent ab der ersten Nachricht fällig werden und bei meinen läppischen 50 Stück zu äußerst merkwürdigen Ergebnissen in der Mischkalkulation führen.