Beiträge von lanturlu

    Re: sharp fragen?


    Zitat

    Original geschrieben von lupo
    habe mir das neue sharp gx 20 gekauft und wollte fragen welche software ich hernehemn soll das ich über datenkabel rüber tun kann.


    Interessantes Deutsch. ;)
    Meinst Du, welche Software Du verwenden kannst, um Bilder und Töne zwischen Handy und PC hin- und her zu schieben?
    Die sollte eigentlich auf der beiliegenden CD drauf sein. Außerdem kann man sie auch bei http://www.sharp-mobile.com herunterladen. In diesem Moment kann ich diese Seite aber leider nicht aufrufen.


    Oder meintest Du, wie Du JAVA-Software auf das GX20 bekommst? Das geht wahrscheinlich nur per WAP. Wenn Du die JAR-Datei hast, kannst Du sie über das OTA-Tool von http://www.community24.net übertragen.
    Direktlink


    Die Bildschirmgröße des GX20 beträgt bekanntermaßen 320x240 Pixel, das ideale Format für Hintergrundgrafiken kenne ich aber leider nicht. Habe nur ein GX10(ohne i).
    Bilder und Klingeltöne findest Du übrigens z.B. in diesem Thread
    Viel Spaß,
    Lanturlu



    Edit:
    Die Sharp-Seite funktioniert jetzt wieder. Dort findet man übrigens in der Produktbeschreibung des GX20 einen Hinweis, wie man Bilder passend zurechtschneiden kann. Klick
    Aber das hast Du wahrscheinlich schon selbst ausprobiert.

    Oh Mann. :rolleyes: (Das darf hier jeder auf sich selbst beziehen. ;) )


    Radiohören über GPRS ist in der Tat nicht wirklich empfehlenswert. Wenn man bei Vodafone oder Eplus ist, könnte man über HSCSD gehen, da weiss man wenigstens, was man bezahlt. Mit einem alten D2-Vertrag zahlt man, wenn die BestCitySpecial-Option hat 7,4 Cent/min, sofern man einen Einwahlknoten in seiner Cityzone verwendet.


    Es gibt übrigens gerade diesen Thread im i-mode/WAP-Forum, wo es ums Radiohören per GPRS/HSCSD geht.


    Es wäre natürlich schön, wenn man die O2-WAP-Flatrate nutzen könnte, aber da habe ich auch ganz erhebliche Zweifel, daß das geht. O2 müsste schon extrem wohlwollend sein, wenn sie auf ihrem WAP-APN extra die Ports für das Streaming mit dem RealOne-Player öffnen würden. Die liessen sich darüber hinaus auch mißbrauchen. ;)



    Wie wäre es denn mit dieser Radio-Flat für 2,90€:
    (natürlich zuzüglich Batteriekosten und GEZ-Gebühren...)


    (nur als Beispiel, es gibt bestimmt bessere Geräte, die mit normalen NiMh-Batterien arbeiten)


    Grüße,
    Lanturlu

    Re: HipTop? AvantGo!


    :D
    Steffen:
    Ich habe den UserAgent gestern schon gesehen, und zwar als ich im Eplus Shop am Ku'Damm deine Seite mit den Client-Tests aufgerufen habe. Insofern wäre geklärt, wie der Hiptop in dein Serverlog kam. Oder hast Du auch schon mit dem Teil gespielt? :D
    Mir erschien das Browsen mit dem Gerät aber sehr langsam. Der Webviewer arbeitet auf einem 3650 deutlich schneller und erreicht eine ähnliche Qualität.


