Ich zitiere einfach mal, was die zu einem LG-retail-Brenner sagen, der schon anfangs Zicken machte und dann nach sieben Monaten immer mehr Medien ablehnte, um dann schlußendlich bei jedem Brennvorgang irgendwann abbrach:
"Den Artikel haben Sie vor mehr als 6 Monaten bei uns erworben, daher bitten wir Sie um einen entsprechenden Nachweis, das der Fehler schon bei Übergabe in den ersten 6 Monaten vorhanden war. Bis dahin müssen wir leider davon ausgehen, das ein Gewährleistungsfall im Sinne des Gesetzes nicht vorliegt."
Mit anderen Worten: Nach 6 Monaten ist von uns nichts mehr zu wollen, da das vorzulegende Gutachten (falsl überhaupt möglich) für den Kunden stets den Fall zum wirtschaftlichen Totalschaden werden läßt. Telefonisch bekam ich dann noch den dezenten Hinweis, man würde es mir zwar gestatten, per Reklamationsschein die Ware kostenlos einzusenden, es würde aber nur "aus Kulanz" im Rahmen der Herstellergarantie weitergeleitet. Die angefallenen Kosten würden dann nachträglich in Rechnung gestellt, die Versandart würde nach Belieben von MF gewählt (und das sei keineswegs die günstigste). Ich solle doch gefälligst sehen, ob ich nicht selbst die Herstellergarantie in Anspruch nehmen wolle.
Auf meinen Einwand, damit doch meine Gewährleistungsrechte zu verlieren, kam nur ein lapidares "Die haben sie doch eh nicht mehr, ist doch länger als sechs Monate her."
Neben dieser Drohvariante gibt es auch noch eine Belohnungsvariante: Wer die Herstellergarantie in Anspruch nimmt, bekommt 10 EUR aufs Kundenkonto gutgeschrieben. Hört sich nicht übel an, ist aber im Endeffekt nur eine Masche, um die Gewährleistungspflichten mit einem kleinen goldenen Handschlag loszuwerden. Dieses Gebaren bezüglich Herstellergarantien und Gewährleistung finde ich äußerst problematisch. Übrigens hat Mindfactory seinerzeit sogar Artikel aus dem Programm genommen, weil sich doch die Hersteller in den Abnahmeverträgen erdreistet haben, von MF die Verpflichtung zur Abwicklung der RMA auf ihre Kosten zu vollziehen und diese nicht an den Kunden weiterzugeben (war irgendein Hersteller von hochqualitativen Mainboards).
Ein anderes Feld sind die Preise, die bei geringen Beständen auffällig nach unten tendieren. Zusammen mit der langsamen Vorkasse-Abwicklung (kann schonmal 10 Tage dauern) ist man dann meist in der Phase, dass der Artikel nicht mehr verfügbar ist. Dann scheint sich MF die nötige Zeit zu nehmen, um die Artikel zu dem den Kunden versprochenen Preis zu bekommen. Man wartet dann u.U. Wochen auf seine Ware (bei mir war das höchste 18 Tage nach "Bestand 0"). Das voraussichtliche Eintreffen der Neuware wird immer auf "in zwei Tagen" "in fünf Tagen" datiert und bei Ablauf dann neu aufgelegt. Das scheint mir eine Masche zu sein, um mit dem Geld der Kunden zu arbeiten und auf passende Einkaufspreise zu den getunedten Verkaufspreisen zu warten.