[USER="27048"]jposel[/USER] nun.
Schwägerin lebt nebst Mann und Kind in Kalifornien, Erfahrungen sind also genug vorhanden. Dort freuen sich übrigens auch die "großen" wie Google, ermöglicht ihnen die Regulierung ja den Zugang zu innovativen Diensten wie eigene Fibre-Angebote beim Kunden oder Google Fi. Lustigerweise ist es genau die regulierte Marktöffnung, welche diesseits wie jenseits des Atlantik gerade die Ferngespräche und internationalen Verbindungen haben purzeln lassen. Die "Krönung" sind Spitzen wie die EU-Regulierung Roam like at Home, oder freiwillige Angebote von Netzbetreibern welche Dir auch in den USA die Nutzung "wie zu Hause" ermöglichen, kostenfrei (z.B. Free in Frankreich) oder mit geringen Zusatzkosten (z.B. Vodafone als Option).
Ich stimme Dir sofort zu daß WhatsApp runterfliegt wenn es preislich "ausflippt". Nur die Alternativen, naja das war genau das ausgeführte Beispiel. Deine Kommunikationspartner verteilen sich immer weiter, und ohne offene, oder nenn es normierte Schnittstellen, bist Du ebenfalls gezwungen überall ein Konto zu eröffnen. Es ist übrigens nicht kostenlos, Du bezahlst mit Deinen Daten, Deinem Nutzungsverhalten, ggf. mit Auswertung von Inhalten etc.
Auch bei Deinem Ausblick in die Zukunft stimme ich Dir zu, ich gehe auch davon aus daß Facebook mittelfristig den Weg nicht nur von StudiVZ, sondern auch der "großen" Vorgänger geht. Wer erinnert sich noch an Altavista, an MySpace? Das war auch mal ganz hip, mal ganz nützlich.
Die Regulierung kostenloser Dienste ist nicht komplex. Vielleicht sitzen wir ja auch einem Missverständnis auf wenn Du immer von einem VEB XYZ mit Monopol redest. Der Markt steht allen offen, die sich an die Rahmenbedingungen, beispielsweise interoperable Schnittstellen, halten. Das ist an anderen Stellen völlig einleuchtend, Strom war vielleicht ein schlechtes Beispiel, aber nimm den Automobilmarkt. Kannst gern jedes Fahrzeug verkaufen, es muss halt eine Typenzulassung haben. Unterschätze auch die Kids nicht, Multimessenger waren mal ganz modern, vielleicht freuen sie sich auch wenn sie ihre Kumpels doch mal im Programm ihrer Wahl über Anbietergrenzen erreichen, wie gesagt ohne nicht nur zwei oder drei sondern eine Vielzahl an Konten zu eröffnen *und* pflegen zu müssen...