    Auf den ersten Blick sieht es tatsächlich so aus, als ob Danger die Avantgo-Technologie verwenden würde. Allerdings taucht im User Agent String auch das Wort "ProxiNet" auf. Das war eine Konkurrenzfirma von Avantgo, die die Proxiweb-Browser für PalmOS entwickelt hat. Diese Technik wurde von Pumatech/Intellisync unter dem Namen Browse-it verwendet und kommt derzeit bei WebToGo zum Einsatz.
    Ich nehme daher an, daß Danger weder die Avantgo noch die Proxinet Protokolle benutzt, sondern andere. Ich habe leider bisher nicht herausgefunden, ob es sich dabei um eine Eigenentwicklung handelt, oder ob die Technologie eingekauft wurde.


    Das System erscheint ziemlich geschlossen. Vielleicht sollte man sich die Software Developer Kits mal genauer anschauen, um mehr zu erfahren. Wer weiss, was passiert, wenn man diese Tools über den speziellen APN, den man hoffentlich über die Methode von Goisbart herausbekommt, mit dem Server verbindet? ;)
    Ich glaube aber nicht besonders daran.
    Grüße,
    Lanturlu

    In diesem Thread geht es ja doch wieder hoch her. ;)


    null0sieben:
    Probiers mal mit der Gateway IP 212.185.45.150 beim 3650. Weitere Adressen von offenen Gateways findest Du hier.
    Ansonsten hast Dir wirklich einen vollkommen ungeeigneten Thread für deine Frage ausgesucht, denn hier geht es um das 6600 und die Probleme, die sich daraus ergeben, daß hier eben keine Gateways eintragen kann.


    Aber nehmen wir das ruhig mal als Einstieg. ;)
    Du willst den APN internet.eplus.de wahrscheinlich nutzen, weil er erheblich billiger als der i-mode und der Wap-APN von Eplus ist. Das ist sehr vernünftig. :D
    Beim 6600 ist es derzeit so, daß man praktisch nur den Internet-APN nutzen kann. Das bedeutet also, man wird gewissermaßen zum sparen gezwungen.
    Die Nachteile dabei sind, daß man wahrscheinlich die offiziellen WAP-Inhalte von Eplus nicht mehr erreicht, da sich die Seite wap.eplus.de nur über den WAP-APN erreichen läßt.


    fresh:
    Ein ähnliches Problem dürfte auch bei T-Mobile auftreten. Die offizielle Startseite ist hier http://wap.t-zones.de. Diese läßt sich auch über den Internet-APN oder fremde Netze erreichen. Es kann aber sein, daß es zu Fehlermeldungen kommt, wenn man Seiten aufrufen will, bei denen der Benutzer automatisch erkannt werden soll, z.B. bei persönlichen Email-Seiten oder bei kostenpflichtigen Inhalten.


    Auch wenn der Zugang ins Internet mit dem 6600 jetzt schon in allen Netzen möglich ist (über den jeweiligen Internet-APN), so sind die Netzbetreiber doch gezwungen, spezielle Proxies einzurichten, um die Abrechnung von Paycontent in den Griff zu bekommen. Außerdem kann es nicht im Interesse von Eplus liegen, wenn die Kunden 0,6 statt 2,5 Cent/kb zahlen. ;)
    O2 hat bereits einen solchen Proxy in Betrieb. Bei Vodafone ist die Situation etwas merkwürdig.


    M.Starke:
    Hallo Maik, schön wieder etwas von Dir zu lesen, wenn ich Dich auch nicht im Nokia-Forum vermutet hätte. :D (Ich hätte auch nie im Leben gedacht, daß sich mal so ein häßliches 3650 in meine Tasche schleicht. :rolleyes: ;)
    Das 6600 ist natürlich besser, aber viel zu teuer und kommt deshalb für mich nicht in Frage.)
    BTT: Probiers mal über den APN wap.vodafone.de und trage in den erweiterten Einstellungen als Proxy-IP die 139.7.29.1 ein und als Port 80.
    Auf dem Jahrestreffen kam ich mit diesen Einstellungen auf die alte D2WAP-Seite. Das Vodafone Live Portal wird wohl im Moment nicht angezeigt, aber das kann nicht mehr lange dauern. Der Zugriff auf den Quickcheck läuft aber zum Glück schon jetzt über das alte WAP-Portal und der Email-Zugriff wird dann wohl vermutlich auch funktionieren.
    Bei Tests mit dem 3650 und Netfront habe einige merkwürdige Erfahrungen mit dem D2-Proxy gemacht, die ich hier geschildert habe.
    Bestehen die Vodafone-Kunden eigentlich wirklich darauf, daß sie Vodafone Live nutzen können? :confused:
    Der Vorteil für den Kunden besteht doch eigentlich nur in der höheren Subvention oder der Vertragsverlängerung nach 19 Monaten. Da das 6600 noch kein VLive-Gerät ist, entfallen aber diese Punkte.
    Viele Grüße,
    Lanturlu

