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Original geschrieben von Hightower2004
Wenn viele Leute bereit sind außerhalb der Homezone 49, 59, 69 Cent oder gar 79 Cent zu zahlen, warum soll der Netzbetreiber nicht kassieren?
Da fällt mir ein ganz einfaches Argument ein: Weil die Leute mit niedrigeren Preisen mehr telefonieren würden und dadurch mehr Umsatz brächten.
In den letzten Tagen musste ich zu Prüfungen pendeln. Hier mal ein Fussweg von ein paar Kilometern, da eine halbe Stunde einsame Wartezeit auf dem Bahnhof. Wichtige Gespräche hätte ich bei Bedarf auch mit meinem Genion geführt. Das wären vielleicht 3 Minuten gewesen. Mit einem Preis von unter 20 cent wäre ein wenig Plaudern im Sinne von weiterer Tagesplanung, ein wenig Wartezeit überbrücken und "wie war die Prüfung"-Gesprächen drin gewesen: 20 Minuten. Für 5-10 cent hätte ich vielleicht noch weitere Telefonate schonmal erledigt, die ich sonst zu Hause geführt hätte: 45 Minuten.
Ganz exemplarisch könnte sich der Netzbetreiber in meinem Fall also aussuchen, ob er an 3 Minuten 1,44€, an 20 Minuten 3,8 € oder an 45 Minuten 4,05 € verdienen möchte. Die Netzkapazitäten bringt ein niedrigerer Tarif nicht zum einstürzen - mindestens so lange man immernoch verbrauchsabhängig abrechnet.
(Ich habe übrigens per callback und bwhz Telefoniert ... und lag bei rund 40 Minuten)
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Original geschrieben von Hightower2004
wenn ich längere Privatgespräche führe, dann lieber zuhause als in der S-Bahn.
Schon klar. Ich bin kein Telefoniejunkie und von daher ein schlechtes Beispiel - selbst zu Hause telefoniere ich recht selten. Unterwegs telefoniere ich dagegen in der Regel nicht ungerne, weil ich da schon Sachen vorher und nebenbei erledigen kann, die mir später Zeit und Wege ersparen. Daher würde ich vermuten, dass mein Pendel ein wenig anders ausschlägt als Deines. Wirklich extreme Beispiele noch nicht mitgezählt.
Was soll's. Bisher konnte ich meine Parzelle im großen und ganzen sehr gut nutzen, vielleicht ist das auch weiterhin der Fall. Ob ich in Zukunft die Parzelle nicht mehr nutzen kann und mehr, daher auch mehr mobil, telefoniere weil ich viele Leute nicht mehr so einfach bei der Hand habe wie jetzt ... das steht noch in den Sternen. Außerdem ist da noch der Bastel-Faktor, der bei mir schon die Telekommunikationsentscheidungen mit beeinflußt. Wenn der durch Zeitmangel wegfällt könnte ich auch zum normalen 0815-Discounttelefonierer werden. Bisher hat o2 aber neben der Parzelle keine besonderen Trümpfe in Petto. Warten wir's mal ab - vielleicht sind wir ja auch bald wirklich bei den 9,x cent pro Minute in normalen Tarifen und beim Discounter. Und spätestens dann bewegen sich die Anbieter, um auch noch direkt ihre Minuten an den Kunden verkaufen zu können.
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Original geschrieben von jeanz
Eine Homezone flat kann erstens wesendlich preiswerter realisiert werden als eine komplette Bundesweite Flat und reicht zweitens für einen grossteil der Bevölkerung vollkommen aus.
Meinst Du das ernst? Ich hoffe doch mal, dass ein Großteil der Bevölkerung weiterhin rund 8 Stunden am Tag arbeitet, dort noch hin und zurück kommen möchte und 6-8 Stunden schläft. Den Löwenanteil der restlichen Zeit ist er zu Hause. Für den können viele Leute einen Genion-Anschluss alleine nicht gebrauchen - Mobilfunk-Vielnutzer sind eher die aktiven Leute, die nie zu Hause sind, oder geschäftlich mit dem Telefon zu tun haben. Dafür ist die Homeflat meiner Meinung nach nur in Ausnahmefällen (Student, der alles nahe bei hat) gut geeignet.
Vielleicht bin ich auch zu sehr vorbelastet, weil ich ländliches Berufspendlertum als normal empfinde und ansonsten eher häuslich geprägt bin 