    Hallo,
    ich habe eben mit der Suchfunktion diesen Thread gefunden.
    Ich weiss nicht, ob die Einstellungen stimmen, da ich keine T-Mobile Karte habe, aber auf den ersten Blick sieht es ganz vernünftig aus. ;)


    Bei WAP kann es sein, daß zuerst immer eine Seite mit dem Text live.vodafone.com erscheint. Dadurch darf man sich aber nicht stören lassen. Mit der grünen Taste kommt man dann in das Browsermenü. Außerdem kann man den Browser auch über die Bookmarkliste unter "Mein Telefon" starten.
    Melde Dich einfach wieder, falls Du noch Probleme haben solltest.
    Viel Erfolg,
    Lanturlu

    Meilow:
    Was ist das denn für ein Spuk? :D
    Ich habe ja gestern lange genug, wie du weisst, an Dominiks 6600 herumprobiert und habe eigentlich auch genau diese Einstellungen ausprobiert. Die müssten eigentlich noch im Gerät gewesen sein.
    Was hast Du jetzt anders gemacht? Vielleicht hat Eplus am Sonntag noch irgendwas gedreht, damit es läuft. :rolleyes:
    Grüße,
    Lanturlu

    MMS Probebetrieb


    So, habe jetzt doch noch meinen MMS-Server aktiviert.
    Hier die Einstellungen für Eplus:



    MMS
    Menü Tools->Einstellungen->Zugangspunkte->Optionen->Neuer ZugangspunktStandardeinstellungen:
    Verbindungsname: MMSTT Eplus
    Datenträger: GPRS
    Name v. Zugangspunkt: internet.eplus.de
    Benutzername: eplus
    Passwort abfragen: nein
    Passwort: gprs
    Authentifizierung: Normal
    Homepage: http://mmstt.dyndns.org/test1=a


    Optionen->Erweiterte Einstellungen:
    Telefon-IP-Adresse: Automatisch
    Primärer DNS: 0.0.0.0
    Sekundärer DNS: 0.0.0.0
    Proxyserver-Adresse: (leer lassen)
    Proxy-Portnummer: (unverändert)


    Dann noch die entsprechenden MMS Einstellungen:
    Menü-Mitteilungen-Joystick drücken->Optionen->Einstellungen->Multimedia-Mitteilung:
    Verwendeter Zugangspunkt: MMSTT Eplus
    Multimedia-Empfang: Nur in Heimatnetz
    Bei Mitteilungsempfang: Sofort laden
    Anonyme Mitteilung zulassen: Ja
    Bericht empfangen: Nein
    Bericht nicht senden: Nein
    Speicherdauer: Maximale Dauer
    Größe des Fotos: Groß
    Standard Tonausgabe: Lautsprecher



    Schickt die MMS bitte nur an Emailadressen.
    Der Versuch, an Rufnummern zu schicken, wird fehlschlagen, verursacht mir aber unnötige Kosten.


    Diesen Dienst werde ich leider nur diese Nacht bis ca. 2 Uhr aktiv lassen. Ich weiss nicht, ob das noch jemand liest und Gelegenheit es ausprobieren.
    Wer will kann mir eine PN schicken, dann kann ich evtl. einen erweiterten Account einrichten, der auch zu anderen Zeiten funktioniert. (Trotzdem ausschließlich sporadischer Testbetrieb.) Schreibt euren Usernamenwunsch, MMS-Passwort und die Handynummer, die zugeordnet werden soll hinein.


    Für andere Netze trägt man entsprechend den jeweiligen APN ein.
    Viel Erfolg,
    Lanturlu

    Ein netter Testbericht, allerdings ist das GX1 bereits ein Jahr alt. ;)
    Soweit ich das in whatmobile.net Forum mitbekommen habe, wurden auch in England nicht allzuviele davon verkauft.
    Technisch ist es eben eine abgespeckte Version des GX10.
    Auf der Cebit 2003 konnte ich es mal in die Hand nehmen. An diesem Telefon läßt sich besonders gut der Begriff (Candy)-Bar Design erklären. Das Teil sieht wirklich aus wie ein fetter amerikanischer Schokoriegel. :D


    An dem Testbericht ist mir aufgefallen, daß sie zutreffend die Stärken und Schwächen der Sharp-Handys beschrieben haben. Die Tastenqualität und Bedienung gefällt mir auch beim GX10.
    Grüße,
    Lanturlu

    Betrachtungen zu WAP2.0


    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    MMS geht bei keinem Handy über CSD, sondern nur via GPRS.


    Falsch! :D
    Ganz im Gegenteil bieten die meisten Handys die Möglichkeit MMS über CSD zu nutzen. Das liegt daran, daß für den MMS-Zugang die WAP-Protokolle verwendet werden. Bei Sony Ericsson und Serie60 läuft das über die üblichen Datenkonten und da stehen dann auch CSD und HSCSD zur Auswahl.
    Die Frage ist nur, welche Netzbetreiber das unterstützen. Ich kenne da keine. ;)


    Diese Möglichkeit ist übrigens nicht nur theoretisch, sondern hatte auch ihre realen Vorteile. So konnte ich bereits im Januar MMS mit dem Sharp GX10 und einer Free&Easy Karte versenden und empfangen. GPRS mit F&E kam erst Monate später und zu dem Zeitpunkt konnten noch nicht mal Eplus Vertragskunden MMS nutzen. :D
    der Thread dazu (Nowmms)
    Es ist übrigens lustig, festzustellen, daß das Handy klammheimlich eine Nummer anwählt, um eine ankommende MMS herunter zu laden. Wenn man sich vorstellen würde, daß dabei etwas schief läuft und die Verbindung dauerhaft aufrechterhalten würde. ;)
    Im GX10 war übrigens auch neben dem Vodafone MMS-Profil mit GPRS auch eins mit CSD gespeichert, das aber nie funktioniert hat. Vielleicht war es für Callya gedacht.


    Falls jetzt jemand denken sollte, daß das ganze zu sehr Offtopic ist, so möchte ich darauf verweisen, daß es hier sehr wohl interessante Anknüpfungspunkte gibt. Wir haben jetzt wieder eine Situation, in der der offizielle Versand von MMS bei einigen Netzbetreibern derzeit nicht möglich ist. Diese werden sicherlich bald auf das 6600 reagieren, aber bis dahin bleibt nur die Möglichkeit freie MMS-Dienste zu nutzen. Denn für den Zugriff auf diese braucht man keinen Gateway.
    Ich muss mal schauen, ob ich es noch schaffe, vor dem TT-Jahrestreffen einen entsprechenden Server zu installieren, damit wir einiges ausprobieren können. :)


    zu WAP2.0:
    Es sieht ganz so aus, als hätte Nokia den Netzbetreibern mit dem 6600 ein nettes Kuckucksei ins Nest gelegt. ;)
    An der Entwicklung von WAP2.0 war Nokia ja schon lange beteiligt. Leider haben sie sehr lange Zeit keine entsprechenden Geräte auf den Markt gebracht. Die Hersteller wie Sony Ericsson und Panasonic, die den Standard frühzeitig und (zu) strikt umgesetzt haben, wurden im Regen stehen gelassen. Es gab Gerüchte, daß bereits das 7650 mit einem passenden Browser ausgestattet sein sollte. Angeblich wurde dann das Nokia-eigene Entwicklerteam gefeuert und eine Fremdfirma beauftragt. Das Ergebnis ist mickrig. Der Browser im 7650 ist eigentlich eine Schande, da er mit den Potentialen, die in der Hardware stecken, denkbar schlecht umgeht. Der Browser im 3650 kann zwar (X)HTML-Seiten darstellen, stellt sich dabei aber auch nicht besonders gut an und ist immer noch eine lahme Kröte. (Die beiden Handys werden hier trotz ihres leistungsstarken Prozessors und großen Speichers bspw. von einem vergleichsweise alten Trium Eclipse meilenweit deklassiert.)
    Wäre das Nokia 7650 mit einem XHTML-tauglichen Browser ausgestattet gewesen, hätte z.B. Vodafone sein Live-Portal von Anfang an in dieser Technik aufbauen können. Dann hätten z.B. Gestaltungselemente wie farbige Schrift vor farbigem Hintergrund zur Verfügung gestanden. Vielleicht wäre uns in Anbetracht dieser Möglichkeiten sogar die schwarz-weiss-rote Monotonie des Vodafone Live Erscheinungsbildes erspart geblieben. (Ich weiss, das ist eine etwas abwegige Hypothese, aber eine "Blame it on Nokia"-Haltung macht manchmal Spaß, vor allem wenn man hier eine indirekte Verantwortung für die Häßlichkeit von Vodafone Live zuordnen kann. ;) )
    Die anderen V-Live Handys können, soweit ich das überblicke, alle echte XHTML-MP Seiten darstellen, aber mit dem 7650 als Live-Gerät hat Vodafone im wahrsten Sinne des Wortes einen Klotz am Bein.


    Nach dieser zögerlichen Vorgeschichte (viele XHTML-taugliche Nokia-Modelle waren nur für den amerikanischen Markt vorgesehen, siehe z.B. die amer. Version des 6800) versucht es Nokia nun mit der Brechstange.
    Ja, bei WAP2.0 ist der Zugang über TCP/IP und HTTP vorgesehen, aber eben nur als eine Möglichkeit. Aus Kompatibilitätsgründen ist auch weiterhin der Weg über ein WAP-Gateway als andere Möglichkeit vorgesehen. Die meisten Hersteller beschränken sich sogar nur darauf. Nokia geht hier einen anderen Weg und schwenkt praktisch von einem auf den anderen Tag von der einen zu der anderen Möglichkeit um. Es wäre viel vernünftiger gewesen, beide Varianten zum implementieren. Bereits die Sony Modelle Z5 und J5 boten beide Wege. Jetzt sind die Netzbetreiber unter Zugzwang und müssen die Zugänge zu ihren Portalen an das 6600 anpassen. Kein anderer Hersteller ausser Nokia hätte sich soetwas erlauben können.


    Noch etwas zu der technischen Seite:
    Eigentlich ist es ja kein wirklicher Nachteil, daß das Gateway umgangen werden kann. Dieses ist auch manchmal eine Quelle von Störungen und dafür verantwortlich, daß manche Seiten nur verstümmelt oder gar nicht angezeigt werden können. Bei Tarifen, in denen der WAP-Zugriff deutlich teurer als der "normale" Internetzugriff berechnet wird, kann man auf den Internet-APN ausweichen, ohne daß dieses durch Portsperren unterbunden werden kann. (siehe das Beispiel von O2, ohne Flatrate)
    Mit TCP/IP und HTTP setzt man auf bewährte Techniken, so daß mit weniger Störungen zu rechnen ist. Der Nachteil ist, daß die Kompression durch den Gateway entfällt. Beim Aufruf unkompilierter WML-Seiten müssen also mehr Daten übertragen werden, was die Kosten für die Nutzer erhöht. Zudem kann es sein, daß die WAP-spezifischen Protokolle insgesamt effizienter als die klassischen WEB-Protokolle sind. Die WAP-Techniken wurden schließlich nicht ohne Grund entwickelt. Leider war WAP keine wirkliche Erfolgsgeschichte. Ganz im Gegensatz zu i-mode in Japan, das auf konventionelleren Techniken aufbaut. Als KPN/Eplus dann i-mode nach Europa brachten, war es aber hier ein Fremdkörper. Lange Zeit war unklar wie es funktioniert und wie man die Telefone auch ohne Eplus i-mode Server nutzen kann. Mit diesem Beitrag habe ich da etwa für Erhellung gesorgt. Zuvor hatte ich hier vorzeitig enthüllt, daß Eplus neben dem ursprünglichen i-mode Zugang, der von den NEC-Geräte genutzt wird, auch einen herkömmlichen WAP-Gateway basierten Zugang eingerichtet hat, der für Geräte wie das S55 und 3650 bestimmt war.
    Lange Zeit war der NEC i-mode Zugang als proprietär verschrieen. Dabei ist er das eigentlich nicht. Es ist TCP/IP und anstelle eines WAP-Gateways kommt ein normaler HTTP-Proxy zum Einsatz. Also letztlich genau so, wie es jetzt beim 6600 läuft. Man könnte also sagen, daß Nokia mit dem 6600 ein i-mode Telefon gebaut hat bzw. daß die NECs ihrer Zeit voraus waren. ;)
    Dies heißt übrigens keineswegs, daß man mit dem 6600 Zugang zum offiziellen Eplus i-mode Portal bekommt. Den bekommen nur auserwählte Geräte, wobei die technische Eignung allein keineswegs ausreicht. Entscheidender ist die Erlaubnis von NTT Docomo, an der es meistens hakt. Das 3650 zeigt ja, daß der HTTP-Proxy basierte Zugang keine notwendige Voraussetzung mehr ist.
    Es ist ein wenig paradox. Eplus hatte bei i-mode den TCP/IP Zugang und hat dann nachträglich den WAP-Gateway basierten geschaffen, und nun nötigt Nokia den anderen Netzbetreibern auf, ihre WAP-Gateways um HTTP-Proxies zu erweitern. Da kann man schon etwas Ironie drin sehen.
    (BTW: Falls Eplus für das 6600 nicht das OK von NTT Docomo bekommt, müssen sie den Aufwand auch für ihren alten WAP-Gateway treiben. Aber normales WAP scheint bei Eplus etwas vernachlässigt zu werden.)


    Die Netzbetreiber werden das nicht besonders begeistert sehen. Sie werden schließlich zu Investionen genötigt. Dafür werden sie zum Teil dadurch entschädigt, daß das übertragene und vom Kunden bezahlte Datenvolumen leicht ansteigt. Es kann aber auch sein, daß ihre Proxies doch ein bißchen wie WAP-Gateways arbeiten und WML-Seiten kompilieren. Dazu müsste man natürlich herausfinden, ob das 6600 überhaupt kompilierten Code versteht.
    Ein anderer Punkt, der den Betreibern Unbehagen bereiten könnte, ist, daß man die neuen TCP/IP und HTTP Zugänge auch leicht mit einem PC oder Laptop nutzen kann. Damit wird es besonders einfach, alle kostenpflichtigen Inhalte wie Logos oder Klingeltöne dauerhaft abspeichern und weiterzugeben. Zudem läßt sich ein Zugang per Laptop schwer mit einer Flatrate vereinbaren. Es ist eine spannende Frage, wie lange O2 WAP2.0/HTML-Seiten innerhalb der Flatrate halten kann. Die Nutzungsbedingungen sind hier wohl bewußt eng gefasst, damit sie sich den Rückweg offen halten, sollte das Ganze aus dem Ruder laufen.


    So, jetzt ist schon wieder so ein langes Posting mitten in der Nacht entstanden. ;)
    Ich bin auf Eure Meinungen dazu gespannt. (Und ob sich Teltarif hier wieder so schamlos bedient, wie im Fall der i-mode per Netfront Geschichte. :D)


    Noch zwei Links zu WAP2.0-Threads:
    ein kurzer
    ein ausführlicher


    Viele Grüße,
    Lanturlu

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Ja, hier auch. Der einzige Unterschied zwischen den bisher benutzten Daten und dem, was in der OTA-Konfig von Nokia drinsteht, ist halt wirklich nur die geänderte Portnummer des Proxies (nicht mehr 9201 sondern 80). Vermutlich läßt sich das auch so ziemlich jedes andere Netz (nicht nur dt.) übertragen - einfach statt des bisher immer genutzten Port 9210 die 80 (oder auch 8080) verwenden.


    Damit ist explizit auch vom Tisch, daß man nicht mit WAP-APNs arbeiten kann. Zumindest für D2 und o2 ist schon mal das Gegenteil bewiesen. Wenns mal nicht funktioniert, dann wohl deswegen, weil der WAP-APN des jeweiligen Providers keinen Traffic über Port 80 bzw. 8080 zulässt. Die Tatsache, daß das bei o2 und D2 auf jeden Fall geht, bedeutet aber IMHO, daß das noch nie eine Einschränkung gewesen ist. Ich glaube nicht, daß D2 und o2 in den letzten Tagen ihr Netz schon an das 6600 angepaßt haben, vielmehr glaube ich, daß das schon immer gegangen wäre und daher auch in anderen Netzen so funktioniert.


    Nein, nein, so einfach ist das meiner Meinung nach ganz und gar nicht. ;)
    Daß es bei O2 anscheinend ganz ordentlich funktioniert liegt daran, daß sie vor kurzem die neueste Version des Annyway Mobile Data Gateway von Materna installiert haben, das speziell diese Art des WAP2.0 Zugriffs unterstützt. Das Gateway kann zum einen natürlich weiterhin über UDP/WSP auf Port 9201 angesprochen werden, aber jetzt zusätzlich auch über TCP/IP auf Port 8080 und verhält sich dann wie dann wie ein HTTP-Proxy.
    Andere WAP-Gateways können das nicht.


    Ich habe eben mal einige Tests mit Netfront auf dem 3650 mit Vodafone gemacht. Das Verhalten dort ist sehr merkwürdig. Wenn ich als Proxy 139.7.29.1 und als Port 80 eintrage und über den APN wap.vodafone.de gehe, kann ich tatsächlich Seiten aufrufen. Allerdings kommen nur WML- oder WMLC-Seiten auf dem Handy an. HTML-Seiten werden vom Server zwangskonvertiert. Farbige GIFs werden in s/w WBMPs umgewandelt. Als Vodafone-User wird man korrekt erkannt und kann z.B. den Quickcheck aufrufen. Mit dem UserAgent "Nokia3650/1.0" erscheint das aktuelle VLive-Portal in verstümmelter Version, mit dem UA "Nokia6600/1.0" dagegen das alte D2-WAP Portal. Vodafone hat sich im Moment anscheinend noch nicht recht auf das 6600 eingestellt. Der Proxy-Zugang auf Port 80 erscheint mir etwas ominös. Vielleicht ist er von einem früheren Testbetrieb übriggeblieben.
    Oder liegt das nur an meiner bescheidenen Gerätekonstellation und ihr könnt über diesen Zugang Vodafone Live uneingeschränkt nutzen. (Der Zugang über den web-APN ohne Proxy dürfte natürlich prima funktionieren, aber den meine ich jetzt nicht. ;) )


    Pressemitteilung von Materna zu O2 und WAP2.0


    Viele Grüße,
    Lanturlu